
Pip: Willkommen in der Hexenküche — wo Sonnenfinsternisse, Seifenkessel und kosmische Ordnung zusammenkommen, als wäre das völlig selbstverständlich.
Mara: FlorianSchlie hat in letzter Zeit einiges festgehalten: die Magie einer Sonnenfinsternis im Löwen, Vollmondriten und Hekate-Arbeit, und die stille Alchemie des Seifensiedens. Fangen wir mit dem Himmel an.
Sonnenfinsternis als Schwelle: Loslassen im Löwen
Pip: Eine Sonnenfinsternis lädt normalerweise zu großen Plänen und Wunschlisten ein — doch hier geht es um das genaue Gegenteil: innehalten, loslassen, Raum schaffen.
Mara: Genau das ist der Kern. Der Beitrag zur Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 formuliert es so: „Vielmehr empfinde ich sie als eine Zwischenzeit — als einen Moment, in dem wir innehalten und schauen können, was wir eigentlich nicht länger mit uns tragen möchten.“
Pip: Das ist eine echte Umkehrung. Keine Manifestationsliste, sondern eine Inventur dessen, was gehen darf.
Mara: Und weil diese Finsternis im Löwen steht — Feuerzeichen, Symbol für Kreativität und sichtbares Eigenlicht — wird die Frage konkret: Was hindert uns daran, unser eigenes Licht leuchten zu lassen? Als Ritual wird vorgeschlagen, alte Glaubenssätze aufzuschreiben und in einer feuerfesten Schale zu verbrennen, ergänzt durch mit Zitrusölen gesalbte Kerzen.
Mara: Im Nachfolgebeitrag zeigt sich, wie das in der Praxis aussah: Nach der Finsternis entstand ein Öl der Erneuerung, dann folgte Hekates Deipnon an einer Wegkreuzung, und schließlich eine zweite Lavendelernte — aus der Räucherbündel, Seife und Badezusätze wurden.
Pip: Vom kosmischen Ereignis direkt in den Garten. Die Finsternis öffnet das Tor, der Lavendel hält es offen.
Mara: Treffend gesagt. Der Beitrag schließt mit dem Gedanken, dass Magie nicht endet, wenn die Kerze erlischt — sie durchzieht den ganzen Alltag. Und genau dorthin führt uns das nächste Thema.
Vollmond, Freiheit und Hekate
Pip: Rituale brauchen Ankerpunkte — Mondphasen, Götter, manchmal auch andere Menschen. Hier kommen alle drei zusammen.
Mara: Der Vollmond im Wassermann lädt laut dem gleichnamigen Beitrag dazu ein, alte Rollen und einengende Gedanken loszulassen: „Freiheit beginnt erst wirklich dann, wenn wir den Mut haben, wir selbst zu sein.“ Praktisch empfohlen werden Räucherungen, Sigillen und Meditationen — alles dem Luftelement zugeordnet.
Pip: Luft für den Geist, Feuer für die Transformation — das Elementesystem arbeitet hier als echtes Orientierungswerkzeug, nicht als Dekoration.
Mara: Und wer das gemeinschaftlich erleben möchte: Eine Einladung zum offenen Vollmondritual im Heiligtum der Hekate am 29. August steht im Raum — mit Kräutersegnung und dem Versprechen eines magischen Abends im Kreis Gleichgesinnter. Von der Gemeinschaft zur stillen Küche ist es dann nur ein Schritt.
Seifensieden als Alchemie des Alltags
Pip: Alchemie klingt nach rußigen Laboratorien und dem Traum, Blei in Gold zu verwandeln — aber die Hexenküche hat eine modernere Variante gefunden.
Mara: Der Beitrag zum Seifensieden bringt es direkt auf den Punkt: „Aus Pflanzenölen und einer Lauge entsteht durch einen faszinierenden Wandlungsprozess etwas vollkommen Neues — eine Seife, die nicht nur reinigt und pflegt, sondern auch zum Träger einer magischen Absicht wird.“
Mara: Jede Zutat wird bewusst gewählt: Lavendel für Ruhe, Rosengeranie für Herzenswärme, Patchouli für Erdung. Während des Rührens werden Zauberformeln gesprochen, Hekate und die Khariten um Segen gebeten — die Seife wird zum Alltagsritual.
Pip: Was mich wirklich beschäftigt: Das Rühren selbst wird als Meditation beschrieben. Der Prozess verändert nicht nur die Zutaten, sondern auch denjenigen, der rührt.
Mara: Genau das verbindet es mit dem früheren Beitrag zum rückläufigen Merkur, der ebenfalls vom Wechsel zwischen Kopfarbeit und handwerklicher Stille handelt — Kräuter sammeln, Ölauszüge ansetzen, Seife sieden als Gegenpol zu Steuererklärungen und Webseitenüberarbeitungen. Das Mondzeichen Jungfrau, heißt es dort, erkläre, warum gerade diese stillen, handwerklichen Praktiken die Seele nähren.
Pip: Kosmische Selbsterkenntnis via Astrologie — und dann in die Küche. Das hat eine gewisse Logik.
Mara: Loslassen, Gemeinschaft, stille Handarbeit — das zieht sich wie ein roter Faden durch alles hier.
Pip: Finsternis, Vollmond, Seifenkessel. Der Herbst kündigt sich an — mal sehen, welche Magie die kühleren Nächte mitbringen.















































