Am 29. August öffnet sich das Heiligtum der Hekate für ein offenes Vollmondritual. Gemeinsam wollen wir Hekate begegnen, unsere mitgebrachten Kräuter segnen und einen magischen Abend im Kreis Gleichgesinnter verbringen.
Alle Informationen zum Ritual, zur Anmeldung und zum Ablauf findet ihr im vollständigen Beitrag:
In den letzten Wochen habe ich mich intensiv mit allem beschäftigt, was geschrieben, geplant und organisiert werden wollte.
Passend zum rückläufigen Merkur standen die Steuererklärung, Abrechnungen und viele Stunden am Computer auf dem Programm. Außerdem habe ich meine Webseiten gründlich überarbeitet. Sowohl diese Seite, deren neues Design und die neuen Artikel ihr sicher schon entdeckt habt, als auch meine WebseiteSacra Ritualis haben eine kleine Frischzellenkur erhalten.
Auch hier auf Hexen-Kunst habe ich ältere Beiträge aufgeräumt. Das bisherige Grimoire ist vorerst verschwunden. Stattdessen möchte ich nach und nach ausgewählte ältere Artikel überarbeiten und ihnen einen neuen Platz geben. So entsteht mit der Zeit ein neues Grimoire – eine Sammlung von Pflanzenwissen, magischen Erfahrungen und praktischer Hexenkunst, die stetig wachsen darf.
So erfüllend diese Arbeiten auch sind – sie spielen sich vor allem im Kopf ab. Umso wohltuender war es heute, wieder mit den Händen zu arbeiten.
Ich streifte durch meinen Hexengarten und sammelte duftende Kräuter: Rosengeranie, Lavendel, Immortelle, blühende Nachtkerzen, Rosenthymian, Melisse und Zitronenverbene. Aus ihnen habe ich einen sommerlichen Ölauszug hergestellt.
Im Sommer nutze ich dafür besonders gerne die Kraft der Sonne. Die frischen Kräuter kommen in ein verschließbares Glas, werden mit Öl übergossen und anschließend einige Stunden in die Morgen- oder Nachmittagssonne gestellt. Durch die Wärme lösen sich Duft- und Pflanzenstoffe besonders gut aus den Kräutern und verbinden sich mit dem Öl.
Im Winter arbeite ich meist anders. Dann dürfen die Kräuter mehrere Wochen langsam ausziehen und werden regelmäßig geschüttelt. Manchmal bereite ich auch einen schonenden Heißauszug zu. Doch die Sonnenauszüge gehören für mich einfach zum Sommer. Sie tragen für mich etwas von der Wärme, dem Licht und der Fülle dieser Jahreszeit in sich.
Aus diesem Kräuteröl möchte ich später Seife sieden. Das Herstellen von Ölen – ob als Duftöl, Aromaöl oder für magische Zwecke – und auch das Seifensieden gehören für mich zu den schönsten Formen der Hexenkunst. Diese Arbeiten entschleunigen mich, bringen mich ganz ins Hier und Jetzt und schenken meiner Seele eine tiefe Ruhe.
Vielleicht liegt das auch daran, dass mein Mond im Sternzeichen Jungfrau steht. In der Astrologie symbolisiert der Mond unsere Gefühlswelt, unsere Intuition und die Dinge, die uns innerlich nähren. Deshalb kann das Mondzeichen interessante Hinweise darauf geben, welche spirituellen oder magischen Praktiken sich für uns besonders natürlich anfühlen und welche unserer Seele besonders guttun.
Für mich sind es die stillen, handwerklichen Seiten der Hexenkunst: Kräuter sammeln, Öle herstellen, Seife sieden und mit den Rhythmen der Natur zu arbeiten. Dies nährt meine Seele.
Hast du schon einmal nachgeschaut, in welchem Sternzeichen dein Mond steht? Vielleicht verrät er dir etwas darüber, welche Form der Magie oder Spiritualität sich für dich besonders stimmig anfühlt.
Viele Menschen wissen, dass die Rauhnächte eine ganz besondere Zeit sind – doch auch die Mitsommertage sind etwas Besonderes. Sie sind gewissermaßen das Gegenstück zu den Rauhnächten.
Die Mitsommertage beginnen mit der Sonnenwende und sind eine Zeit, um das Leben zu feiern und das Lebendigsein zu zelebrieren.
Früher sammelte man in dieser Zeit Kräutersträuße und hängte sie zum Schutz im Haus, auf dem Hof und in den Stallungen auf. Auch zum Räuchern wurden Kräuter gesammelt – beispielsweise Johanniskraut, Beifuß, Eisenkraut und Rainfarn (giftig).
Freudenfeuer wurden entzündet und der Kontakt zu Naturgeistern soll in dieser Zeit besonders leicht fallen.
Ich selbst nutze die Tage nach der Sonnenwende gerne, um Quellen und lokale Kraftorte zu besuchen, ausgedehnte Spaziergänge zu machen und mich ganz bewusst dem Leben und dem Licht zu öffnen.
Ich entzünde Kerzen in sonnigen Farben, salbe sie mit Orangenöl, räuchere mit Kräutern der Sonne wie Alant, Engelwurz und Zimt und mache Potpourris aus duftenden Rosenblüten für Harmonie.
In der Folklore gelten die Tage vom 20.–25. Juni als besondere Zeit. Ich selbst nutze den Tag der Sommersonnenwende und die elf Tage danach als meine zwölf Sonnentage – als Gegenstück zu den zwölf Rauhnächten.
Eine wunderbare Sonnenwende wünsche ich euch allen. Lasst euch von der Sonne und den Gottheiten der Sonne und des Lichts segnen.
Bald ist es wieder so weit: Der längste Tag des Jahres steht bevor… Spürst du das Leuchten, das in allem liegt? Die Kraft der Sonne erreicht ihren Höhepunkt – und mit ihr ein uraltes Fest, das uns bis in die Tiefen der Geschichte begleitet. Die Sommersonnenwende – gefeiert seit der Jungsteinzeit.
Schon unsere Ahnen errichteten Steinkreise und Feuerstellen, um das Spiel von Licht und Dunkel zu ehren. Zwischen dem 20. und 23. Juni, je nach Jahr, erreicht die Sonne ihren höchsten Stand – und schenkt uns den hellsten aller Tage.
🌻 In vielen alten Traditionen galt die Sonnenwende nicht als Sommerbeginn – sondern als seine Mitte. Daher stammt auch das Wort „Mitsommer“: Es ist der Wendepunkt im Jahreskreis, der Moment der Reife, des Lichts, der Erfüllung. Erst mit dem Sonnenuntergang beginnt das Jahr langsam in seine dunklere Hälfte zu gleiten.
In vielen Hexentraditionen ist dies ein Fest der Fülle, der Segnung, der Freude. Du kannst es auf deine Weise feiern:
🕯️ Entzünde goldene, gelbe oder orangefarbene Kerzen. 🌿 Pflücke Johanniskraut und Lavendel – sie vertreiben Unglück und böse Geister. 💎 Lade deine Edelsteine und Talismane in der Mittagssonne auf. 🏡 Segne dein Heim und die Menschen, die darin leben. 🔮 Weihe Sonnen Talismane für Glück, Erfolg, Gesundheit und die Segnungen der Sonne. 🔥 Entzünde ein Freudenfeuer, tanze barfuß auf der Erde und ehre die Schlangenkraft unter dir. 🌾 Segne die Felder, damit die Ernte reich wird. 🌞 Erschaffe Sonnenräder, binde Blumenkränze, verbinde dich mit der Urkraft des Lichts. 🌞 Ehre die alten Gottheiten der Sonne und des Lichts.
Auch wenn das Licht bald wieder abnimmt – jetzt ist die Zeit zu strahlen. Zieh die Kraft der Sonne in dich hinein. Lass dich erfüllen vom Feuer des Lebens. Lass dich sehen.
🌞 Wie wirst du die Sommersonnenwende feiern? Erzähl es mir in den Kommentaren .
Während des Winters habe ich mich ausgeruht und die Gemütlichkeit im Haus genossen, jetzt wo der Frühling naht und die Märzenbecher auf unserer Wiese blühen, freue ich mich auf das Anlegen meines Hexengartens, letztes Jahr sind schon die ersten Pflanzen in die Erde gekommen, Tollkirschen, Rauten, Knollen vom Eisenhut, Bittersüßer Nachtschatten, Jasmin und Wermut. Ich habe als Versuch auch ein Beet mit viel Sand ausgefüllt und Kies und dort zwei Alraunen angepflanzt im Herbst (eine Herbstblühende und eine Frühjahrsblühende) und bis zu den richtig kalten Frosttagen vor einigen Wochen sahen sie über den Winter auch weitaus besser aus, als die Alraunen die ich drinnen in Kübeln überwintere. Ich hoffe das sie auch die letzten Frosttage gut überstehen. Ich habe die ersten Samen begonnen im Haus in Töpfe zu pflanzen, Purpurwinden, Stechapfel, Chilli und Jalapenos. In den Garten direkt kommen dann bald noch viele Wildkräuter und Blumen, Sonnenblume, Levkojen, Kapuzinerkresse und Ringelblumen. Dann warte ich noch auf die Samen von nachtblühenden Pflanzen für den Hexengarten und werde den Garten nach und nach mit anderen Hexen- und Heilpflanzen bestücken, für meine Pulver, Tränke, Räucherwerk , Öle und Rezepturen. Und im Frühjahr will ich einen großen Steinaltar für Hekate aufbauen, im hinteren Teil des Gartens, zwischen alten Obstbäumen, für die Gruppenrituale und werde auch andere besondere Orte im Garten Schaffen für meine Magie und die Wesenheiten des Gartens.
Als ich vor einigen Jahren mit diesem Blog begann habe ich viel über traditionelle Hexenkunst geschrieben und über meine Rezepturen und möchte diese Themen wieder mehr in nächster Zeit hier einfließen lassen.
Während des Winters war ich recht zurückgezogen, langsam kommt mein Bedürfnis für soziale Kontakte wieder mehr zum Vorschein. Jetzt im März werde ich in Hameln einen magischen Stammtisch ins Leben rufen, offen für Magie Praktizierende und Interessierte aus den verschiedenen Traditionen und Pfaden der Magie. Und bin schon sehr gespannt wie dieses Projekt anlaufen wird.
Ein anderes Projekt das mir schon länger im Kopf herum geistert, ist ein heidnisch-magisches Netzwerk ins Leben zu rufen, für Menschen die im und ums Weserbergland wohnen um sich online etwas zu vernetzen. Ich hatte auch die Idee hier auf meiner Webseite eine extra Seite einzurichten für Hexen im Weserberland, die als ein ähnliches Netzwerk dienen soll, denn viele Hexen leben heute in den Großstädten, doch ich denke das auch in den ländlichen Gebieten viele leben, aber mehr im Verborgenen bleiben. Und ich möchte lokal in meiner Region etwas auf die Beine stellen, dass Hexen hier im Weserbergland sich leichter vernetzen können untereinander, aber beide Pläne sind noch nicht voll ausgereift. Und auch über die lokalen Kraftorte, Kultstätten und Naturtempel wollte ich eventuell mehr schreiben, denn das Weserbergland ist von diesen besonderen Orten durchzogen und ich habe jetzt das Glück in der Nähe des Sagenumwobenen Iths zu leben und habe einige dieser Orte in meiner direkten Umgebung. In den letzten zwei Jahren bin mit meinem Partner zu vielen der Kraftorte im Weserbergland gefahren, um mich in die Orte hinein zu spüren und mein Partner hatte Bilder von diesen Orten gemacht, bei unseren Besuchen und trotzdem gibt es noch viele Orte hier, die wir noch nicht besucht und erkundet haben.
Im Mai und September werde ich über mein Heiligtum der Hekate Pasikrateia wieder offene Rituale organisieren. Und bin am Überlegen auch wieder einige Workshops oder Seminare anzubieten, vielleicht aber dies erst im kommenden Jahr.
Ansonsten freue ich mich einfach darauf das Jahr zu genießen.
In den letzten Wochen bin ich viel durch die Wälder, Wiesen und Felder gewandert. Mit meinen gegabelten Stab, einfachen Opfergaben für dir Geister und einem offenen Herz für die Schönheit um mich herum. Ich bemerkte wie sehr meine Seele sich nach Heilung sehnte, spürte erst jetzt mit etwas Abstand welche Spuren die Veränderungen (die ich selbst initiiert hatte) in mir hinterlassen haben. Wenn ich die Hügel und Berge um mich betrachte, geschmückt mit Wäldern, Wiesen und Feldern- dann erfreue ich mich an der Schönheit der Landschaft. Fühle meine starke Verbindung zu ihr. Wenn ich auf Wildpfaden durch die Wälder streife, dem Murmeln von Flüssen lausche oder nachts fernab der Dörfer hinauf zum Himmel Blicke und das strahlende Gewand der dunklen Göttin bewundere. Dann fühle ich das meine Seele heilt, sich erneuert und langsam regeneriert. Die Verbindung zur Natur ist meine Therapie. Ich verbinde mich mit dem Land unter meinen Füßen. Mit dem Geistern der Natur. Alles um mich ist lebendig, beseelt und vom heiligen erfüllt. Die Landschaft ist mit der Unterwelt verbunden entspringt aus ihr. Alles entspringt aus dem Schoß der dunklen Mutter aus den Tiefen der Unterwelt. Und die alles beseelende Kraft schlängelt sich schlangenhaft wie ein Fluss aus der Unterwelt durch die Natur.
Ich spüre diese Wahrheit bei meinen Wanderungen. Fühle meine Verbindung zur Natur, zur Unterwelt und zu Hekate tief in mir. Und diese Verbindung heilt mich langsam. Heute ist die Sommersonnenwende. Der längste Tag des Jahres. Traditionell ein Zeitpunkt für heilende Rituale aber auch für die Liebe. Ich werde ein Handfasting (heidnische Hochzeit) für eine Freundin durchführen und in den nächsten Tagen mich mit der Kraft der Sonne verbinden. Zeit mit Menschen verbringen die ich liebe. Und mich selbst auch wieder mehr der Liebe öffnen.