***Neues aus der Hexenküche***

Hier geht es nicht nur um schwarze Katzen, Kröten. spitze Hüte und Tänze im Mondschein…mein Blog über Hexerei, heidnische Spiritualität und ein Leben voller Magie

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Vier Diebe Essig

Veröffentlicht von hekatetempel am Februar 3, 2011
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Gestern habe ich vier Diebe Essig hergestellt, eine Hoodoo Rezeptur, die ihre Wurzeln allerdings in Europa der Renaissance hat. Dort wurde dieses spezielle Kräuteressig in der Volksmagie verwendet um sich vor Krankheiten zu schützen.

In der heutigen Hoodoo Magie wird das vier Diebe Essig ganz unterschiedlich verwendet. Zum einen kann es eine starke Schutzwirkung haben, es wird verwendet um Gegenstände, Menschen und Tiere zu schützen. Auch zur Reinigung von Häusern, Orten und Personen. Besonders aber um negative Einflüsse und Geistwesen zu vertreiben. Einige „Hoodoo Hexen“ benutzen es auch in Zaubern um kleinere Verwünschungen zu wirken.

Ich selbst habe mich beim Herstellen dieser Rezeptur auf die Schutz- und Bannwirkung konzentriert und es in der letzten Nacht des abnehmenden Mondes hergestellt. Damit es starke negative Energien vertreiben kann.

Hier ist ein einfaches Rezept für Vier Diebe Essig:

Knoblauch,

Lavendel,

Salbei,

Rosmarin

Gib diese Kräuter in ein verschließbares Gefäß und fülle das Gefäß mit Essig auf. Lass die Kräuter ein Paar Wochen in dem Essig ziehen.

Hekate und Lucifer 1

Veröffentlicht von hekatetempel am Januar 31, 2011
Veröffentlicht in: heidnische Spriritualität. Schlagwort: Gehörnter, gehörnter Gott, große Göttin, Hecate, Hekate, Liebe, Lucifer, Luzifer, Schöpfung. Hinterlasse einen Kommentar

Die Worte der dunklen Mutter:

Ich bin die Schlüsseltragende Herrin des Alls,

der Ursprung von Allem,

die Dunkelheit, geboren aus der ersten Dunkelheit.

Die Lichtbringerin.

Mein Haupt ist gekrönt mit den Sternen des Himmels,

mit dem Schein des Mondes,

meine Fackeln entflammen das Licht

der Sonnengötter,

ich erhelle die Dunkelheit und doch bin ich

die Tochter der Nacht.

In meinem Haar winden sich Schlangen und meine

Locken sind mit den Früchten des Lebens geschmückt,

mit den Blättern der Eichen und dem ewigen Grün der Eiben.

Ich bin die ewige Jungfrau, ungegürtet, unüberwindbar,

unbezwinglich und doch beseelt meine Kraft

alles Lebendige.

Ich herrsche über das Geboren werden, Leben und Sterben,

die Geister der Toten ruhen in mir, wie die Samen in

einer Frucht.

Mutter und Grab von allem bin ich.

Ich bin die große kosmische Göttin, ich gebar das Licht,

die Seele der Welt entspringt aus meinem Sein,

die Natur umhüllt mich wie ein Mantel.

Meine Liebe erfüllt alles,

denn aus meiner Ekstase ist alles ins Sein getreten.

Ich bringe den Wandel, beherrsche die fruchtbare

Erde, die Wogen der Meere und den gestirnten Himmel,

Mein Feuer spendet Leben, brennt in den Herden der Heime,

bringt Wärme und Schutz.

Ich bin die Königin und Mutter der Götter,

denn die ersten von ihnen, sind aus meinem Leib entsprungen

und wie alles werden auch sie von meinem Geist beseelt.

An allen Übergängen und Schwellen bin ich anwesend,

an allen Kreuzwegen,

denn ich bewache die Tore und die Pforten und die Mysterien.

Suche mich mein Kind, in der Dunkelheit des Lichts,

an den Orten die keine Orte sind,

zu den Zeiten außerhalb der Zeit,

dort wirst du mich finden

und meine Segnungen erfahren.

Die Worte des Lichtbringers:

Viele Menschen fürchten mich, meine Macht ängstigt sie, meine Segnungen

und Geschenke werden von vielen verleugnet.

Sie glauben ich sei böse, der Teufel, der Widersacher ihres strafenden

Gottes- doch mit diesem habe ich nichts zu schaffen.

Manche glauben ich sei ein gefallener Engel, für meine Sünden in die Tiefen

der Hölle verbannt, die in ihrer Sicht seitdem mein Reich ist.

Doch wer könnte mich verbannen, wer hätte die Macht dazu? Mich der ich der

Geliebte der dunklen Mutter bin. Mich der ich lange vor den Göttern schon aus ihrem

Schoß entsprungen bin.

Aus ihrer Liebe bin ich entsprungen, lange vor der Schöpfung, lange bevor die Welten

des Geistes und die Welten des Fleisches geboren wurden, aus dem fruchtbaren Leib

der jungfräulichen Göttin.

Ich war das erste Licht, dass die Dunkelheit der Göttin erfüllt hat, ich bin das Feuer der

Lichtbringenden Göttin, aus ihrer Liebe zu sich selbst ward ich geboren, aus ihrer Ekstase

wurde mein Feuer entzündet, geboren durch ihre Selbstliebe.  Und ich, ihr Licht, ihre

Flamme, die andere Hälfte ihres Seins,

vereinigte mich mit ihr, aus unserer Ekstase wurden die Welten geboren, aus ihrem

dunklen Leib, der zuvor mir das Leben schenkte.

Und wir liebten unsere Schöpfung, all die Wesen, Geister und

Götter welche aus ihrem Leib entsprungen sind, wurden von unserer Liebe erfüllt.

Und durch unsere Liebe, die in den Herzen aller Geister, Götter und Geschöpfe  brennt,

vereinigten sie sich, in Freude und Ekstase und setzten die Schöpfung fort,

bis zum heutigen Tag und bis zu jenem fernen Tag,

an dem alles wieder in den Leib der dunklen Mutter zurückkehren wird.

Denn alles ist von ihr.

Und alles kehrt zu ihr zurück.

Wegen unserer Liebe für die Schöpfung, entfernte ich mich von meinem Ursprung,

stieg hinab in die Welten des Fleisches und des Geistes, in die Natur, den Mantel der

dunklen Mutter. Ich erfüllte die Welten mit meinem Licht, mit dem Licht der Göttin

und mit ihrer grenzenlosen Liebe.

Und ich erkannte, dass ich den Ursprung meines seins,

die dunkle nährende Mutter nie verlassen

habe, denn ihre Macht und ihre Liebe erfüllt alles, denn alles ist ein Teil von ihr und ihr

Geist erfüllt alles.

Ich bin das Feuer das in der Schöpfung brennt, das Selbst-Feuer, dass in den Herzen aller

Geschöpfe scheint, die Schönheit des Selbst. Ich lehre, dass alles heilig ist,

das alles vom göttlichen Geist und der

Grenzenlosen Liebe der Göttin erfüllt ist,

dass kein Wesen jemals vom göttlichen abgeschnitten ist,

denn mein Licht- das Feuer der Göttin brennt im Wesen jedes Geschöpfes.

Meine Geschenke und Segnungen, sind die Freuden des Fleisches

und die Ekstase des Geistes,

Sex, Tanz, Musik, Trance, Magie, Divination-

all dies wird von mir gesegnet, denn all diese Dinge

bringen euch Menschen näher an das Göttliche- oder helfen euch dabei es zu erkennen.

Ich erscheine den Menschen als schöner Mann, erfüllt von einem übernatürlichen Schein,

oder als der Gehörnte. Halb Mann, halb Tier, mit gespaltenen Hufen,

gekrönt von den Hörnern des Widders,

des Stiers oder des Bocks.

Ich bin der Herr über alles was wild und fei ist, sowohl im Inneren wie im Äußeren.

Ich erscheine auch als dunkler Mann, der die Mysterien lehrt oder auch in der Gestalt von

Tieren, denn diese sind in ihrem Herzen wild und frei.

Mein Reich ist nicht das Höllenfeuer-

so wie jene die mich fürchten und verleugnen glauben.

Sondern mein Reich ist unter euch, inmitten der Schöpfung,

denn alles ist heilig und von dem Geistder Mutter erfüllt.

Ich bin das Licht ihrer Fackeln, die Liebe in ihrem Herzen, das Feuer mit dem sie alles

Lebendige beseelt. Ich bin der Kelch in ihren Händen, aus dem sie ihren Segen ausgießt, ich

bin der schwarze Hund an ihrer Seite,

ich bin anwesend in den Schlangen die sich in ihrem Haar winden, ich bin die

Frucht des Lebens, die in den Händen der Göttin liegt und in deren Inneren die Seelen der

Toten ruhen, so wie die Samen in der Frucht.

Ich bin der Dolch der Göttin, mit dem sie Tod und

Transformation bringt, denn ohne Tod wäre kein neues Leben möglich.

Ich bin der Stier, der Bock, der Widder,

deren Blut in früheren Zeiten der Göttin geopfert wurden und deren Fleisch die

Menschen nährte.  Ich bin der Schlüssel der Göttin und das Tor zu ihren Mysterien.

Wer mich sucht, sucht auch sie, wer mich findet, findet auch sie.

Ihr seid die Kinder der Göttin, vergesst niemals das ihr ein Teil von ihr seid, dass ihr

göttlicher Geist euch erfüllt, wo immer ihr seid. Erkennt die Schönheit in eurem Inneren,

feiert, tanzt, singt, musiziert und liebt euch. Liebt euch selbst und erfreut euch an eurer

Schönheit, an dem Sternenlicht, dass in eurem Inneren brennt.

Denn alles was Liebe in den Herzen erweckt wird durch mich gesegnet und bringt

euch der Göttin näher- denn alle Riten der Freude sind ihre Rituale,

denn Liebe ist ihr Gesetzt,

grenzenlose Liebe.

Die Offenbarung der Göttin

Veröffentlicht von hekatetempel am Januar 29, 2011
Veröffentlicht in: heidnische Spriritualität. Schlagwort: Diana, Göttin, große Göttin, große Mutter, Hekate, Isis, Königin der Götter, Sternengöttin. Hinterlasse einen Kommentar

Der Folgende Text ist von Doreen Valiente geschrieben, sie hat die Rituale des Wicca und vieler moderner Hexen durch ihre Poesie beeinflusst. Nachdem sie aus den Wicca Coven von Gerald Gardner austrat- wurde sie ein Mitglied in einem Zirkel der traditionellen Hexerei- dem Clan of Tubal-Cain.
Die Offenbarung der Göttin ist einer der schönsten Beschwörungen der großen Göttin, Doreen Valientes Text ist stark an die Worte der Aradia in dem Buch Aradia
die Lehre der Hexen angelehnt. Aradia gibt den Hexen dort Anweisungen, wie sie die Göttin am besten beschwören. Der Text von Doreen Valiente legt die Worte nicht Aradia in den Mund, sondern der Göttin selbst- sie offenbart sich direkt an ihre Söhne und Töchter.

„Höret nun die Worte der Großen Mutter, die den Menschen seit alten Zeiten als
Artemis, Astarte, Dione, Melusine, Aphrodite, Cerridwen, Diana, Arianrhod und
Bride, sowie unter vielen anderen Namen bekannt ist.

Wann immer ihr etwas begehrt, sollt ihr euch einmal im Monat, am besten
zu Vollmond, an einem geheimen Ort zusammenfinden und mich verehren, die ich die
Königin aller Hexereien bin. Versammelt euch an diesem Ort, die ihr begierig
seid, die ganze Zauberei zu erlernen, doch die tiefsten Mysterien noch nicht
erfahren habt, und ich werde euch Dinge lehren, die euch bis jetzt noch
unbekannt sind. Und ihr sollt frei von Sklaverei sein, und als Zeichen, dass ihr
wirklich frei seid, sollt ihr bei euren Ritualen nackt sein, und ihr sollt
tanzen, singen, feiern, musizieren und euch lieben, alles mir zu Ehren. Denn
mein ist die Ekstase des Geistes und mein ist die Freude auf Erden, denn mein
Gesetz ist die Liebe zu allen Wesen.

Haltet eure höchsten Ideale rein, strebt immer nach ihrer Erfüllung, lasst euch
durch nichts aufhalten oder ablenken. Denn mein ist das geheime Tor, das den Weg
zur Jugend öffnet, und mein ist der Kelch, der den Wein des Lebens enthält, der
Kessel der Cerridwen, der der Heilige Gral der Unsterblichkeit ist.

Ich bin die gütige Göttin, die die Gabe der Freude in die Herzen der Menschen
legt. Auf Erden schenke ich das Wissen des ewigen Geistes und jenseits des Todes
gebe ich Frieden, Freiheit und ein Wiedersehen mit jenen, die bereits von uns
gegangen sind. Auch verlange ich kein Opfer, denn seht, ich bin die Mutter alles
Lebendigen und meine Liebe vergieße ich über die ganze Erde.“

Zu der Offenbarung der Göttin wird oft noch ein anderer Text von Doreen
angefügt- die Worte der Sternengöttin, auch dieser ist stark durch das Aradia
Buch beeinfluss und wird von vielen Hexen benutzt, um die Invokation der Göttin zu unterstützen.
„Höret nun die Worte der Sternengöttin,zu deren Füßen die Weite des Himmels wie
Staub liegt und deren Leib das Universum umfasst.

Ich bin die Schönheit der grünen Erde
und der weiße Mond inmitten der Sterne,
das Mysterium der Gewässer
und die Sehnsucht im Herzen der Menschen,
Ich rufe eure Seelen, sich zu erheben und zu mir zu kommen,
denn ich bin die Seele der Natur, die dem Universum Leben schenkt.

Aus mir gehen alle Dinge hervor und zu mir müssen alle dinge zurückkehren.
Und vor meinem Angesicht, geliebt von Göttern sowie Menschen,
soll sich euer innerstes göttliches Selbst in der Verzückung der Unendlichkeit
entfalten.

Verehrt mich mit frohlockendem Herzen,
denn siehe, alle Akte der Liebe und der Freude
sind meine Rituale.

Lasst in euch sein
Schönheit und Stärke,
Kraft und Mitgefühl,
Ehre und Demut,
Heiterkeit und Ehrfurcht.

Und ihr, die ihr mich erkennen wollt, wisset,
dass all euer Suchen und Sehnen vergeblich sein werden
wenn ihr das Mysterium nicht kennt:
Wenn ihr das, was ihr sucht, nicht in eurem Inneren findet,
werdet ihr es im Außen niemals finden!“

Imbolc- Fest des Erwachens

Veröffentlicht von hekatetempel am Januar 26, 2011
Veröffentlicht in: heidnische Spriritualität. Schlagwort: Hexensabbat, Imbolc, Jahreskreis, Lichtmess, Oimelc, Sabbat, Schwellenfest. Hinterlasse einen Kommentar

Imbolc steht vor der Tür, im modernen heidnischen Brauchtum wird dieses Fest am 1. oder 2. Februar gefeiert. Imbolc ist einer der vier großen Hexensabbate, eines der Schwellenfeste. Das wachsende Licht wird gefeiert, das wieder erwachen der Erde und das erste unterschwellige hereinbrechen des Frühlings. Genau wie die anderen Schwellenfeste macht es meiner Meinung nach wenig Sinn, diesen Sabbat auf einen bestimmten kalendarischen Tag zu legen. Der genaue Zeitpunkt dieses Festes kann lokal ganz unterschiedlich sein, wenn die ersten Schneeglöckchen ihre weißen Blüten offenbaren und die Zweige der Weiden mit den weißen Kätzchen geschmückt sind. Der Zeitpunkt indem die Schlangenkraft der Erde zu neuem Leben erwacht.

In früheren Zeiten gab es zu Imbolc die ersten Lämmer im Jahr und somit auch die erste Schafsmilch, und auch der Namen dieses Festes wird von vielen mit diesem Ereignis verbunden.

Imbolc ist vor allem ein Fest des Feuers, des Lichtes und der Reinigung. Die unterweltliche dunkle Phase, die mit Samhain begann und zu Yul ihren Höhepunkt erreichte, endet nun, die Pforten zur Unterwelt werden wieder fester und sind schwieriger zu öffnen, als in der Dunklen Zeit des Jahres. Gleichzeitig beginnt die Zeit des Wachstums und des wachsenden Lichts.

Es ist ein guter Zeitpunkt um sich zu reinigen und von unerwünschten Energien zu befreien. Auch das Heim sollte sowohl physisch als auch magisch-energetisch gereinigt werden. Es ist auch eine gute Zeit Kerzen herzustellen oder gekaufte Kerzen zu segnen, auch um Amulette aus Weidenzweigen zu fertigen oder die Hexenbesen herzustellen. Ebenso um die Hexenbesen die man schon länger nutzt, neu zu segnen und mit Kraft zu laden.

Die Hexenkönigin wechselt ihre Gestalt, aus der dunklen Mutter und Herrin über die Geister wird nun die jugendliche fackeltragende Göttin, deren Licht Wärme und Leben bringt.

 

Die Werkzeuge der Hexenkunst – Der gegabelte Stab

Veröffentlicht von hekatetempel am Januar 7, 2011
Veröffentlicht in: Hexerei. Schlagwort: gegabelter stab, hexe stab, hexenstab, stang. Hinterlasse einen Kommentar

Auf alten Holzstichen werden Hexen oft mit gegabelten Stäben dargestellt, entweder halten sie diese in den Händen, oder reiten auf ihnen- ähnlich wie auf dem archetypischen Hexenbessen.

Der gegabelte Stab hat eine Y Form. Ähnlich einer zweizinkigen Heugabel. Und ist ungefähr so hoch wie die Hexe, die ihn benutzt.

Der Ursprung dieser Stäbe liegt im Verborgenen, doch es gibt einige Theorien darüber, was genau diese Stäbe darstellen sollten. Einige vermuten es handelt sich um leere Spinnrocken, oder um Heu- oder Mistgabeln. andere halten die gegabelten Stäbe auch für Ofengabeln mit denen man früher die Brote aus dem Backofen geholt hat.

Heute wird der gegabelte Stab von traditionellen Hexen meist als ein besonderer Wanderstab benutzt. Bei den Wanderungen der Hexe soll der Stab die Schlangenkraft der Erde in sich aufnehmen und speichern. Er wird auch als eine Art mobiler Altar verwendet, er wird in die Erde gesteckt, so dass er aufrecht steht. Und dann wird er mit Jahreszeitlichen Dingen geschmückt und stellt das Zentrum der Ritualarbeit dar. In einigen Traditionen wird er auch in bestimmte Himmelsrichtungen gestellt, um als eine Art Torwächter zu fungieren. Er symbolisiert den Weltenbaum und verbindet die Mittelwelt mit den Reichen der Unterwelt und den himmlischen Sphären. Er wird auch als ein Symbol des gehörnten Gottes gesehen und mit Ziegen, Widder oder Stierhörnern (oder auch Schädeln) im Zentrum der Gabelung geschmückt. In einigen Traditionen wird er auch als eine Darstellung des geweihtragenden Gottes verwendet- in diesem Fall wird die Gabelung mit Geweihen geschmückt. In anderen Traditionen wiederum symbolisiert der gegabelte Stab die Dualität der Hexenkönigin und des Gehörnten, ebenso wie die Gegensätze des Seins (Licht, Dunkelheit, Leben, Tod, Tag, Nacht etc.). Auch als ein Symbol der Wegkreuzungen wird der Stab gesehen.

Ähnlich wie der Besen ist der Stab ein sehr praktisches Werkzeug, neben der oben genannten Symbolik und Verwendung, wird er auch genutzt um den Hexenkreis zu ziehen, in der Trance als Hilfsmittel um diese zu verstärken und auch als ein Transportmittel während der geistigen Reisen in der Trance.

Ich persönlich benutze für die Riten in meinem Heim den Besen, auch für die Trance Reisen. Den Stab verwende ich bei Riten die ich draußen durchführe.

Sonnenwend Zauber

Veröffentlicht von hekatetempel am Dezember 21, 2010
Veröffentlicht in: Hexenkunst- Handwerk eines Hexers. Schlagwort: Glückszauber, Kerzenzauber, Magie, Sonnenwende, Wintersonnenwende, Zauber. Hinterlasse einen Kommentar

Dieser Zauber kann nach der Wintersonnenwende durchgeführt werden, wenn die längste Nacht des Jahres vorüber ist und die Tage wieder wachsen. Dieser Zauber wird gewirkt um das eigene Leben positiv zu verändern und gute Kräfte anzuziehen. Dieser Zauber kann auch gewirkt werden um auf andere Menschen, die einem am Herzen liegen positiv einzuwirken.

Wenn du diesen Zauber für dich selbst ausführst, visualisiere dich selbst als einen strahlenden Stern, voller Lebensfreude. Wenn du den Zauber für einen anderen Menschen ausführst, visualisiere diesen so bildlich wie möglich, wie er wie ein Stern von innen heraus strahlt, glücklich ist und voller Kraft und Harmonie.

Hilfsmittel:

Kessel (oder eine Schale)

1 Kerze aus Bienenwachs

Ätherisches Orangenöl und etwas Sonnenblumen Öl

3 Lorbeerblätter

Immergrüne Zweige (beispielsweise von Koniferen, Efeu, Mistel, Immergrün).

 

Vorbereitung:

Versetze dich in eine leichte Trance, reinige dich und verbinde deine innere Kraft mit der Kraft der Natur (beispielsweise durch das Erden und Zentrieren, Prana-Atmung oder den Hexenstern).

Ob du diesen Zauber in einem Hexenkreis oder Magischen Kreis durchführst, ist dir überlassen, verwende die Ritualstruktur die dir passend erscheint.

Gib 3, 7 oder 9 Tropfen des Orangenöls in etwas Sonnenblumenöl (ca. 10-30 ml), halte das Öl in deinen Händen und lass die Kraft aus deinem Inneren durch deine Hände in das Öl fließen. Diese segnet das Öl und lädt es mit Kraft auf. Visualisiere dabei das Licht der Sonne, hell, warm, heilend, harmonisch.

Reibe die Kerze mit dem Öl ein, von dem Docht aus zu dir. Visualisiere auch dabei das Licht der Sonne. Stell die Kerze dann in den Kessel (oder die Schale) und leg mit den immergrünen Zweigen einen Kreis um die Kerze. Die Lorbeerblätter legst du auf diesen Kreis.

Halte deine Hände über den Kessel, lass die Kraft aus deinem Inneren in die Hilfsmittel fließen, du segnest sie und erfüllst sie mit Kraft. Visualisiere dabei das Licht der Sonne.

Entzünde dann die Kerze, sprich dabei: „Diesse Flamme entzünde ich im Namen von …(nenne deinen Namen wenn der Zauber für dich ist, oder den Namen der Person, für welche du den Zauber wirkst) mögen die Geister des Lichts und der Sonne … (Namen einfügen) segnen, leiten und schützen.“

Halte deine Hände links und rechts neben die Kerzenflamme, lass die Kraft aus deinem Inneren fließen, in das Licht der Kerzenflamme. Visualisiere dabei eine Sonne, die in der Kerzenflamme brennt, heller und heller. Visualisiere dann dich selbst oder die Person für die du den Zauber wirkst. So lebendig wie möglich. Du/sie strahlt wie ein Stern, erfüllt von Lebensfreude, Glück und Kraft, voller Harmonie. Das Licht komme aus dem Inneren und schafft um dich/die Person herum Glück, Wohlstand und Gutes. Visualisiere und fühle das Bild, das Licht und das Glück.

Beginne dann zu sprechen: “ Ihr Geister der Sonne, des Lichtes Quell, macht …(Name) Zukunft strahlend und hell!“ Sprich diesen Spruch immer wieder und leite die Kraft dabei in die Kerzenflamme, visualisiere dabei das oben beschriebene Bild. Wenn du glaubst es ist genug, lass alle Kraft durch dich in die Flamme fließen und sprich dann: „So sei es“. Du kannst auch feste Wiederholungen des Spruchs verwenden, beispielsweise 3 oder 9. Oder ein vielfaches von 3 oder 9.

Verbrenne dann nacheinander die drei Lorbeerblätter in der Kerzenflamme um den Zauber zu beenden.

Lass die Kerze abbrennen und übergebe die Reste der Kerze und der Kräuter einem fließenden Gewässer (du kannst die Kerze auch löschen und den Zauber 3 oder 9 Mal an anderen Tagen wiederholen.

Lass alle überschüssige Kraft in die Erde sinken. Kehre zurück aus der leichten Trance. Iss und trink etwas.

Um den Zauber zu verstärken:

Führe ihn in einem Hexenkreis oder Magischen Kreis durch.

Führe ihn zu Mitternacht oder der Morgen- und Abenddämmerung durch.

Führe ihn am Herd durch, oder an einer Wegkreuzung, Waldlichtung oder einem anderen Schwellenort.

Verwende Dinge von den Personen, für die du den Zauber wirkst, Nägel, Haare, Kleidung die getragen wurde, um die Verbindung zu stärken.

Verbinde dich vor dem Zauber mit den Elementen und deinen Familiaren und Hilfsgeistern, bitte sie darum den Zauber zu stärken.

Analogien:

Die Kerze symbolisiert das Feuer- die Kraft der Sonne- Glück und Lebensfreude. Bienenwachs symbolisiert Glück und soll symbolisch das Leben desjenigen versüßen, für den der Zauber gewirkt wird. Orangenöl und Sonnenblumenöl symbolisieren die Kraft der Sonne, Glück, Harmonie. Die immergrünen Zweige symbolisieren die Lebenskraft, die selbst im Winter weiterhin wirkt. Die Lorbeerblätter sollen Glück und Erfolg anziehen.

 

Mitwinter, Jul, Wintersonnenwende

Veröffentlicht von hekatetempel am Dezember 21, 2010
Veröffentlicht in: heidnische Spriritualität. Schlagwort: Jul, Midwinter, Mitwinter, Rauchnächte, Weihnachten, Wintersonnenwende, Yul. Hinterlasse einen Kommentar

Heute ist die längste Nacht des Jahres, gleichzeitig wird das Licht wiedergeboren und die Tage werden wieder langsam heller.

Das Licht Luzifers entspringt aus dem dunklen Leib der Göttin, in der dunkelsten Zeit des Jahres. Sein Licht ist nicht nur das Licht der Sonne, sondern auch das Licht der Kerzen, die in dieser Jahreszeit unsere Heime erhellen, das Licht des Herdes, dass uns Wärme und Geborgenheit bringt.

Die Heime sind mit immergrünen Pflanzen geschmückt, Tannen, Kiefern, Fichten, Wacholder, Zypressen oder auch mit den Zweigen der giftigen Eiben. Auch mit Misteln, Immergrün oder Efeu- alles Symbole des Lebens, dass selbst im Herzen des Winters das Leben andauert, die Natur nur schläft und das ihr grüner Mantel bald wieder von neuen zum Leben erwacht. Die Flammen von Kerzen bringen Behaglichkeit ins Heim, sie bringen Licht in die Dunkelheit, die in dieser Zeit des Jahres alles umgibt. Und die Flammen der Kerzen bringen auch Licht in unsere Herzen.

In den modernen Kalendern, ist die Wintersonnenwende der Anfang des Winters. Aus magisch-spiritueller Sicht ist dies allerdings die Mitte des Winters, der Höhepunkt dieser Jahreszeit und dies spiegelt sich auch noch in der alten Bezeichnung für dieses Fest wieder- Mitwinter.

Mit der Wintersonnenwende beginnen auch die geweihten Nächte, die Rauhnächte eine besondere Schwellenzeit. Eine Zeit der Geister, der Orakel, des Zaubers und der Magie. Bis heute hat sich vielerorts Brauchtum erhalten, für diese besondere Zeit des Jahres.

Der geweihtragende Gott

Veröffentlicht von hekatetempel am Dezember 5, 2010
Veröffentlicht in: Hexerei. Schlagwort: Cerne, Cernunnos, Gehörnter, gehörnter Gott, geweihtragender Gott, Herne, Karnayna. Ein Kommentar

Ich rufe dich an,

alter Herrscher,

aus längst vergangenen

Zeiten,

Jäger, Gejagter,

Grund zum Jagen,

Herr der Wildnis,

Herr des Waldes,

aus den Tiefen

deiner Reiche,

komm zu mir,

ich stehe in den

Resten des

alten Waldes,

der einst

alles bedeckte

und heute

fast nur noch

Erinnerung ist.

Deine Namen sind längst

vergessen, verschwunden

wie deine Wälder,

doch du verweilst.

Wir erinnern uns,

geweihtragender

Gott,

schwarzer Hirsch,

umgeben von

ausgeblichenen Knochen,

unergründlich,

unbezwinglich,

ursprünglich,

Nimm mein Opfer an.

Im modernen Heidentum, Wicca und der modernen Hexerei wird zwischen dem gehörnten Gott und dem geweihtragenden Gott nur wenig unterschieden. Der geweihtragende Gott ist für viele nur eine andere Erscheinung des Gehörnten. Und oft wird im modernen Heidentum der Gott als der Gehörnte bezeichnet und mit dem Geweih eines Hirsches dargestellt.

In der traditionellen Hexenkunst werden der Gehörnte und der geweihtragende Gott zwar unterschieden, aber doch scheinen sie miteinander verbunden zu sein. Der geweihtragende Gott wird vor allem in England verehrt, von den traditionellen Hexen. Und dort ist er auch neben dem gehörnten Teufel mit den Hexen verbunden.

Für mich sind der gehörnte Gott und der geweihtragende Gott zwei sehr unterschiedliche Wesen. Beide Gottheiten sind mit der Natur verbunden, mit der Wildnis und der Tierwelt und beide haben auch einen Bezug zur Magie- doch in unterschiedlichen Arten. Während der gehörnte Gott auch mit der domestizierten Natur verbunden ist- mit den Feldern, den Nutztieren und den Angelegenheiten der Menschen, ist der geweihtragende Gott hier nicht anzutreffen. Der Gehörnte ist ein Grenzgänger, zwischen den Ebenen, am leichtesten ist es ihn an den Grenzen zu begegnen. Der geweihtragende Gott gehört nicht in die zivilisierte Welt der Menschen. Sein Reich ist das Herz des Waldes, die Tiefe der Wildnis. Und dort begegnet man ihm- in den Resten der Wildnis. Der geweihtragende Gott ist sehr ursprünglich, der Herr der Jagd und der Sammler. Einst sicherte sein Segen das Überleben der Stämme, er schenkte ihnen Jagdbeute, lehrte den Jagdzauber, das Wissen um die Geheimnisse der Wildnis. Doch als die Menschen sesshaft wurden, Siedlungen gründeten, Ackerbau und Tierzucht betrieben, war er nicht mehr wichtig für das Überleben. Die Jagd war nicht mehr die Lebensgrundlage.

Einst bedeckten riesige Waldflächen ganz Europa, die Siedlungen waren nur kleine Lichtungen im Wald. Heute ist es eher andersherum, die Wildnis verschwindet, die Wälder sind gezähmt. Doch die Reste der heutigen Wälder können ein Tor in das Reich des geweihtragenden Gottes sein.

Wenn ich mich mit ihm verbinde, fühlt er sich anders an, als der Gehörnte. Sie sind zwar ähnlich, aber doch wieder ganz anders. Die Ekstase des Gehörnten ist pure Freude, die Ekstase des geweihtragenden Gottes ist dunkler, ursprünglicher. Der Kampf um das Überleben, die Jagd, die Flucht, Angriff, Verteidigung. Beide Gottheiten sind mit den Geistern verbunden, den Geistern der Natur und des Landes. Doch wieder fühle ich dabei Unterschiede. Der Gehörnte ist neben den Naturgeistern auch mit den Geistern von uns Menschen verbunden, der geweihtragende Gott ist mit älteren Geistern verbunden. Wesen die vor sich hin schlummern, ursprüngliche Wesen, sie ruhen, gehören nicht mehr ganz in diese Welt. Er ist auch mit Ahnen von uns verbunden, doch diese fühlen sich weit entfernt an. Anders als unsere eigentlichen Ahnen,  vielleicht unsere ersten Ahnen, Ahnen anderer Menschengeschlechter? Sie sind uns ähnlich aber uns nicht gleich. Die Magie mit der der geweihtragende Gott verbunden ist, ist ursprünglicher, wilder, ungezähmter- Magie zum Wohle des Stammes, Magie um das Überleben zu sichern, Jagdzauber. Der Gehörnte ist eher mit der heutigen Magie verbunden, Magie um Dinge zu verändern, in andere Richtungen zu lenken. Und auch Magie für eigene Ziele, um das eigene Leben zu verbessern. Ich bringe den geweihtragenden Gott mit der Farbe weiß in Verbindung- weiße längst verblichene Knochen, Schnee und Eis.

Bei einigen meiner Rituale war er anwesend- ohne direkt gerufen worden zu sein. Meist geschah dies bei Ritualen im Wald, bei einem besonderen Baum. Er war anwesend im Kreis, aber eher im Hintergrund. Nach einem dieser Rituale habe ich einen Schädel eines Rehbocks gefunden. Er ist für mich zu einem Symbol für ihn geworden. Ich habe diesen in meinem Herdschrein, der Schädel stellt für mich eine Verbindung zu der ursprünglichen Wildnis her, zu dem Reich des geweihtragenden Gottes. Ich rufe ihn bei meinen Riten nicht direkt an, nur wenn ich der Hexenkönigin, dem Gehörnten und meinen Geistern Opfergaben bringe, dann bekommt er auch ab und an einen Anteil besonders zu Schwarzmond.

Symbole: Geweihe und Schädel von geweihtragenden Tieren, Schlangen, Knochen, ungezähmte Natur. Der gegabelte Stab, Pfeil und Bogen, Lagerfeuer. Der Hexenstern (wie ein Eiskristall).

Tiere: Hirsch, Elch, Rentier, Rehböcke, Wildschweine, Wölfe, Bären, Wildtiere.

Räucherwerk: Tanne, Fichte, Lärche, Waldlaub

Opfergaben:  dunkles Bier, Fleisch, Blut, Speiseopfer

Er kann uns helfen Kontakt zu unserer wilden Seite zu erlangen, Kontakt zur Wildnis, zu alten Geistern der Natur, Feen/Elfen (als Totengeister die eine Verbindung zum Land eingegangen sind). Er kann uns Schutz geben und Kraft.

 

 

Die Götter der Hexenkunst: Herr des Sabbats

Veröffentlicht von hekatetempel am Dezember 5, 2010
Veröffentlicht in: Hexerei. Schlagwort: Dionysos, gehörnter Gott, Hexe, Hexensabbat, Luzifer, Pan, Teufel. 2 Kommentare

Wir rufen dich,

gehörnter Meister,

Herr des Sabbats,

Herr der Freude

und der Ekstase,

Herrscher über alles

was wild und frei ist,

Bringer von Fruchtbarkeit,

Reichtum und Segen,

komm zu uns!

Als schwarzer Hund zur Mitternacht,

geschmückt mit Widderhörnern,

in Gestalt eines schwarzen Stieres,

als Bock des Sabbats,

oder in der Form einer Katze,

einer Schlange, einer Kröte,

oder als schöner dunkler

Mann.

Lichtbringer,

Herr der Kreuzwege,

Hexenmeister

Luzifer, Sabazios, Janicot!

Bring uns dein Licht,

das Feur der Göttin,

das zwischen deinen

Hörnern scheint.

Der Herr des Sabbats, der Meister der Hexen, der gehörnte Gott, all dies sind Titel mit denen der Gott der Hexenkunst in der traditionellen Hexerei angerufen wird.

Er erscheint als Mischwesen, der Unterkörper eines Ziegenbocks, der Oberkörper eines Menschen, sein Haupt krönen Widder-, Ziegen- oder auch Stierhörner und zwischen seinen Hörnern brennt ein helles Licht. Er ähnelt in seiner Gestalt dem antiken Pan, auch in seinem Wesen entspricht er dieser Gottheit in vielem.

Der Gehörnte ist ein sehr vielgestaltiger Gott, er ist der Herr über die Wildnis, sowohl im Inneren, wie auch im Äußeren. Doch er ist auch ein Gott der domestizierten Natur, er bringt Reichtum und Wohlstand- er vermehrt die Herden und lässt die Ernte auf den Feldern wachsen. Er verbindet die Welt der Menschen mit der unbezähmten Natur. Er ist auch ein Gott der Schwellen und Übergänge, der Herr der Wegkreuzungen und der Pforten zwischen den Welten. Man kann ihn leicht an den Schwellenorten treffen, Friedhöfe, Wegkreuzungen, Waldränder- und Lichtungen, Hecken. In diesem Aspekt ähnelt er der Hexengöttin. Doch während die Hexenkönigin die Herrin über diese Schwellen ist- oder besser gesagt die Schwelle selbst, das Tor- so ist der gehörnte Meister der Schlüssel, der Türöffner er kann ein Führer sein auf den Mysterien der Göttin. Er ist aufs innigste mit ihr verbunden- in der Mythologie der traditionellen Hexerei ist er das Licht der Göttin, das Feuer des Lebens, dass sie aus ihrem dunklen Leib spendet. Daher ist einer der Titel mit denen er in der traditionellen Hexenkunst angerufen wird Luzifer- der Lichtbringer. Er wird mit der Sonne verbunden, doch ist er nicht nur ein Licht- und Sonnengott er ist auch ein Gott der Dunkelheit und der Nacht, er vereint in sich die Gegensätze- Licht und Schatten so wie die Hexenkönigin selbst. Er ist das Feuer des Lebens, das alles lebendige beseelt und erfüllt und er ist auch die Schattenseite, die Dunkelheit im Licht, das Licht in der Dunkelheit, der Schatten den jedes Licht wirft. Er ist der Herr über die Geister, die er in der wilden Jagd anführt, er ist auch ein Gott der Zauberei und der Mysterien- ein Lehrmeister und Führer, Herr über die magischen und divinatorischen Künste. Er ist auch ein Gestaltswandler der sich in verschiedenen Formen offenbaren kann. Er hat auch eine Verbindung zur Unterwelt und kann Tore in diese öffnen. Er verbindet alle Reiche und Gegensätze: Göttlich-Profan, Unsterblich-Sterblich, Menschenwelt-Wildnis, Himmel-Unterwel, Mesch-Tier.

Er ist all das, was die christliche Kirche verteufelt hat- Sex, Lebensfreude, Ausgelassenheit, Tanz, Musik, Natur, Magie, Eigenmacht, Wissen. Die Erkenntnis das alles heilig ist und vom Geist des göttlichen erfüllt wird.

Die Sabbate der Hexen sind seine Rituale, Zeiten zwischen den Zeiten. Er ist der Gott der Hexen, der Hexenmeister, Spender von Wissen und Macht.

Symbole:

Der gegabelte Stab, Ziegen- oder Widderschädel, Stierhörner und Schädel, der Drudenfuß, die Laterne (Feuer, Licht), Dinge aus der Natur können die Verbindung zu ihm stärken.

Räucherwerk: Weihrauch, Kieferharz, Tannennadeln, Styrax, Zimt oder auch Patchuli passen zu ihm.

Am leichtesten ist es ihn an den Schwellenorten zu rufen, zu Schwellenzeiten. Vor allem an Waldrändern oder alten Hecken (die oft Wälder und Felder trennen).

Opfergaben: Roter Wein und Traubensaft, Früchte, dunkles Brot

Freude, Ekstase, Sexualität sind seine Geschenke- Freiheit und Ungebundenheit, Wissen und Macht.

Tiere: Ziegen, Widder, Stiere, der schwarze Hund, Katzen, Kröten, Schlangen, der Rabe, Tiere der Nacht und der Unterwelt.

 

Hoodoo

Veröffentlicht von hekatetempel am Dezember 4, 2010
Veröffentlicht in: Hexerei. Hinterlasse einen Kommentar

Wenn ich hier in diesem Artikel über Weiße und Schwarze schreibe, ist dies in keinster Weise rassistisch oder abwertend gemeint.

Über Hoodoo gibt es eine Menge Fehlinformationen, oft wird es in einen Topf mit Voodoo geschmissen und einfach gleichgesetzt. Dies ist aber nicht so, Voodoo ist eine Religion die sich aus den einheimischen Kulten der Diaspora in Amerika, Haiti und anderen Ländern entwickelt hat- in die Sklaven aus Afrika „importiert“ wurden. Die traditionelle Religion der Diaspora hat sich den regionalen Gegebenheiten angepasst und ist einen Synkretismus mit dem Christentum und auch indianischen Einflüssen eingegangen. Voodoo ist hauptsächlich in den französichen Kolonien entstanden, Santeria die „Schwesternreligion“ des Voodoo eher in den Spanischen. In den Kolonien die stark protestantisch geprägt waren- ging die Spiritualität der Sklaven fast vollkommen verloren- nur eine Volksmagie brodelte weiter im Untergrund.

Dann wird oft behauptet, Voodoo sei die Religion, Hoodoo die Magie des Voodoo. Auch dies stimmt nicht. Voodoo als Religion hat seine eigenen magischen Praktiken und Vorstellungen, die sich vom Hoodoo durchaus unterscheiden (natürlich gibt es auch Gemeinsamkeiten).

Auch die Aussage, dass Hoodoo nur von Schwarzen praktiziert wird und wurde ist falsch, Hoodoo wurde schon immer sowohl von Weißen und Schwarzen praktiziert, doch gerade in der schwarzen Bevölkerung Amerikas wurde Hoodoo im 19. Jahrhundert sehr populär, wahrscheinlich auch bedingt durch die oft schlechteren Lebensbedingungen. Auch in der weißen Bevölkerung wurde Hoodoo besonders in der ärmeren „Unterschicht“ populär.

Bevor ich weiter auf Hoodoo eingehen kann, muss ich erst etwas über die Volksmagie in Amerika schreiben. Die verschiedenen Einwanderer brachten auch ein ordentliches Päckchen an Aberglauben und Volksmagie mit. Diese vermischten sich mit Vorstellungen und magischen Praktiken der Eingeborenen und so entstand in Amerika ein buntes Gemisch an Volksmagie. Vor allem wurde bis auf die wenigen Hexenprozesse in Amerika die Volksmagie nicht verfolgt oder bestraft- im Gegensatz zu Europa und so konnte die Volksmagie in Amerika wachsen und gedeihen. Besonders wurde die amerikanische Volksmagie durch die „importierten“ Sklaven gewürzt und deren Vorstellungen und Praktiken vermengten sich mit dem bunten Gemisch, dass zuvor schon in Amerika brodelte. So war die Volksmagie in Amerika durch europäische, afrikanische und einheimische Einflüsse geprägt. Als im 18. Jahrhundert eine große Menge deutscher Siedler nach Amerika kamen, brachten auch diese ihre volksmagischen Traditionen mit (die hier in Deutschland selbst nur noch bruchstückhaft existieren) und diese vermengten sich wieder mit der damaligen amerikanischen Volksmagie. Diese deutsch-amerikanische Volksmagie wurde als Powwow bezeichnet. Powwow wiederum hat die Volksmagie die im 19. Jahrhundert als Hoodoo bezeichnet wurde stark geprägt.

Das Wort Hoodoo wurde im 19. Jahrhundert für die amerikanische Volksmagie gebräuchlich, vorher wurde diese als Conjure, Rootwork, Witchcraft und auch Tricking bezeichnet. Oft wird vermutet, dass Wort Hoodoo würde aus dem Afrikanischen kommen und wäre durch die Schwarzen entstanden. In Wirklichkeit wurde das Wort Hoodoo zuerst von irisch stämmigen  Seeleuten verwendet um einen bösen Geist auf einem Schiff zu bezeichnen- Hoodoo wurde als ein Wort für Spuk verwendet. Vermutlich wurzelt es in dem irisch-gälischen Wort Uath duh (gesprochen Hoo Doo), dieses wurde verwendet um böse Geister zu bezeichnen und wurzelt wohl in dem Wort für Weißdorn (dieser wird in der europäischen Hexerei verwendet um böse Geister auszutreiben).

Später wurde das Wort in Amerika als eine Bezeichnung für einen Zauber verwendet- wie beispielsweise auch hex, mojo, jinx oder charm. Bis Hoodoo ähnlich wie zuvor Powwow zu einem Synonym für die Volksmagie des 19. Jahrhunderts wurde.

Im 19. Jahrhundert wird jemand der Hoodoo professionell praktiziert als Hoodoo Man, Hoodoo Woman, Hoodoo Doctor oder einfach als Conjurer bezeichnet. Die Hoodoo Praktizierenden waren Spezialisten in ihrem Fach. Sie hatten Zugang zu Geistwesen, führten für die Menschen Divination aus und wirkten Magie, meist mit Hilfe von Pulvern, Ölen, Mojos (mit Kräutern, Tierteilen und Steinen gefüllte Zauberbeutel), diese wurden an die Klienten weitergegeben mit Anweisungen, wie diese zu benutzen sind. Daher stammen wahrscheinlich die Überlieferten Rezepte für die Hoodoo Rezepturen. Sie gaben ihren Klienten somit Anweisungen für volksmagische Rituale, die sich dann irgendwann verselbstständigten.

Spiritueller Hintergrund:

Der traditionelle Hoodoo des 19. Jahrhunderts ist stark christlich-jüdisch beeinflusst, neben den Rezepturen werden auch Psalme aus der Bibel zitiert um gewünschte Ziele zu erreichen, oder auch überlieferte christliche Gebete. Diese Einflüsse des Hoodoo stammen wahrscheinlich aus Powwow. Doch auch die andere Seite der Medaille hat dem Hoodoo Spiritualität eingehaucht. Der Schwarze Mann, Herr der Wegkreuzungen, der Teufel des Volksglaubens. In diesem hat sich in Amerika nicht nur das europäische heidnische Erbe erhalten, sondern auch jenes der Indianer und der schwarzen Sklaven. Der Teufel ist eine kulturelle Mischgestalt und wurde besonders für die Flüche im Hoodoo angerufen. Doch Hoodoo wurde auch ohne religiösen Hintergrund gewirkt. Heute ist Hoodoo an kein religiöses System gebunden und wird in die verschiedensten Religionen eingewoben.

Hoodoo ist in Amerika eine lebendige Tradition, im Gegensatz zu uns in Europa wo vieles nur Bruchstückhaft erhalten ist und viele Hexen versuchen aus diesen Bruchstücken etwas sinnvolles zu erschaffen. Auch durch Rekonstruktion von dem was Hexerei vielleicht in der Vergangenheit einmal war.

Ich persönlich fand Hoodoo immer faszinierend, europäische Hexen können aus dieser lebendigen Tradition von Volksmagie viel lernen. Vor allem bekommt man eine Ahnung, wie sich Hexerei oder Volksmagie hier in Europa hätte entwickeln können. Viele Hexen im deutsch sprachigen Raum sind mehr von Hoodoo beeinflusst, als sie es vielleicht wissen. Viele amerikanische Autoren, deren Bücher ins deutsche übersetzt wurden, waren in ihren magischen Praktiken von Hoodoo beeinflusst. Spontan fallen mir jetzt Gerina Dunwich, Silver Ravenwolf oder auch Scott Cunningham ein, viele Praktiken oder Kräuterkorrespondenzen in ihren Büchern entstammen aus Hoodoo, auch wenn sie diese mit Wicca vermengt und angepasst haben.

Wenn es um praktische Zauberei geht, können wir europäische Hexen viel von Hoodoo lernen, viele Dinge die ich praktiziere und die gut funktionieren habe ich aus dieser Tradition.

Besonderheiten:

In Hoodoo gibt es traditionelle Rezepturen. Oft wird mit Kräutermischungen gearbeitet. Diese werden im Hoodoo belebt, aus den Rezepturen werden sozusagen lebendige Wesenheiten- die Rezepturen sind von einem eigenen Geist erfüllt. Somit hat Hoodoo durchaus animistische Züge. Die Rezepturen bestehen meist aus Ölen (Ölauszüge von Kräutern, Wurzeln und auch tierischen Substanzen) oder aus Pulvern. Oft wird auch mit Kombinationen gearbeitet- in ein Öl das hergestellt und belebt wird, wird eine Prise passendes Pulver gegeben- in ein Pulver das hergestellt und belebt wird, werden ein Paar Tropfen passendes Öl gegeben. Auch Mojo Bags werden im Hoodo oft verwendet, Zauberbeutel aus Stoff die mit symbolischen Gegenständen, Kräutern, Pulvern gefüllt werden und mit Ölen beträufelt werden. Das besondere an den Mojo Bags ist, dass auch diese als belebt angesehen werden- der Geist des Mojos wird regelmässig durch das bestreuen mit Pulver oder beträufeln mit Öl genährt und gestärkt. Auch Flaschenzauber sind typisch- diese werden mit Pulvern, Ölen, symbolischen Substanzen gefüllt, belebt und verschlossen um gewünschtes Anzuziehen, unerwünschtes fernzuhalten oder auf andere Menschen zu wirken. Wenn Zauber im Hoodoo andere Menschen beeinflussen sollen, wird dies oft als laying of the trick bezeichnet. Die Zauber werden mit dem Menschen in Berührung gebracht, möglichst so, dass dieser das nicht merkt. Er soll nicht wissen, dass er mit einem Zauber belegt wurde. Meist werden die Zauber auf dem Grundstück des Menschen vergraben, an einem Weg den er oft geht, oder Pulver und Öle werden ihm vor die Haustür gestreut (geträufelt) oder über einen Weg der er gehen muss.

Kommerz:

Hoodoo wird heute stark kommerzialisiert, ursprünglich war es eine „Arme Leute“ Magie. Die Rezepturen bestanden aus Dingen, die einst den Alltag der Menschen erfüllt haben. Viele Kräuter wurden selbst gesammelt, oder man hatte sie selbst für die Küche, auch die Tierteile waren leicht zu beschaffen. Je nach Region unterscheiden sich auch die Rezepturen daher- da man das verwendet hat, was man hatte. Für uns Europäer ist als Beispiel High John the Conquerer Root etwas exotisches. Aber in der Region aus der die erhaltenen Rezepte stammen, die diese Wurzel verwenden, ist sie erreichbar, da diese dort wächst. In anderen Regionen hat man diese vielleicht durch etwas anderes ersetzt. Alle Rezepturen wurden per Hand hergestellt, die Rezepturen wurden belebt und so zu etwas besonderem. Heute werden viele der Hoodoo Rezepturen maschinell hergestellt aus minderwertigen Substanzen- Massenware. Was dem Geist des Hoodoo widerspricht. Statt Kräuter werden synthetische Öle verwendet, Konservierungsstoffe und künstliche Farbstoffe werden den Rezepturen zugefügt, ich kann mir nicht vorstellen, dass in diesen Rezepturen irgendwas energetisch-magisches steckt. Doch hier und da findet man noch Hoodoo Praktizierende, die Rezepturen nach der Tradition herstellen.

Wenn du sicher sein willst, gute Qualität zu haben, dann stell die Rezepturen selbst her. Wenn du sie kaufst, achte darauf dass es keine Massenware ist, gute Rezepturen enthalten natürliche Rohstoffe und Kräuter. Wenn ätherische Öle verwendet werden, dann natürliche, keine Synthetischen. Wenn du ein Gefühl für Energie hast, spüre in die fertigen Rezepturen hinein, fühlst du Kraft, Energie, etwas lebendiges?

Hot Food Powder

Veröffentlicht von hekatetempel am Dezember 3, 2010
Veröffentlicht in: Hexenkunst- Handwerk eines Hexers. Schlagwort: Hexerei, Hoodoo, Hot Foot Powder. Hinterlasse einen Kommentar

Heute treffen sich drei Hexen um etwas Hot Food Powder zu machen.

Dies ist eine Hoodoo Rezeptur. Hoodoo ist amerikanische Volksmagie, die mich in meiner eigenen Praxis von Anfang an sehr beeinflusst hat. Es gibt überlieferte oder sollte ich besser sagen traditionelle Rezepte für die Pulver, Öle und andere Rezepturen. Doch gibt es nicht ein Rezept für eine gewisse Rezeptur, sondern mehrere. Jeder der Hoodoo praktiziert hat, hat die Rezepte etwas abgeändert, etwas zugefügt- so dass heute eine Vielzahl von Rezepten für die einzelnen Rezepturen erhalten sind. Ähnlich wie beim Kochen ist Hoodoo durchaus individuell und sobald man sich etwas auskennt in der Materie, wird man kreativ und entwickelt seine eigenen Rezepturen oder verändert die Überlieferten.

Hot Food Powder wird, wie der Name schon sagt, verwendet um jemanden oder etwas heiße Füße zu machen und zum verschwinden zu bewegen. Es wird benutzt um Negatives zu verbannen, seien dies nun negative Geister, Situationen oder auch Menschen. Es kann auch verwendet werden um Verhexungen zu neutralisieren aber ebenfalls auch um Menschen zu verhexen.

Hier ist mein Rezept für Hot Food Powder:

Meersalz,

richtig scharfe getrocknete rote Chilis,

schwarzer Pfeffer,

roter Pfeffer,

Lorbeerblätter,

Gewürznelken,

Knoblauch,

schwarzer Kardamom

und getrocknete Muskatblüte

Die Zutaten werden mit dem Mörser zerstoßen, bis je nach Vorliebe entweder eine grobe Kräutermischung oder ein Pulver entsteht.

In das fertige Pulver werden noch drei Tropfen bannendes Öl gegeben.

Danach wird das Pulver mit Kraft aufgeladen und zum Leben erweckt, die Rezeptur wird sozusagen lebendig, eine Art eigene Wesenheit. Die auf die Weise wirken soll, wie die Hexe es vorgibt (in diesem Fall um Unerwünschtes zu vertreiben).

Danach wird das Pulver verstreut, in Mojo Beutel gefüllt, verräuchert oder auf gesalbte Kerzen aufgetragen unter anderem. Wenn das Pulver andere Menschen beeinflussen soll, wird es mit dem Menschen in Kontakt gebracht (dabei wird das Pulver auf genau diesen bestimmten Menschen geprägt, damit es keine unbeteiligten beeinflusst). Es wird beispielsweise auf den Weg dieses Menschen gestreut, vor seine Haustür, in seine Kleidung oder Schuhe.

Die Götter der Hexenkunst: Die Hexenkönigin

Veröffentlicht von hekatetempel am Dezember 3, 2010
Veröffentlicht in: Hexerei. Schlagwort: Aradia, Bensozia, Diana, Domina Ludi, Erodiade, Göttin, Geister, große Göttin, große Mutter, Hekate, Herodias, Hexe, Hexengeschichte, Hexenkunst, Hexensabbat, Hexerei, Holda, Lady of Elfhame, Madamm Uriente, Nicnevin, Oriente. 2 Kommentare

Wir rufen dich und beschwören deine Macht,

Weberin, Spinnerin, Herrscherin

Weberin der Welten,

Spinnerin des Schicksals,

Herrscherin aller Reiche,

dunkle Mutter,

alles entspringt aus dir,

alles kehr zu dir zurück,

Lichtbringende,

Jungfrau,

Beschützerin

von Herd und Heim,

Herrin über die Geister

und die Ungeborenen,

Beschützerin der Pforten

und Tore,

Herrin der Wegkreuzungen,

Königin der Hexen,

Hekate, Holda, Habondia,

durch das Blut in unseren

Adern rufen wir dich

an!

Unser Blut,

dein Blut,

erfülle uns!

Die Hexenkönigin ist, in der Mythologie der traditionellen Hexerei, der Ursprung allen Seins. Die große kosmische Göttin, die dunkle Mutter, aus der ersten Dunkelheit entsprungen, Bringerin des Lichts und Quell und Leib aller Welten. Sie hat viele Namen und hat im Laufe der Zeit in den verschiedenen Kulturen die verschiedensten Namen und Titel erhalten- doch möchte ich hier betonen, dass sie nicht die EINE große Göttin ist, wie sie im Wicca gesehen wird. Sie ist die erste Göttin, der Ursprung, doch sie ist nicht die einzige Göttin, auch wenn sie viele Erscheinungsformen hat und viele Gesichter, gibt es neben ihr noch eine Vielzahl von anderen Göttinnen.

Sie ist die Göttin allen Wandels, der Veränderung, der Transformation, daher ist sie auch die Göttin der Magie, denn jeder Wandel entspringt aus ihr. Sie ist die Herrin des Schicksals, das Netz des Schicksals entspringt aus ihr, die Schicksalsgöttinnen weben IHR Netz. Aus ihr entspringt der Kosmos- die materielle Welt, diese umgibt sie wie ein Mantel, ein Teil von ihr. Aus ihr entspringt auch die Weltseele, die Göttin beseelt die Natur und die Welten, sie ist ein Weltenbaum, ihre Kraft erfüllt alles.

Sie erschafft und zerstört, jedes Wachstum und jeder Verfall entspringt aus ihr. Sie ist auch der Ort der Rückkehr, alles was aus ihr entsprungen ist, kehrt eines Tages in ihren Leib zurück, um sich zu erneuern, selbst die Götter. Sie ist die Herrin über die Geister, die Verstorbenen und auch die Ungeborenen.

Sie hat viele Facetten und Erscheinungsformen, sie ist die Dunkelheit, die aus der ersten Dunkelheit entsprungen ist, sie erscheint als schwarz gekleidete und verschleierte Frauengestalt. Sie ist auch die Lichtbringerin, sie erscheint als wunderschöne Jungfrau, strahlend und schön, ihr Licht lässt alles wachsen und gedeihen. Sie kann auch erschreckend erscheinen, mit Schlangenhaar und umgeben von Geistern. Sie ist auch die alte Feenkönigin- wobei hier die Feen nicht nette kleine geflügelte Gestalten sind, sondern alte strahlende Geister, Ahnengeister die eine besondere Verbindung zum Land eingegangen sind. Sie ist auch die Hexenkönigin, Lehrmeisterin und Schutzpatronin all jener, die zwischen den Welten wandern, denn sie ist die Herrin über alle Welten und alle Reiche, denn aus ihre entspringen diese und sie verbindet die verschiedenen Ebenen des Seins. Von ihr erhalten die Hexen auch ihre Fähigkeiten, die Kräfte ihrer Seelen, denn auch die Seelen entspringen aus ihr. In Trance und Ekstase fliegen die Seelen ihrer Hexen mit ihr und den Geistern durch die Nacht. Doch sie ist auch die nährende Mutter, die Wohlstand und Fülle ins Heim bringt, sie gibt uns Leben und erhält unser Leben, durch den Kreislauf von Leben und Tod. Ohne Tod wäre kein neues Leben möglich, denn nur der Tod nährt das Leben.

Bis ins Mittelalter wurde die Göttin mit den Hexen in Verbindung gebracht, von der antiken Hekate bis hin zur mittelalterlichen Holda. Erst am Ende des Mittelalters an der Schwelle zur Renaissance verblasst sie und der Teufel wird im Volksglauben zum Meister der Hexen.

Namen und Erscheinungsformen:

Die Hexenkönigin kann unter ihren alten Namen angerufen werden, jeder Name bringt etwas andere Facetten dieser Göttin zum Vorschein, doch hinter jeden der Titel verbirgt sich die selbe Gestalt. Besonders die Namen des Mittelalters sind eher verschiedene Titel als Eigennamen- und immer ist es die Herrin über die Geister, Beschützerin von Herd und Heim und Königin der Hexen, in der die Göttin im Mittelalter erscheint.

Hekate: Einer der ältesten Namen für die Hexenkönigin, sie wurde in der Antike als Göttin der Magie, Nekromantie und Hexenkunst verehrt. In der Spätantike wurde sie als Allgöttin und Magna Mater gesehen, in den Chaldäischen Orakeln erscheint sie als Schöpferin des Kosmos und Beseelerin der materiellen Welt. Noch bis ins 10 Jahrhundert ging die Kirche mit Verboten gegen ihre Opfer an den Wegkreuzungen vor, die ihr vom einfachen Volk dargebracht wurden. In Theaterstücken der Renaissance erscheint sie als eine Hexenkönigin. Es scheint auch so, als hätte die Göttin beschlossen sich unter diesem Namen in der heutigen Zeit besonders stark zu offenbaren, denn in den letzten Jahren ist Hekate zu einer sehr populären Göttin geworden. Mehr zu ihr findest du auf meiner Tempel der Hekate Seite.

Lilith: In der Mythologie die erste Frau Adams, sie entfloh aus dem Paradies und wurde eine Mutter von Geistern und Monstern. Sie wird später als eine nächtliche Dämonin gesehen. In einigen Traditionen der traditionellen Hexerei wird Lilith als ein Name für die Hexenkönigin gebraucht, synonym mit Hekate als Göttin der Nacht, der Magie und der Geister.

Diana: Aus dem Mittelalter sind mehrere lateinische Schriften erhalten, die Aussagen,  dass Hexen in besonderen Nächten mit der heidnischen Göttin Diana ausfahren (fliegen). In Träumen und Ekstasen (Trance) verlassen sie ihre Körper und fliegen zusammen mit Diana durch die Nacht, belohnen und bestrafen. In der Spätantike ging Diana einen starken Synkretismus mit Hekate ein, wodurch sie Hekates Züge als Hexengöttin übernahm, bis die Namen austauschbar wurden. Wenn in den Schriften der Kirche der Name Diana erscheint, ist damit nicht die jungfräuliche Jägerin gemeint, sondern die Herrin der Wegkreuzungen, Herrin der Geister und der Magie. Die Schar der Göttin besteht in den mittelalterlichen Berichten aus den Toten, den Ungeborenen und den Hexen. Diese folgen der nächtlichen Göttin reitend auf Besen, Ofengabeln, Spinnrocken und anderen Gegenständen, oder auf Tieren reitend, oder selbst in Tiergestalt. 1899 erscheint das Buch Aradia die Lehre der Hexen. Auch in diesem ist Diana die Königin der Hexen und hat starke Züge der Hekate- sie ist die Herrin der Geister, Herrscherin über Erde, Himmel und Unterwelt und Göttin aller Unterdrückten.

Herodias: Eine Gestalt aus der Bibel, im Mittelalter wird ihr Name vom Volk gebraucht um die Königin der Hexen zu bezeichnen, synonym mit Hekate-Diana.

Erodiade: Ebenfalls ein gebräuchlicher Name der Hexenkönigin im Mittelalter, eine Abwandlung von Herodias.

Holda: Oft wird Holda in der heutigen Zeit als alte Germanische Göttin gedeutet. Tatsächlich taucht ihr Name erst im Mittelalter auf, in den lateinischen Schriften der Kirche über die Hexen und ihre Göttin. Wobei Holda ursprünglich nicht als Eigenname der Göttin auftrat, sondern das lateinische Wort holdam bezog sich auf die Schar der Göttin- die holde Schar der Diana. Hold ist ein altes Wort für gut- die gute Schar der Göttin. In Übersetzungsfehlern wurde dann aus der holden Schar der Diana, die Schar der Diana, die einige auch Holda nennen. Der Name Holda hat sich dann schnell verbreitet, für die mittelalterliche Hexenkönigin und spielte später im deutschen Volksglauben eine starke Rolle, verschmolzen mit anderen Elementen. Die Holden, oder auch Unholde werden später zu Bezeichnungen für Hexen. Bis sich gegen Ende des Mittelalters unser heutiges Wort Hexe in Deutschland durchsetzt (kommend aus der Schweiz).

Madamme Uriente: Die Frau aus dem Osten, sie erschien zwei Frauen aus Italien und lehrte ihnen Kräuterkunde und Zauberei, die Frauen trafen sich in Trance mit anderen Hexen und den Toten zu ausgelassenen Feiern. Und zogen mit der Schar der Göttin in die Häuser der Reichen um diese zu segnen, wenn der Haushalt gut geführt wurde (die Menschen die im Haushalt arbeiteten gut behandelt wurden) oder diesen verfluchten, wenn der Haushalt nicht gut geführt wurde. Die beiden Frauen waren vermutlich die ersten, die in Italien offiziell von Seiten der Kirche als Hexen verbrannt wurden.

Domina Ludi: Herrin des Spiels- wobei Spiel hier ein älteres Wort für Hexensabbat ist, die Herrin des Sabbats. Synonym mit Madamme Uriente,

Nicnevin: Ein Name der Hexenkönigin in Schottland, Herrin der Geister, der Wegkreuzungen, Göttin der Unterwelt. Auch der Name Hekate taucht dort in der Renaissance auf und wurde wohl synonym mit Nicnevin verwendet.

Habondia: Auch Dame Habonde, ebenfalls ein Name der mittelalterlichen Hexenkönigin, wird oft als Göttin des Überflusses gedeutet.

Lady of Elfhame: Die Elfenkönigin, sie erscheint der Hexe Isobel Gowdie und lehrt ihr Zaubereien, Isobel Gowdie wurde im 17. Jahrhundert der Hexerei angeklagt. Sie gestand ohne Einfluss von Folter und ihre Aussagen sind für diese Zeit einzigartig. Sie gibt an Mitglied eines Hexenzirkels zu seien, sie hat sich mit dem Teufel und der Lady von Elfhame und mit anderen Hexen und den Toten zum Hexensabbat getroffen. Dieser wurde in einem unterirdischen Reich abgehalten, sie musste ihren Körper verlassen und in Gestalt eines Tieres zu einem alten Elfenhügel (Grabhügel) reisen, dort war der Eingang in das Reich der Lady of Elfhame.

Weitere Namen der Hexenkönigin: Bensozia, Befana, Nocturnia, Nocticula, Haeresis Dea, Irodeasa, Oriente und viele Andere. In ganz Europa wurde im Mittelalter eine nächtliche Göttin mit den Hexen in Verbindung gebracht, Herrin über die Geister und die Toten, von ihr erlernten sie ihr Handwerk und ihr Künste. Auch wenn die Namen dieser Göttin je nach Zeit und Region unterschiedlich sind, so ist ihre Erscheinung immer sehr ähnlich. Sie kann jung und schön erscheinen, oder auch furchteinflößend, die Toten begleiten sie, sie kann segnen oder verfluchen.

Symbole:

Die Werkzeuge der Hexenkunst- der Besen, der Kessel, der gegabelte Stab. Spindeln, Spinnräder, Schlüssel, Messer, der Herd, Knochen und Schädel, Blüten und Früchte, können die Verbindung zu ihr verstärken. Ihre Tiere sind Hunde, Katzen, Kröten, Eulen, Krähen, Schlangen, Tiere der Nacht und der Unterwelt.

Räucherwerk: Guggul, Styrax, Hollunder, Weide, Pappelknospen, Jasmin, Wacholder, Zypresse, Zeder, Eibe (Vorsicht giftig).

Besonders leicht ist es die Hexenkönigin während der Morgen- oder Abenddämmerung anzurufen, oder während der Mitternacht (die wirkliche) denn dies sind Schwellenzeiten. Auch Wegkreuzungen können den Kontakt zu ihr erleichtern. Oder der heimische Herd. Auch eine vorherige Verbindung zu der Daimonin Aradia kann hilfreich sein.

Rufe sie in einem Hexenkreis an, wähle dabei einen ihrer alten Namen, oder ruf sie einfach als die Hexenkönigin. Du kannst auch mehrere ihrer Namen in der Anrufung benutzen um ihre Kraft in deinem Kreis zu beschwören. Achte auf deine Eindrücke, deine Gefühle, deine inneren Bilder. Bitte sie darum dich auf deinem Weg der Hexenkunst zu leiten, deine magischen Kräfte zu verstärken. Bring ihr Opfergaben, Milch, Honig, Kuchen, roten Saft oder Wein, Äpfel oder Granatäpfel. Wenn du eine regelmässige Verbindung zu ihr aufgebaut hast, verbinde dich mit ihr in Trance, lass dich von ihr führen- oder von den Geistern die sie dir als Führer schickt. Verbinde dich vor allem während der vier großen Hexensabbate mit ihr- denn dies sind die besonderen Nächte in denen sie leicht zu erreichen ist. Auch während des schwarzen Mondes.

 

 

 

Winter- Zeit der Ruhe und Besinnung

Veröffentlicht von hekatetempel am Dezember 3, 2010
Veröffentlicht in: Erfahrungen, Inspirationen und Gedanken. Schlagwort: Gemütlichkeit, Heim, Kerzenzauber, Lavendel, Orange, Räucherwerk, Vanille, Winter, Zimt. Hinterlasse einen Kommentar

Dieses Jahr hatten wir bisher wirklich viel richtigen Winter. Schnee und Eis bis Ende März und auch jetzt ist wieder alles weiß. Wir sind diese richtig verschneiten Winter kaum noch gewohnt, sonst waren die Winter in den letzten Jahren ja eher regnerisch.

Ich gehöre zu den vielen Menschen, die keine Wintermenschen sind. Wenn es nach mir gehen würde, kann es gleich nach dem Herbst wieder Frühling werden- aber zum Glück geht es ja nicht nach mir.

Der Winter hat seinen Sinn, nicht nur für die Natur und Außenwelt- vor allem auch für die Innenwelt von uns Menschen. Der Winter ist eine Zeit der Ruhe und der Besinnung. In früheren Zeiten war diese Zeit des Jahres eine der wenigen, in der die Menschen nicht den ganzen Tag auf den Feldern arbeiten mussten, um ihr eigenes Überleben zu sichern. Der dunkle Winter brachte eine Zeit des Innenlebens, des familiären Zusammenseins. Auch heute ist der Winter für uns eine Zeit der Ruhe- auch wenn wir heute genauso viel arbeiten müssen, wie in den anderen Jahreszeiten- und die moderne Weihnachtszeit eher einem Einkaufsrausch gleicht, sollten wir uns die Zeit nehmen, die dunkle Zeit des Jahres genießen, sie als das akzeptieren, was sie ist. Statt gegen die Dunkelheit anzukämpfen.

Mach es dir in deinem Heim gemütlich, entzünde Kerzen, verbrenne Räucherwerk oder lass den Dampf von ätherischen Ölen dein Heim erfüllen. Mach es dir richtig gemütlich, in der dunklen Zeit des Jahres sollte dein Heim dein Wohlbefinden stärken. Schmücke es mit den grünen Zweigen von Fichten, Tannen, Kiefern, Wacholder, Zypressen oder auch mit den giftigen Zweigen der Eiben. Aus diesen kannst du auch Amulette herstellen, um dein Heim zu schützen. Salbe farbige Kerzen mit besonderen Ölen, weihe und programmiere sie darauf dein Heim mit Harmonie zu erfüllen. Der Duft von Orangenöl hebt die Stimmung, Lavendelöl hilft dabei unerwünschte Gedanken zu vertreiben- falls du zu den Menschen gehörst denen die dunkle Zeit zu schaffen macht, die Düfte von Orange und Lavendel sind eine gute Hilfe. Auch der Duft von Vanille bringt Harmonie ins Heim- leider ist es sehr schwer gute natürliche ätherische Vanille Öle zu bekommen. Eine gute alternative ist ein selbstgemachter Ölauszug, lege einfach ein paar zerkleinerte Vanilleschoten in etwas Mandelöl und mit der Zeit bekommst du ein herrliches Vanilleöl. Auch Zimt gehört heute in die dunkle Jahreszeit, sei es als Gewürz, Räucherwerk oder ätherisches Öl. Zimt bringt Glück ins Heim und vor allem auch innere Wärme.

Der Winter ist auch eine gute Zeit sich mit den Hausgeistern  gut zu stellen, bring ihnen Opfergaben, Milch, Honig, Kuchen oder Kekse- diese Gaben schlägt kaum ein Hausgeist ab. Besorge dir Bücher und genieße es einfach lange und ausgiebig zu lesen, lass dich von den Büchern in andere Welten führen. Kuschel mit deinen Katzen oder anderen Vierbeinern, sie werden es bestimmt genießen.

Die dunkle Zeit ist auch gut geeignet für magische Übungen- vor allem für Trancereisen und Divination.

Vor allem besinn dich auf dein Leben, reflektiere es, welche Ziele willst du in Zukunft erreichen, welche Saat willst du im Frühling aussähen, was willst du verändern, was in dein Leben bringen? Die dunkle Zeit der Ruhe und Besinnung ist die beste Zeit zu planen. Wege zu wählen und abzuwägen.

Doch verbringe den Winter nicht nur in der Gemütlichkeit deines Heimes, geh auch hinaus, genieße die frostige Luft, lass dich von ihr Reinigen, betrachte den wunderschönen klaren Sternenhimmel, beobachte den Zauber den der volle Mond in winterlichen Nächten erschafft.

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