***Neues aus der Hexenküche***

Hier geht es nicht nur um schwarze Katzen, Kröten. spitze Hüte und Tänze im Mondschein…mein Blog über Hexerei, heidnische Spiritualität und ein Leben voller Magie

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20 Jahre The Craft- oder wie ein Film der Beginn meiner magischen Reise wurde

Veröffentlicht von hekatetempel am Mai 12, 2016
Veröffentlicht in: Hexerei, Uncategorized. Schlagwort: der Hexenclub, Hekate, Hekate Verehrung, Hexen Entwicklung, Hexenkunst, Hexerei, Lucifer, Lufifer Gottheit, magische Erfahrungen, magischer Werdegang, moderne hexen, Phanes, the craft. Ein Kommentar

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In diesem Artikel geht es nicht direkt um den Film The Craft- sondern darum welche Entwicklungen durch den Film in meinem Leben ausgelöst wurden- im Grunde ist dieser Artikel eine Rückschau auf mein magisches Leben und welche Einflüsse mich stark geprägt haben auf meiner Entwicklung über die Jahre.

Vor 20 Jahren erschien der Film The Craft (deutscher Titel: der Hexenclub). Für mich war dieser Film eine Art Türöffner und hat mich dazu gebracht mich praktisch mit der Hexenkunst zu beschäftigen. Und das erging auch vielen anderen Hexen ähnlich, die ich im Lauf der Jahre getroffen habe.

Der Begriff the craft ist im englischen eine Bezeichnung für die moderne Hexenkunst- abgeleitet von witchcraft. Und wurde und wird in der Szene viel verwendet um die Hexenkunst zu bezeichnen. Die Macher des Films haben also schon bei der Titelwahl eine Brücke zur modernen Hexerei  geschlagen (statt die typischen Klischees aufzuwärmen, was Horror und Mystery Filme davor oft gemacht haben davor).

Die Handlung des Films dreht sich um eine Gruppe von vier jungen Frauen, die eine katholische Schule besuchen und alle samt Außenseiter sind. Drei von ihnen beschäftigen sich am Anfang des Filmes mit Magie und Hexerei bis dahin eher erfolglos. Doch dies ändert sich als eine neue Schülerin an die Schule kommt und die drei bemerken, dass diese natürliche magische Fähigkeiten besitzt. Die drei nehmen sie unter ihre Fittiche, schleppen sie in einen Hexenladen (der im Film wunderschön gestaltet ist) und zu viert gründen sie einen Hexenzirkel, beginnen mit der Magie zu experimentieren und das ganze Endet dann im Verlauf des Filmes auf recht dramatische Weise.

Im Film wurden wahre Elemente eingebaut, dazu viel Fantasy und Spezialeffekte, um so eine spannende Geschichte zu erzählen an denen sich Wahrheit und Fiktion immer wieder vermischen. Doch gerade die wahren Elemente in dem Film, waren es die für viele junge Menschen damals (und auch noch über die Jahre nach Erscheinung des Filmes) eine starke Resonanz ausgelöst haben und der Film zu einem Türöffner wurde- und viele anfingen sich intensiver mit der Hexenkunst auseinanderzusetzen, nachdem sie den Film geschaut hatten und so selbst anfingen zu praktizieren. Beispiele für wahre Elemente in dem Film sind: Die Struktur der Rituale, das Anrufen der Elemente, die Darstellung des Hexenladens oder die Hexe die diesen Laden leitet, auch die Verbindung zu einer Gottheit die sich in der Natur verkörpert  und die zu einer Kraftquelle für Hexen werden kann, wenn diese sich mit dieser Gottheit verbinden, waren Elemente die sehr anziehend wirkten.

Ich war ein Teenager als ich den Film damals das erste Mal gesehen hatte. Ich hatte schon immer eine Faszination für Magie und Hexen-und auch andere Filme erzeugten eine starke Resonanz. Ich erinnere mich noch gut daran das meine Großeltern in ihrer Video Sammlung einen alten italienischen Film über die Hexe Finicella hatten. Als Kind habe ich mir immer wieder den Anfang angesehen an denen die Hexen einen Sabbat feiern und Asmodeus beschwören- das faszinierte mich schon damals, oder auch die Hexen im Film Hocus Pocus- während andere Kinder sich gruselten wollte ich das Zauberbuch aus dem Film haben. Ich erinnere mich auch an eine Doku über Hexen und die Wahrheit dahinter- wo eine Hexe aus dem heutigen Salem gezeigt wurde und Rituale ihres Covens- auch dies faszinierte mich schon stark. Doch der Hexenclub öffnete buchstäblich die Türen, als ich diesen Film damals gesehen habe, wurde dieses Interesse stärker angefacht und meine Reise begann selbst in die Welt der Hexenkunst einzutauchen.

Anfangs war dies noch sehr naiv. Ich habe begonnen Rituale aus dem Film nachzumachen, beispielsweise die Element Anrufungen aus dem Film oder mich in die Natur hinein zu spüren und mit den Wesenheiten Kontakt aufzunehmen die diese beseelen. Selbst das Ritual der Zirkelgründung habe ich damals mit einigen Freunden zur Walpurgisnacht gemacht (die kein magisches Interesse hatten aber sich trotzdem haben mitreißen lassen). Natürlich war mir klar das Manon (die Gottheit aus dem Film) ein Fiktiver Name ist- aber ich hatte gespürt das die Art und Weise wie diese Gottheit dargestellt wurde viel Wahres enthielt. In dem Film ist Manon eine Gottheit die in der Natur anwesend ist, in den Elementen, den Steinen, der Sonne, dem Mond, in allem. Und dieser Gedanke löste in mir viel Resonanz aus- ein Gefühl der Anbindung an etwas Größeres. Und als ich anfing dann die ersten Bücher zu lesen- lernte ich das in der Hexenkunst die große Göttin genau auf diese Weise beschrieben wurde. Damals hatte ich noch keinen Zugang zum Internet- also musste ich auf Bücher in der Bücherei zurückgreifen und auf Bücher die ich im Buchhandel bestellt habe (den Hexen Bücher gab es damals auch noch nicht in den Buchläden). Ich begann die Übungen und Rituale aus diesen Büchern auszuprobieren und hatte mich soStück für Stück langsam voran gewagt auf meinem Pfad der Hexenkunst. Zum Glück fand ich recht schnell gute Bücher- wie „Der Hexenkult als Urreligion der Großen Göttin“ von Starhawk oder auch „das Geheime Wissen der Hexen“ von Marian Green.

Das der Film The Craft jetzt 20 Jahre alt wird,  hat mir erstmal bewusst gemacht das ich selbst jetzt auch 20 Jahre in der craft (oder der Hexenkunst) aktiv bin. Wenn ich an meine Anfänge auf dieser Reise zurück denke hat sich sehr viel geändert. Als ich anfing auf dem Pfad, da fühlte ich mich oft sehr alleine, ich kannte keine anderen Hexen oder Heiden und war immer sehr auf mich gestellt. Die Bücher waren oft schwer zu bekommen und ich glaube die Verkäuferinnen haben sich im örtlichen Buchladen oft gewundert, über die Buchtitel wenn sie mir Bücher bestellen mussten.  Ich denke auch für meine Eltern muss das recht befremdlich gewesen sein, das ihr Sohn mit 13 einen Altar im Zimmer hatte, anfing Kräuter zu sammeln und viel merkwürdiges Zeug. Mein erstes „Athame“ (der Dolch den moderne Hexen verwenden) war ein Steak Messer das ich aus der Küche meiner Mutter stibitzt hatte. Mein erster Ritualkelch war eine grüne kelch-förmige Eisschale. Mein Pentakel war mit Edding auf eine Küchenfliese gemalt und mein erster Zauberstab war recht stümperhaft aus einem Weidenzweig gefertigt. Aber trotzdem haben diese improvisierten Hilfsmittel für mich funktioniert. Im Lauf der Jahre wurden sie dann natürlich ausgetauscht. Spinnrad und Om Shanti (ein Esoterik-Asia Laden in meiner Nähre) wurden für mich zum Ersatz Hexenladen- bei denen ich ätherische Öle, Räucherwerk und einige Kräuter kaufen konnte, andere Kräuter sammelte ich selbst oder bestellte sie mir in der Apotheke. Statt durchgefärbter Stabkerzen benutzte ich einfach Haushaltskerzen (und bin daher auch nie so auf den Trip aufgestiegen das Kerzen unbedingt durchgefärbt sein müssen), meine Rituale führte ich im Wald aus und in einer alten verwilderten Schutthalde in meiner Nähe. Oft habe ich mich heimlich nachts rausgeschlichen um einfach etwas spazieren zu gehen, die Nacht zu genießen oder kleine Rituale zu zelebrieren.  Mit 13 fand ich auch schon zu einer Göttin die für mein weiteres Leben sehr wichtig werden sollte- Hekate.

Durch Hekate bekam mein Zugang zur Hexerei eine andere Note- als bei anderen Hexen die ich später kennen lernen sollte. Den Namen der Göttin laß ich in einem Buch über Griechische Mythologie und der Name zog mich in den Bann. Ich las alles was ich über die Göttin finden konnte und so begann ich bald die Göttin zu verehren und anzurufen bei meinen Ritualen. Zu Neumond begann ich jeden Monat ihr Opfergaben auf eine abgelegene Wegkreuzung zu bringen, ich ehrte sie in meinen Ritualen und meine Verbindung zu ihr wuchs und baute sich aus, die Sagen um Medea (eine Priesterin der Hekate) wurden zu einer Inspirationsquelle für meine eigenen Rituale für Hekate und so wuchs eine Facette in meiner Hexenkunst die recht anders war- als wie die Hexerei in den üblichen Büchern dargestellt wurde.

Als das Internet für mich zugänglich wurde, öffnete sich mir eine ganz neue Welt, ich konnte mich über Mailinglisten und Foren mit anderen Hexen vernetzen und austauschen- es war wunderbar mit anderen Gleichgesinnten in Kontakt zu kommen auch wenn es nur online möglich war. Über das Internet habe ich dann auch die ersten Hexen kennen gelernt die ich live getroffen habe in meiner Nähe- mit 17 einen Hexer im gleichen Alter aus Einbeck und dann mit 20 einen Hexer aus Celle (der auch mein erstes schwules Date war). Erst 2003 habe ich über einen Stammtisch andere Hexen und magisch Interessierte aus meiner Nähe kennen gelernt. Bis zu dem Zeitpunkt war mein persönlicher magischer Weg auch sehr eklektisch. Ich habe immer das für mich angenommen das für mich persönlich gepasst hat. Habe durch Erfahrungen gelernt und bin meiner Intuition gefolgt. 2003/4 war ich dann in einem Wicca Outercourt- das erste Mal das ich in einer Gruppe mit anderen Hexen zusammen gelernt und gearbeitet hatte. Im Verlauf des Jahres hatte ich dann aber für mich festgestellt,  das traditionelles Wicca nicht der richtige Pfad für mich ist. Ich bin aber immer noch sehr Dankbar für die Erfahrung die ich dort machen dufte.

Neben diesen Herangehensweisen wuchs in mir aber noch eine andere Blüte der Hexenkunst- ein sehr intuitiver Zugang, genährt durch das archetypische Bild der Hexe- mit den klassischen Symbolen wie dem Besen, dem Kessel, den schwarzen Katzen, Kröten und anderen Elementen der Folklore. Diese Elemente zogen mich stark an und ich begann mit diesen zu experimentieren und sehr intuitive Erfahrungen zu machen.

Nach der Zeit in dem Wicca Outercourt begann mein Interesse an der traditionellen Hexerei (traditional Witchcraft) und ich begann dort meiner Erfahrungen zu machen und mein Wissen zu vertiefen- denn diese Form der Hexenkunst hatte ganz andere Herangehensweisen und Arbeitsweisen als wie ich es bisher gewohnt war. Ich war Feuer und Flamme von den neuen Eindrücken und Erfahrungen- und gleichzeitig erkannte ich viele Ähnlichkeiten zu meiner intuitiven Verbindung die ich zu Hekate über die Jahre gewoben hatte und zu den Praktiken die ich aus dem Hexen Archetyp gezogen hatte für mich. Durch die traditionelle Hexenkunst kam ich dann mit der Hedge Witchcraft in Berührung und fühlte mich darin sehr zuhause (bis heute noch).  Diese Pfade der Hexenkunst haben mich sehr mit meiner Umgebung verbunden, die handwerkliche Seite der Hexenkunst stark reifen lassen, mich tiefer in die Folklore und die Weisheiten eintauchen lassen, die sich in dieser noch erhalten haben. Rituale mit spitzen Hüten und Besen, gegabelten Stäben, Kesseln und Laternen im Wald. Das Entdecken von Kraftorten und heiligen Plätzen- von kleinen unscheinbaren Quellen bis hin zu  Steinkreisen. Meine Verbindung zu den Ahnen, Familiaren und Hilfsgeistern wurde sehr gestärkt es war so als würde ich tiefere Wurzeln schlagen. Auch die Hoodoo Magie und Volksmagie im Allgemeinen, zog mich in ihren Bann und führte mich auf eine bunte Reise des Ausprobieren von traditionellen Rezepten- mit exotischen Gewürzen, Kräutern und Gräsern, bunten Rezepturen und sehr guten Resultaten.

Durch die traditionelle Hexenkunst hat sich auch mein Zugang zu den gehörnten Göttern sehr verändert. Während ich zu dem gehörnten Gott wie er oft in „Wicca“ Büchern beschrieben wurde, nie einen richtigen Zugang finden konnte. So änderte sich das durch die Praktiken und Rituale der traditionellen Hexerei stark. Ich bekam eine sehr innige Verbindung zum gehörnten Gott der Hexen- der für mich am besten mit dem Titel Lucifer zu beschreiben ist (Ich meine hier jetzt nicht Satan- oder den gefallenen Engel der christlichen Mythologie- sondern eine uralte heidnische Gottheit die im wahrsten Sinne des Wortes verteufelt wurde). Lucifer geht für mich auf Phanes zurück- die uralte oprhische  Mysterien Gottheit. Und der Name Phanes selbst bedeutet nichts anderes als Licht Tragender, Strahlender oder der Scheinende. Der gehörnte Gott der Hexen wurde für mich eine Kraftquelle- ähnlich wie Hekate zuvor und ich habe viel aus der Verbindung zu dieser wunderbaren Gottheit lernen können. Ich habe ihn ähnlich erfahren wie die Gestalt des Manon in dem Hexenclub Film. Eine Gottheit die sich in der Natur verkörpert- die imanent ist- das heilige Feuer das in der Schöpfung brennt und ebenso in unserem Herzen.

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2004 habe dann einen recht freien Zirkel ins Leben gerufen und wir begannen uns Anfang 2005 regelmäßig zu treffen. Dieser Zirkel war zu  Beginn noch sehr  an den „Standard Hexensachen“ orientiert war. Aber durch meine Erfahrungen in der traditionellen Hexerei und Hedge Witchcraft, durch die Hekate Verehrung , die archetypische Hexerei und meine Verbindung zu Lucifer hat sich der Zirkel mit der Zeit mehr und mehr in eine sehr spezielle Richtung entwickelt und über die Jahre einige Veränderungen durchgemacht- bis 2013 bestand dieser Zirkel mit regelmäßigen Treffen, heute treffen wir uns nur noch sporadisch.

2008 kam ich dann in Kontakt mit Menschen die eine magische Gruppe ins Leben gerufen hatten, mit Elementen aus der rituellen Magie ala Franz Bardon und anderen Einflüssen- und war dort erneut mit ganz anderen Praktiken und Herangehensweisen konfrontiert und konnte wieder in neue Erfahrungen eintauchen- die Gruppe löste sich allerdings auf als der Initiator der Gruppe plötzlich verstarb- ich bin auch da immer noch dankbar für die Erfahrungen die ich dort machen konnte.

Über die Jahre hatte ich auch immer sehr Interesse an der Feri Tradition (einer Hexentradition aus Amerika) es war aber immer sehr schwer mit Praktiken dieser Tradition in Kontakt zu kommen. Außer durch die Bücher von Starhawk oder Francesca Degrandis- die beide in Feri eingeweiht wurden dann aber ihren eigenen Weg gegangen sind. Aber die Feri Praktiken haben mich immer fasziniert die man in ihren Büchern finden konnte. Meine erste Begegnung mit den Feri Inhalten war damals das Starhawk Buch- wo einige der Inhalte eingestreut wurden. 1999 fand ich das Buch von Francesca Degrandis und begann mit den Übungen darin zu arbeiten und das Buch durchzuarbeiten (das Buch ist auf WochenLlektionen aufgebaut) und auch wenn ich nicht alles dem Buch damals so passend war für mich persönlich- so konnte ich doch einiges aus dem Buch herausziehen. 2010 fand ich das Buch Evolutionary Witchcraft von Thorn Coyle- in diesem Buch hat sie viele Inhalte der Feri Tradition zusammengestellt und ich arbeitete von 2010 bis 2012 viel mit den Übungen und Inhalten dieses Buches. Dieser Pfad hat mir dabei geholfen mich mehr mit meiner Inneren Kraft zu verbinden, mich zu reinigen und  den Fokus auf mich selbst zu bringen- Cast Yourself You Are The Spell (seit einigen Monaten bin ich auch in einem Feri Training- ich hatte das große Glück jemanden in meiner Nähe kennen zu lernen, die in diese Tradition eingeweiht wurde und ich bin gespannt wohin mich dieser Pfad folgt, wenn ich tiefer in diese wunderbare Tradition eintauchen kann).

Neben diesen bunten Einflüssen der verschiedenen Pfade der Hexenkunst- erwachte 2005 auch mein Interesse am Rekonstruktionismus der Religion der Griechen und Römer und ich begann parallel zu meinen Hexen-Praktiken auch mit den Ritualstrukturen die heute von Recons verwendet werden, zu experimentieren. Da ich durch meine Verbindung zu Hekate sehr daran interessiert war, mehr über die magischen und religiösen Praktiken der Antike zu lernen. 2005 habe ich mich Hekate als Priester geweiht und ich denke sie hat mich dann in diese Richtung etwas gebracht. Und mit der Zeit ist eine Synthese entstanden in meinen Praktiken der Hexenkunst und den magischen Praktiken der Antike, die ich versuche in einen modernen Kontext miteinander zu bringen. 2013 Bin ich dem Covenant of Hekate beigetreten und bin dort seit 2014 Torchbearer.

Für viele mag mein magischer Werdegang recht chaotisch erscheinen, aber ich selbst kann heute auf ein buntes Potpurri von magischen Werkzeugen, Techniken und ganz verschiedenen Ritualstrukturen zurückgreifen, Während viele Hexen die ich kennen gelernt habe meist einer Tradition folgen, oder einem magischen Pfad, sage ich gerne über mich selbst, das ich eher an den Kreuzwegen bin auf denen sich viele magische Traditionen treffen und sich gegenseitig befruchten. Ich habe so viele wunderbare Menschen getroffen, Orte voller Kraft und Schönheit besucht, Rituale mit befreundeten Hexen und alleine für mich zelebriert und habe so viele zauberhafte Erlebnisse gehabt- ein Leben ohne Magie könnte ich mir heute nicht mehr vorstellen. Denn egal welche Höhen und Tiefen mir das Leben gebracht hat- in der Magie habe ich immer so viel Freude und Kraft gefunden,  das ich mein Leben immer genießen konnte und ich mich immer erfüllt gefühlt habe- egal welche Herausforderungen mir das Leben bescherte.

Dies war ein kleiner Einblick in meinen magischen Werdegang, in den 20 Jahren seit ich den FilmThe Craft das erste Mal gesehen habe- ist so viel geschehen, so viel hat sich verändert. Während ich damals keine anderen Hexen kannte und Hexenkunst sehr schwer zugänglich war, für Interessierte. So kenne ich heute viele Hexen, sowohl in meiner Region, als auch über die Welt verteilt. Alles ist vernetzt durch das Internet, jeder Interessierte kann sich über die Hexenkunst informieren, Stammtische und Zirkel finden, Veranstaltungen und Kurse besuchen, Netze Knüpfen untereinander. Und ich denke dies wird sich weiterhin verändern und wachsen. Hexenkunst und das Heidentum (in seinen vielfältigen Erscheinungsformen) wird immer mehr integriert werden und zu modernen Religionen und modernen magischen Traditionen reifen.

 

 

Aufbruch in den Neuanfang

Veröffentlicht von hekatetempel am Mai 8, 2016
Veröffentlicht in: Uncategorized. Ein Kommentar

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Heute wo ich diesen Artikel schreibe, ist das Deipnon gerade vorbei, die neue Mondsichel wird sich bald am Himmel Zeigen und zum Vollmond steht das Ritual ihrer Heiligen Feuer wieder an. Vor drei Jahren war zu diesem Fest mein Leben noch in festen Strukturen und Mustern. Ich habe mit meinem Mann zusammen in unserem Haus gelebt und hätte zu dem Zeitpunkt nicht gedacht, welche Veränderungen mir bevorstehen. Nach dem Ritual bin ich nach Glastonbury geflogen, zum Hekate Symposium und hatte dort eine wunderbare Zeit- und doch scheint diese Reise mein Leben komplett verändert zu haben. Kurz nach der Reise begann meine Ehe (damals fast 10 Jahre) ordentlich zu kriseln, mit viel emotionalen Stress für beide von uns. Die Krise hatte das Leben wie mein (Noch)Ehemann und ich es kannten komplett aus den Fugen gerissen- über die Jahre haben wir alle Probleme bewältigt die das Leben uns aufgetischt hat und ich hatte immer das Gefühl das die Herausforderungen uns fester zusammen geschweißt haben. Doch dieser Umbruch war anders, es ging nicht um äußere Umstände, sondern um innere Differenzen die mit uns als Paar zu tun hatten. Über ein Jahr haben wir beide darum gekämpft (jeder auf seine Weise) die Kluft die entstanden war zu überwinden. Und im Sommer 2014 sah es auch so aus, als hätten wir die Krise überwunden und für kurze Zeit kehrte etwas Ruhe ein. Wir planten für das kommende Jahr ein Handfasting zu machen im Sommer und damit unsere Ehe zu erneuern. Doch es kam dann ganz anders. Anfang Dezember 2014 ist die Ehe sehr plötzlich und sehr drastisch zerbrochen- auch wenn wir beide den Vorsatz hegten, uns im Guten zu trennen, so haben wir uns unwiderruflich entzweit und sind voller ungelöster Konflikten auseinander gegangen. Der Tod meiner Ehe war für mich schwer anzunehmen. Ich habe mich mit Hekate und meinen Geistern verbunden und um Führung gebeten. Und die erhielt ich auch in Träumen und Eingebungen- doch diese waren zu dem Zeitpunkt nicht das was ich eigentlich hören wollte. Mir fiel es in den ersten drei Monaten nach der Trennung sehr schwer die Ehe loszulassen und zu akzeptieren dass es keinen Neuanfang für uns als Paar geben konnte.

Ich lebte seit der Trennung dann alleine in unserem noch gemeinsamen Haus, mit den Tieren die wir uns zusammen angeschafft hatten und versuchte mein Leben alleine in dem Haus mit den neuen Umständen zu gestalten. Und dies gelang mir auch relativ gut. Trotz des schmerzenden Verlustes konnte ich die vielen kleinen Freuden des Lebens genießen. Ich habe viele neue Menschen kennen gelernt, neue Erfahrungen gemacht neue Orte besucht. Mein Leben begann sich neu auszurichten. Und doch hatte ich immer das Gefühl das ich in einer Schwebe lebe, das der Prozess des Umbruchs und des Wandels noch nicht beendet ist. Und tatsächlich hat sich dann im April heraus kristallisiert dass ich nicht in dem Haus weiter leben kann und bin jetzt zur Zeit dabei aus dem Hexenhaus auszuziehen. Ebenso wie es mir anfangs mit dem Ende der Ehe schwer viel loszulassen, so fällt es mir jetzt schwer das Zuhause loszulassen in dem ich über 6 Jahre lebte und mich dort auch wirklich zuhause gefühlt habe. Ein Haus das erfüllt ist mit vielen Erinnerungen, in dem wunderbare Menschen ein und ausgegangen sind, wo mein Hexenzirkel sich über die Jahre getroffen hat, zum Feiern von Ritualen, zum Herstellen von Rezepturen und wo ich mich wirklich mit der Umgebung verwurzelt gefühlt habe. Dies fühlt sich an wie eine zweite Trennung. Doch wieder raten mir meine Verbündeten- lass loß- lass das Alte gehen, umarme das Neue.

So verlasse ich jetzt mein Hexenhaus und ziehe in eine kleine Stadt 30 Km von den Orten entfernt in denen ich aufgewachsen bin und mein Leben bisher verbracht habe. Ich verlasse den Todtenberg, mit all seinen Geheimnissen und den kleinen Schrein- den ich dort errichtet habe, ich verlasse die Wälder und Felder meiner Heimat, die Orte an denen ich genau wusste wann ich wo welche Kräuter ernten und finden kann, all die kleinen Kraftorte und Quellen, die Hügel und Berge, all die Orte in die ich meine Wurzeln geschlagen habe über die Jahre.

Erstmal führt mich mein Weg an einen anderen Ort, an dem ich neue Wurzeln schlagen werde, an dem sich mir ebenso die besonderen Orte offenbaren werden und an dem ich einen Neuanfang finde. Ich habe erst versucht Möglichkeiten zu finden, hier in meiner Umgebung zu bleiben, doch eine bezahlbare Wohnung mit Katzen und Hunden zu finden, ist nicht so einfach. In den Ort in den ich jetzt Ziehe habe ich eine kleine Wohnung, mit einer großen Terrasse. Ich werde weiterhin Kräuter anbauen können, zwar nicht in meinem verwilderten Hexengarten- sondern in Kübeln. Aber immerhin kann ich dort erstmal etwas Ruhe finden und mich neu ausrichten. Im März habe ich meinen neuen Partner kennengelernt und wie der Zufall so will, lebt er ganz in der Nähe dieses Ortes. Bei einem der ersten Ausflüge die wir in seiner Nähe zusammen gemacht haben, besuchten wir alte germanische Kultorte, zu Beltaine habe ich mit ihm und einer befreundeten Hexe ein Ritual an einem dieser alten Kraftorte gemacht- manchmal fügen die Dinge sich von selbst zueinander. Manchmal muss man erst vom bekannten Weg abkommen um einen neuen Weg zu finden, der das Leben in eine andere Richtung bringt. Ich gehe mit dem Fluss und bin offen für die neuen Möglichkeiten die sich mir öffnen.

 

Ritual ihrer Heiligen Feuer 2016

Veröffentlicht von hekatetempel am April 27, 2016
Veröffentlicht in: Uncategorized. Schlagwort: Hekate Ritual, Hekate Tempel, Hekate Verahrung, Ritual ihrer heiligen Feuer. Hinterlasse einen Kommentar
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…Ich rufe Dich, Gebietern über Himmel, Erde und Wasser
Im Namen deiner Mysterien von Tag und Nacht
Im Namen des Mondlichts und des Schatten der Sonne
Ich rufe Dich, Gebieterin über Leben, Tod und Wiedergeburt
Trete aus dem Schattereich, erfülle meine Seele und erhelle meinen Geist…

Das Ritual ihrer Heiligen Feuer hat sich über die letzten Jahre zu einem wichtigen Fest entwickelt. Überall auf der Welt führen Menschen zum Vollmond im Mai dieses Ritual durch um die Göttin Hekate zu ehren und sich mit ihren Mysterien der Dunkelheit und des Lichts zu verbinden. Das Ritual wurde 2010 von Sorita D éste erschaffen- eine Priesterin der Göttin Hekate und Initiatorin des Covenants of Hekate.

Das Ritual kann von jedem Interessierten für sich alleine durchgeführt werden zum Vollmond im Mai- aber vielerorts bieten Priesterinnen und Priester der Hekate auch offene Rituale an, an denen sich Interessierte beteiligen können. Auch viele kleine Gruppen und Zirkel zelebrieren das Ritual für sich.

Hier findet ihr das Ritual auf deutsch:

http://hekatecovenant.com/rite-of-her-sacred-fires/rite-in-translation/german/

Ich organisiere dieses Jahr auch wieder ein offenes Ritual um dieses Ereignis zu zelebrieren und Verehrer der Göttin und Interessierte die Möglichkeit zu geben, zusammen zu feiern und Hekates uralte Mysterien der Dunkelheit und des Lichts zu erfahren.

https://hekate-tempel.net/2016/04/27/ritual-ihrer-heiligen-feuer-2016-offenes-ritual-21-mai/

…Ich ersuche Dich, Trägerin der Schlüssel und Herrin der Nachtwandernden Seelen
Verkünde Deine Weisheit von den Sternen
Verbreite Dein Sternenfeuer aus der Dunkelheit
Schöpferin des Lichts
Göttin des Schattenreichs! Lichtbringende Königin!
Flüstere nun deine Geheimnisse…

Ich selbst habe erst 2012 vom Ritual ihrer Heiligen Feuer erfahren und das Ritual damals dann das erste Mal für mich selbst durchgeführt. Ich war begeistert von dem Gefühl der Verbundenheit und der Kraft die dieses Ritual erschaffen hatte- es war so als würde ich in ein Muster hineintreten, in eine Spirale oder ein Netz, ein Strudel der die Menschen miteinander verbindet die sich überall in der Welt an diesem Fest beteiligen. Im folgenden Jahr habe ich dann ein Gruppenritual organisiert mit meinem Zirkel. Und dann hatte ich angefangen die offenen Rituale anzubieten um auch anderen Menschen die Möglichkeit zu geben, mit Gleichgesinnten zu feiern.

Wenn du die Göttin Hekate verehrst, oder an ihr Interessiert bist, wird die Teilnahme an dem Ritual dir sicherlich eine Bereicherung bringen. Es gibt bei youtube auch einige Videos zum Ritual- mit wunderbaren Bildern von Schreinen, aufnahmen des Rituals in vielen Sprachen und im Internet finden sich viele Erfahrungsberichte.

 

…Große Hekate, die Du das Netz der Sterne spinnst und den Kreislauf des Lebens lenkst,
führe mich auf dem Weg zur Erkenntnis,
Von Scheideweg zu Scheideweg,
Die Fackelträger und Schlüsselträger deiner Mysterien, werden einander immer finden….

 

Pappelknospen und Ölmischung

Veröffentlicht von hekatetempel am Januar 11, 2016
Veröffentlicht in: Uncategorized. Schlagwort: Deipnon, Hecate, Hekate, Hexenkunst, Pappel, Pappelknospen, Ritualöl. Hinterlasse einen Kommentar

Als ich heute zu meiner Wegkreuzung gegangen bin, um dort die Opfergaben des Deipnons nieder zu legen, bemerkte ich das die Pappel Bäume bereits ihre wohl riechenden Knospen gebildet haben. So habe ich auf dem Rückweg einige Knospen geerntet. Die Pappel war in der Antike ein Baum der Unterwelt und die Knospen wurden lange als Räucherwerk verwendet um Geister zu rufen und auch in Flugsalben und aromatischen Ölen wurden wie verwendet.

In meinem Mörser waren noch klebrige Kräuter Reste von meiner Räuchermischung, diese Reste waren mit den ätherischen Ölen durchtränkt die ich gestern verwendet hatte. Also habe ich den Mörser mit Öl aufgefüllt und einige der Pappelknospen zermahlen, dazu Zypressen Zweige und Wacholderbeeren in den Mörser gegeben. Und werde aus dieser Ölmischung ein Ritualöl herstellen für Hekate in ihren Aspekten als unterweltliche Herrin der Geister.

 

Deipnon, Räucherwerk und Zeremonien Werkzeuge

Veröffentlicht von hekatetempel am Januar 10, 2016
Veröffentlicht in: Uncategorized. Schlagwort: Deipnon, Geister, große Göttin, Hecate, Hekate, Hekate Kult, Hekate Tempel, Hekate Verehrung, Hellenismos, Hexen, Hexenkunst, Hexerei, Magie, Neumond, Schwarzmond. Ein Kommentar

Wieder einmal haben wir Schwarzmond (kalendarischer Neumond), in der Zeit des dunklen Mondes bringe ich den Fokus auf Hekates chtonische Seite. Die Königin der Nacht, die mit den Schatten der Toten über die Kreuzwege schreitet, die Herrin der Friedhöfe, Königin der Hexen und Beschützerin gegen alles Böse. Sie ist dunkel- aber beschützend, wie ein Wachhund. Vertrauten gegenüber ist sie wohlwollend, aber aggressiv und furchteinflössend gegenüber Feinden. Ich glaube viele der dunklen Beschreibungen der Göttin beruhen in ihren Aspekten als Schutzgöttin. Sie schützt die Heime ihrer Verehrer- und in der Antike sogar die Tore der Städte und die Pforten der Tempel. In diesen Aspekten ist sie so furchteinflössend das sogar die Wesen Angst vor ihr haben, die normalerweise selbst Schrecken verbreiten.

In den Nächten des dunklen Mondes sind die Schleier zwischen den Welten dünner, die Geister schreiten durch die Dunkelheit und Hekate selbst auch mit ihrem Schwarm der Nacht. In ihrer Macht liegt es Schutz zu spenden in diesen Nächten. Sie schützt die Heime, die Schwellen und Übergänge, die Kreuzwege- sie ist auch die Königin der Hexen und gleichzeitig die mächtige Beschützerin vor „schwarzer Magie“.

Die Nächte des dunklen Mondes sind für mich meist Zeiten in denen ich viel „mache“- sowohl in meiner Verehrung der Göttin, als auch in meiner Magie und Hexenkunst. Während andere Hexen den Vollmond oft nutzen- so blühe ich in den mondlosen Nächten auf.

Gestern habe ich meine zeremoniellen Werkzeuge neu geweiht. Natürlich waren sie alle schon geweiht- jeweils zu den Zeitpunkten als ich sie in meine Kollektion aufgenommen habe. Allerdings hatte ich das Bedürfnis sie erneut zu weihen und mit Kraft aufzuladen.

Meine Werkzeuge die ich in den Zeremonien verwende unterscheiden sich etwas von den Werkzeugen der heutigen Magie (die durch die Golden Dawn Symbolik beeinflusst ist). Ich habe meine Inspiration für die Werkzeuge aus der Antike genommen. Ich nutze ein scharfes Küchenmesser das ich mit Kupfer draht umwickelt habe. Um negative Geister zu bannen, um Schutz zu spenden und um Kräuter zu schneiden. Ich benutze einen Stab aus Eibenholz um die Göttin anzurufen- oder andere Gottheiten, um Geister zu beschwören, um Gegenstände zu segnen. Ich benutze eine Oinochoe und Kupfer Schalen für geweihtes Wasser und Opfergaben- um die Göttin, Gottheiten und Geister zu nähren. Ich verwende eine Schnur für die Trance und Meditation und eine Leder Peitsche für apotropaische Zwecke und wenn es notwendig ist für Bannende Handlungen. Außerdem verwende ich eine Trommel, Divinations Werkzeuge und Schalen mit Räucherwerk (Himmel), Wasser (Meer) und getrockneten Blüten (Erde) die um das Hekateion angeordnet sind.

Heute habe ich das Deipnon gefeiert und Hekate und den Geistern ihr Opfermahl dargebracht. In der Antike wurde das Deipnon zelebriert um die ruhelosen Geister zu nähren und damit ruhig zu stellen. Ich gebe das Mahl heute Hekate und allen wohlwollenden Geistern in meinem Heim und die mich umgeben, auch meinen Ahnen. Und bringe es dann später auf die Wegkreuzung damit auch die ruhelosen Geister ihren Anteil an dem Mahl bekommen.

Nach dem Deipnon Ritual habe ich eine Räuchermischung hergestellt die ich in den nächsten Monaten verwenden werde um mein Heim zu reinigen bei den Deipnon Praktiken. Ich habe Lorbeerblätter, Zypressen Nadeln, Pappel Knospen, Rosmarin, Cumin, Fichten Harz, Wacholder Beeren, und ätherische Öle von Zeder, Bergamotte und indischer Melisse verwendet für die Räuchermischung. Und bei dem Ritual mit Kraft aufgeladen.

 

 

 

Ein modernes Hekateion

Veröffentlicht von hekatetempel am November 23, 2015
Veröffentlicht in: heidnische Spriritualität, Uncategorized. Schlagwort: große Göttin, Heidentum Hameln, Hekate, Hekate Kult, Hekate Religion, Hekateia, Hekateion, moderne Tempel. 2 Kommentare

Vor ungefähr einem Jahr hatte ich die Idee für meinen Tempelraum ein großes Hekateion zu erschaffen. Das als Fokus für die Rituale des Heiligtums der Hekate Pasikrateia dienen sollte.

Ein Hekateion ist eine Darstellung der Göttin Hekate- die in der Antike ab dem 5. Jahrhundert vor Christus populär wurde. In den Hekateia wird Hekate als junge schöne Frau dargestellt, die als Dreigestalt um einen zentralen Pfeiler steht und verschiedene Symbole in ihren Händen hält (Fackeln, Früchte, Opferschale- und Kanne, Schlüssel, Peitschen, Dolche und weitere Symbole)- einige dieser Statuen hatten allerdings auch keine Symbole in den Händen.

Ich konnte letztes Jahr dann drei Statuen der Göttin Hebe erwerben (die Göttin der Jugend) und habe diese etwas verändert damit sie zu einer Darstellung von Hekate werden.

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Ich habe die Statuen angefangen zu bemalen (damit bin ich noch nicht fertig) ich habe sie mit Schlüsseln, Schlangen und safran-gelben Schleiern geschmückt, die Statuen mit heiligen Kräutern, Steinen und Gegenständen gefüllt und um einen Pfahl aus Holz angeordnet.Jede Statue wurde einzeln gereinigt, gesegnet, geweiht und beseelt bevor sie auf dem Altar angeordnet wurde.

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Die Statuen sind auf einem runden Tisch angeordnet, umgeben von den Symbolen der Göttin (Peitsche, Fackeln, Schalen, Oinoche/Kanne, Messer) und das Hekateion dient als zentraler Altar im Tempelraum. Und als Fokus für Gruppenrituale (im Verlauf des Jahres waren offene Rituale im Mai und September und private Gruppenrituale) und natürlich auch der Fokus meiner persönlichen Riten. Das Hekateion ist noch nicht fertiggestellt, die Statuen müssen noch weiter bemalt werden- das Projekt wird sich mit der Zeit weiter entwickeln. In den nächsten Monaten habe ich auch vor den Tempelraum generell noch etwas zu verändern und umzugestalten.

Das Labyrinth des Lebens

Veröffentlicht von hekatetempel am November 6, 2015
Veröffentlicht in: Uncategorized. 3 Kommentare

„Es ist doch immer so- selbst wenn man sie kommen sieht, ist man vor Überraschungen nicht gefeit, wir alle wollen das unser Leben so bleibt wie es ist, doch es ändert sich.Sind wir also hilflos- nur Marionetten? Nein es gibt immer wieder Wendepunkte, so ist das Leben- es kommt darauf an was man daraus macht, in diesen Momenten erkennt man wer man ist…“ Zitat aus Buffy im Bann der Dämonen

Seit 2013 kommt es mir so vor als wäre mein Leben aufgewirbelt worden, als hätte ich die Kontrolle über die Veränderungen verloren (und Kontrolle über die Situationen in meinem Leben ist mir generell sehr wichtig, wahrscheinlich geht es vielen Hexen und magisch Praktizierenden so). Und Ende des letzten Jahres hatte ich wieder das Gefühl das sich alles etwas gesetzt hat und ich langsam wieder in meinen alten Rhythmus zurück finde. Doch dann kam eine überraschende Wendung mit der ich in dieser Form so nicht mehr gerechnet hatte. Und dann ab letzten Dezember fing dann erst der richtige Veränderungsprozess an.

Oft denken wir das Leben würde in geradlinigen Bahnen verlaufen, wir denken wir haben die Kontrolle über unser Leben, wir planen und gestalten unseren Weg und nehmen ihn als eine gerade Straße wahr- die uns stetig weiter nach vorne führt. Doch das Leben ist nicht gradlinig, die Pfade des Lebens sind eher wie ein Labyrinth. Manchmal mag es uns so vorkommen als würden wir einem sicheren geraden Pfad folgen- aber dann kommt eine Biegung, oder eine Kreuzung der Wege und plötzlich führt uns der Pfad zurück an den Punkt des Anfangs, zu einem Ende und einen Neubeginn.

Alles im Leben verändert sich, nichts ist für die Ewigkeit geschaffen, nur der Wandel selbst ist ewig. Wir alle möchten das die guten Dinge in unserem Leben so bleiben wie sie sind, die Dinge die uns Halt, Sicherheit und Kraft geben, das Menschen die wir lieben an unserer Seite bleiben und das die Dinge so bleiben wie sie sind. Doch von jetzt auf gleich kann sich das eigene Leben komplett verändern. Die Dinge die wir als sicher betrachtet haben, verschwinden oder werden plötzlich unsicher. Der Pfad den wir gefolgt sind hat eine Wendung gemacht und wir stehen plötzlich wieder am Anfang.

Ich war in den letzten Monaten sehr still hier auf meinen Blogs, denn mein Leben wie ich es kannte geriet ins wanken. Ich habe lernen müssen es anzunehmen nicht die Kontrolle auf alle Situationen in meinem Leben zu haben, mit dem Fluss zu gehen, es anzunehmen einfach mal abzuwarten anstatt konkret zu handeln. Und den Dingen ihren Lauf zu lassen.

Doch ich habe auch gelernt das ich nicht alleine bin, wir gehen nicht alleine durch das verworrene Labyrinth des Lebens, wir haben Gefährten die mit uns Gehen oder uns Führen- Freunde, die Göttinnen und Götter, die Ahnen und helfende Geister, sie unterstützen uns wenn wir offen sind uns führen zu lassen. Doch sie können uns nicht ersparen den Weg der Veränderungen zu gehen- dies können nur wir selbst tun.

Das Leben ist wie ein Labyrinth erfüllt mit Herausforderungen- nehmen wir diese an oder verharren wir? Auch wenn es oft nicht in unserer Macht liegt was das Leben uns an Veränderungen bringt- so liegt es an uns wie wir mit diesen -Veränderungen umgehen und ob wir die Chancen nutzen die uns Veränderungen bringen- denn in jedem Tod des Alten liegt der Same des Neuanfangs verborgen.

Das Leben ist voller Wendepunkte, voller Kreuzwege und Schwellen der Veränderung, doch es gibt eine uralte Göttin die über diese Kreuzungen des Lebens und des Schicksals wacht, sie kann uns mit ihren Fackeln durch die unsicheren Zeiten der Veränderung führen- und uns dabei helfen wieder selbst die Fackel in den Händen zu halten- wenn wir wieder auf einem sicheren Pfad sind und selbst wieder aktive Schöpfer der Veränderung in unserem Leben werden- und die Weisheit zu erkennen wann wir Veränderungen annehmen müssen und wann es an der Zeit ist selbst den Samen der Veränderung zu sähen. Wir sind eingewoben in das Netz des Schicksals- und gleichzeitig weben wir mit an den Fäden die diesem Netz ihre Substanz verleihen.

Rosensalz, Räucheründel und Eisenhut

Veröffentlicht von hekatetempel am Juli 7, 2014
Veröffentlicht in: Uncategorized. Schlagwort: Eisenhut, Hexen Blog, Hexengarten, Räucherbündel, Rituale, Rosensalz, Wermut. 2 Kommentare

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Zu meinem Geburtstag im November hatte ich von einer lieben Freundin (die ebenfalls Hexe ist) Rosensalz geschenkt bekommen. Leider war dieses viel zu schnell aufgebraucht.

Letzten Monat habe ich am Freitag nach Neumond Rosenblütenblätter gesammelt. Ich bin dafür stundenlang an Waldrändern entlang gewandert und durch Wasserschutzgebiete um möglichst wenig belastete Blüten sammeln zu können.

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Die Ausbeute habe ich dann in Meersalz eingelegt und einen Monat ziehen lassen. Da die Schale nur mit einem Handtuch abgedeckt war, hat das Treppenhaus vor meinem Ritualzimmer, die ganze Zeit über herrlich nach Rosen geduftet. Jetzt habe ich das Rosensalz feiner gemahlen und geweiht. Wir werden es zum Kochen verwenden, aber auch für Weihwasser und magische Zwecke.

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 Zu Schwarzmond habe ich meinen Wermut geerntet. Und zu Räucherbündeln verschnürt. Bisher hatte ich nur normalen Wermut in meinem Garten, letztes Jahr hatte ich dazu noch französischen Wermut gepflanzt- dieser hat einen weitaus intensiveren Duft und ich bin gespannt wie der Unterschied beim Räuchern sein wird.

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Im Moment mache ich all meine Rituale wieder draußen, meist im Garten. Ich genieße es die Sterne über mir leuchten zu sehen, den Wind zu fühlen wie er durch die Sträucher streift, offen zu sein für Omen als Botschaften der Götter und Geister. In meinem Hexengarten wächst alles gut, dieses Jahr habe durch die Trockenheit allerdings kaum Minze- dafür weitaus mehr Zitronenmelisse als in den Jahren zuvor. Mein blauer Eisenhut musste durch die vielen Blüten schon abgestützt werden und ich habe ebenso zu Schwarzmond schon die ersten Blüten geerntet.

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Naturspiritualität und Heilung

Veröffentlicht von hekatetempel am Juni 20, 2014
Veröffentlicht in: heidnische Spriritualität. Schlagwort: Heilung, Hexerei, Natur Magie, Naturreligion, Naturspiritualität, Sommersonnenwende. Hinterlasse einen Kommentar

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In den letzten Wochen bin ich viel durch die Wälder, Wiesen und Felder gewandert. Mit meinen gegabelten Stab, einfachen Opfergaben für dir Geister und einem offenen Herz für die Schönheit um mich herum. Ich bemerkte wie sehr meine Seele sich nach Heilung sehnte, spürte erst jetzt mit etwas Abstand welche Spuren die Veränderungen (die ich selbst initiiert hatte) in mir hinterlassen haben. Wenn ich die Hügel und Berge um mich betrachte, geschmückt mit Wäldern, Wiesen und Feldern- dann erfreue ich mich an der Schönheit der Landschaft. Fühle meine starke Verbindung zu ihr. Wenn ich auf Wildpfaden durch die Wälder streife, dem Murmeln von Flüssen lausche oder nachts fernab der Dörfer hinauf zum Himmel Blicke und das strahlende Gewand der dunklen Göttin bewundere. Dann fühle ich das meine Seele heilt, sich erneuert und langsam regeneriert. Die Verbindung zur Natur ist meine Therapie. Ich verbinde mich mit dem Land unter meinen Füßen. Mit dem Geistern der Natur. Alles um mich ist lebendig, beseelt und vom heiligen erfüllt. Die Landschaft ist mit der Unterwelt verbunden entspringt aus ihr. Alles entspringt aus dem Schoß der dunklen Mutter aus den Tiefen der Unterwelt. Und die alles beseelende Kraft schlängelt sich schlangenhaft wie ein Fluss aus der Unterwelt durch die Natur.

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Ich spüre diese Wahrheit bei meinen Wanderungen. Fühle meine Verbindung zur Natur, zur Unterwelt und zu Hekate tief in mir. Und diese Verbindung heilt mich langsam. Heute ist die Sommersonnenwende. Der längste Tag des Jahres. Traditionell ein Zeitpunkt für heilende Rituale aber auch für die Liebe. Ich werde ein Handfasting (heidnische Hochzeit) für eine Freundin durchführen und in den nächsten Tagen mich mit der Kraft der Sonne verbinden. Zeit mit Menschen verbringen die ich liebe. Und mich selbst auch wieder mehr der Liebe öffnen.

Walpurgisnacht, Rückblick und Wandel

Veröffentlicht von hekatetempel am Mai 1, 2014
Veröffentlicht in: Uncategorized. Schlagwort: Alltagsmagie, Beltaine, Beltane, Hekate, Hexenkunst, Hexerei, Walpurgisnacht. 2 Kommentare

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Wieder einmal war es recht still hier auf meinem Blog. Seit letzten Jahr im Mai kommt es mir so vor als wäre mein Leben ziemlich turbulent gewesen, voller Veränderungen und neuer Eindrücke- einige dieser Veränderungen waren nicht leicht, kosteten viel Kraft und auch tränen. Es gab auch viel positives das oft aber auch sehr turbulent in mein Leben trat und mich manchmal etwas aus dem Takt gebracht hat. Nicht zu sehr aus dem Gleichgewicht zu geraten- war irgendwie ein starkes Thema in meinem Leben seit dem. Mir fehlte oft die Zeit und Energie mich um den Blog und neue Artikel zu kümmern. Aber jetzt scheinen sich die Dinge etwas zu legen und ich werde sehen, ob ich es schaffe wieder mehr Energie und Zeit hier zu investieren.

Auch spirituell hat sich vieles in meinem Leben verändert. Mein Zirkel den ich seit 2006 organisiert hatte ist zu einem Stillstand gekommen und hat sich dann im letzten April ganz aufgelöst. Ich bin dem Covenant of Hekate beigetreten, bin dort seit Anfang diesen Jahres Fackelträger. Und habe das Heiligtum der Hekate Pasikrateia eröffnet. Und werde jetzt regelmäßig offene Rituale über dieses Heiligtum anbieten.

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In Sachen Magie hatte sich mein Fokus auch etwas verschoben- mehr zu einer etwas zeremonielleren Herangehensweise. Ich habe mich mehr mit antiken magischen Praktiken beschäftigt, wieder mehr zeremonielles Zeug gemacht. Doch jetzt zieht mich wieder diese einfache- erdverbundene Seite der Hexerei in ihren Bann und ich habe letzten Monat begonnen mehr „Hand in Hand“ zu machen. Beiden Seiten Raum zu bieten. Ich beschäftige mich wieder viel mit Hoodoo, habe einige neue Veröffentlichungen gelesen, Interessante neue Dinge gelernt und irgendwie scheint sich das jetzt für mich wieder mit der Hexerei zu verbinden und zusammen zu wachsen.

Ich habe Ideen im Kopf für neue Artikel und möchte auch wieder mehr über die Dinge schreiben die ich so mache- denn das ist seit letzten Jahr hier sehr zu kurz gekommen.

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Gestern war die Walpurgisnacht, die Schleier zwischen den Welten waren wieder dünner. Hexen tanzten mit den Elfen- dunkel sowie licht, mit den Ahnen und den Geistern, schlugen Brücken zwischen den Welten. Und es zog mich zum Hohen Asch (einen besonderen Berg in meiner Region) und ich habe dort ein kleines Ritual zelebriert um die Geister zu ehren und mich mit ihnen zu verbinden. Um das Land, die Tiere und die Menschen zu segnen. Und vor allem auch die anderen Hexen egal welchen Pfaden oder Traditionen sie auch folgen mögen- möge die Phase des Wachstums euch Segen bringen, euch erneuern, kräftigen und inspirieren. Folgt eurer Intuition, dem inneren Ruf der euch vorantreibt, folgt eurem ganz eigenen Zugang zur Unterwelt/Anderswelt und schlagt die Brücken zwischen den Welten erneut. Seit freudvoll, eigenmächtig, unkonventionell und findet die Kraft und Stärke in eurem Inneren. Seit eine starke und lebendige Verbindung zu den Geistern, zur Unterwelt/Anderswelt und bringt die Einflüsse dieser Ebene des Seins in unsere Welt. Bringt das kreative Chaos der Natur in die von Menschenhand geschaffenen Regeln und strukturen. Folgt dem Ruf der euch lockt und vorantraut und habt den Mut wahrhaftig das zu sein- was ihr seid.

 

Offenes Ritual: Eröffnung des Heilgtums

Veröffentlicht von hekatetempel am Februar 26, 2014
Veröffentlicht in: Uncategorized. Schlagwort: Covenant of Hekate, Göttin Religion, Heidentum Hameln, Heidentum Hannover, Hekate Heiligtum, Hekate Tempel, Hekate Verehrung, Offene Rituale, Orte der Kraft. 2 Kommentare

Seit dem letzten Noumenia Fest bin ich ein Fackelträger im Covenant of Hekate.

Die Zeit vor dem Weihe-Ritual zum Fackelträger habe ich mich auf die Reinigung konzentriert, auf das Loslassen von alten- auf das annehmen und willkommen heißen von Neuem. Seit dem arbeite ich darauf hinaus ein Heiligtum zu eröffnen.

Im Covenant of Hekate wird die Göttin Hekate als Beseelerin des Kosmos gesehen.

Doch jedes Heiligtum (Sanctuary) ist einem besonderen Aspekt der Göttin gewidmet.

Am 21. März 2014 werde ich das Weihe-Ritual für das Heiligtum der Hekate Pasikrateia* durchführen und dabei die Statue des Heiligtums nach den Vorgaben des CoH weihen.

Am Samstag den 22. März werde ich ein Ritual durchführen um das Heiligtum zu öffnen- dabei sind Gäste herzlich willkommen.

Bei dem Ritual wird die Göttin Hekate in ihre Statue gerufen und das Ritual zielt auf die Verbindung und Erfahrung der Göttin durch die Ritualteilnehmer ab.

Bei dem Ritual werden wir uns auch mit der Göttin Persephone verbinden und ihrem Aufstieg aus der Untewelt.

Nach dem Ritual werden wir die Statue der Göttin auf den Kreuzwegsschrein (in einem kleinen Waldstück) bringen und dort einen “Wunschbaum” erschaffen und einen auch einen Baum für die Göttin Hekate pflanzen. Danach wird die Statue wieder zurück in den Tempelraum gebracht- um die Wegkreuzung symbolisch mit der Statue des Heiligtums zu verbinden.

Jeder Teilnehmer bringt zu dem Ritual eine Opfergabe für die Göttin Hekate mit (beispielsweise Feigen, Datteln, Weintrauben, flüssigen Honig, Brot, Eier, Knoblauch oder Zwiebeln).

Und ein Band oder eine Schnur aus natürlichen Materialien (wie Baumwolle) mit.

Treffen ist ab 16 Uhr. Das Ritual wird voraussichtlich um 20 Uhr beginnen.

Ihr könnt euch unter hekate-tempel@gmx.net für das Ritual anmelden.

 

 

*Pasikrateia ist ein Beiname der Hekate von dem Zaubertisch aus Pergamon.

Pasikrateia bedeutet die Allmächtige- oder Königin von allem- und bezieht sich auf Hekate als große Göttin.

Eine Orakel-Botschaft der Göttin Hekate…

Veröffentlicht von hekatetempel am Februar 16, 2014
Veröffentlicht in: Uncategorized. Schlagwort: Hekate Botschaft, Hekate Invokation, Hekate Kult, Hekate Offenbarung, Hekate Orakel, Hekate Trance, Hekate Worte, Worte der Göttin. Hinterlasse einen Kommentar

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Die folgenden Worte wurden in einer Invokation* der Göttin Hekate offenbart, durch die Fackelträgerin (Torchbearer) des CoH- Andrea Meryem Angelos- im Heiligtum (Sanctuary) von Hekate Magna in England. Die Göttin wollte das diese Botschaft an all ihre Priesterinnen in allen Ländern weitergegeben wird. Daher habe ich den Orakeltext übersetzt.

 

“Ich bin die Tochter von Titanen, ich bin die Mutter der Berge und das Feuer das in ihnen brennt…

Ich bin Hekate-

sucht mich in Assyrien, sucht mich in Babylon,

doch ich bin noch viel älter,

Ich bin der Donner unter der Erde,

Ich bin die Sterne die vom Himmel fallen,

Ich bin das heilige Feuer das im Himmel brennt,

Ich bin die Bringerin des Lebens,

Ich bin diejenige die den Tod bringt.

Ich bin das Wasser das hervor strömt und die Erde nährt,

und ihr seit meine Priesterinnen,

auf eurer Stirn tragt ihr den Stern meiner Mutter,

in euren Händen haltet ihr die Macht zu segnen und zu verwandeln,

die Macht Leben zu bringen und den Tod auszuteilen.

Ihr seit meine Priesterinnen, Hebammen des Wandels,

ihr seit so stark wie die Berge,

fest wie Granit,

seit gesegnet meine Priesterinnen,

und auch eure Kinder, deren Kinder und Generation über Generation.

Mich könnt ihr nicht verleugnen.

Eure stärke wurzelt in Wahrheit, Macht und Liebe!”

 

 

*Invokation ist eine Technik bei der eine Gottheit in einen Menschen, der in einer rituellen Trance ist, herein gerufen wird. Die Gottheit kann dann durch das Trance-Medium handeln und sprechen.

Invokationen werden auch ausgeführt um die Anwesenheit von Gottheiten in Kultstatuen zu rufen.

Nächtlicher Kreuzweg-Schrein

Veröffentlicht von hekatetempel am Februar 13, 2014
Veröffentlicht in: heidnische Spriritualität. Schlagwort: esoterik hameln, Göttin der Nacht, Hecate, Heidentum Hameln, Heidentum Weserbergland, Hekate, Magie Hameln, magische Orte Weserbergland, Todtenberg. 2 Kommentare

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Wir hatten heute Abend eine wundervolle Dämmerung. Nachdem die Nacht an Kraft gewonnen hatte und ihren Schleier aus Dunkelheit, Sternenlicht und Mondschein über die Landschaft ausgebreitet hatte, habe ich mich mit unserer Hündin auf den Weg zu Hekates Kreuzweg-Schrein gemacht… Das erste Bild zeigt den Pfad der vom Dorf den Hügel hinauf führt….

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Auf meinem Weg hat der Mond die Nacht mit seinen Strahlen verzaubert, selbst wenn er hinter den Zweigen der Pappeln verborgen war…Der Schrein der Göttin ist auf dem Todtenberg, einst ein heidnischer Kultplatz, später nach der Christianisierung hat er sich zum „Galgenberg“ der umliegenden Dörfer entwickelt. Heute ist auf dem Hügel ein kleiner Wald. Auf einer dreifachen Wegkreuzung habe ich vor einem Jahr den Schrein errichtet…

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Dreifache Wegkreuzungen waren in der Antike Plätze die besonders stark mit Hekate verbunden waren, sie war die Wächterin der Kreuzwege und auch heute noch spielen dreifache Wegkreuzungen in den magischen Praktiken vieler Kulturen eine besondere Rolle…

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Der erdverbundene Schrein der Göttin, von der Position aus blickt die Statue der Göttin auf die Schnittstelle der Kreuzung…

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Hekate war eine Göttin der Nacht und der nächtlichen Mysterien…

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Aber sie war auch seit der römischen Zeit eine Göttin des Mondes… auf mondbeschienenen Kreuzwegen standen früher ihre Schreine… doch besonders wurde sie in der Zeit des schwarzen Mondes verehrt…

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Doch sie war nicht nur eine Göttin der Nacht, der Kreuzwege und des Mondes… sie war eine große Göttin- eine Verkörperung der Natur, Beseelerin des Kosmos und Weltenseele…

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Die Nacht ist voller Schönheit- ebenso wie Hekate…

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Hunde waren der Göttin besonders heilig, sie waren ihre treuen Gefährten auf ihren Wanderungen durch die Nacht, ihre Begleiter und das Bellen von Hunden war ein Zeichen dafür, dass sie Gebete erhört hat…

Ich habe am Schrein der Göttin zu ihr gebetet, mich mit ihrer Kraft, Energie und Anwesenheit verbunden, habe mich dreimal im Kreis um die Wegkreuzung bewegt und ihre alten Namen gewispert- Triformis, Trioditis, Trimorphos… Ich habe sie darum gebeten den Ort zu schützen und zu segnen- und alle Geister, Tiere und Menschen, die diese Wegkreuzung durchschreiten- auf ihren Wanderungen…

Danach habe ich mich mit unserer Hündin wieder auf den Weg zurück gemacht… begleitet von dem fernen Gebell von Hunden…

Die alten Göttinnen und Götter kehren zurück….

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