
In ein paar Tagen ist Sommersonnenwende.
Viele Menschen wissen, dass die Rauhnächte eine ganz besondere Zeit sind – doch auch die Mitsommertage sind etwas Besonderes. Sie sind gewissermaßen das Gegenstück zu den Rauhnächten.
Die Mitsommertage beginnen mit der Sonnenwende und sind eine Zeit, um das Leben zu feiern und das Lebendigsein zu zelebrieren.
Früher sammelte man in dieser Zeit Kräutersträuße und hängte sie zum Schutz im Haus, auf dem Hof und in den Stallungen auf. Auch zum Räuchern wurden Kräuter gesammelt – beispielsweise Johanniskraut, Beifuß, Eisenkraut und Rainfarn (giftig).
Freudenfeuer wurden entzündet und der Kontakt zu Naturgeistern soll in dieser Zeit besonders leicht fallen.
Ich selbst nutze die Tage nach der Sonnenwende gerne, um Quellen und lokale Kraftorte zu besuchen, ausgedehnte Spaziergänge zu machen und mich ganz bewusst dem Leben und dem Licht zu öffnen.
Ich entzünde Kerzen in sonnigen Farben, salbe sie mit Orangenöl, räuchere mit Kräutern der Sonne wie Alant, Engelwurz und Zimt und mache Potpourris aus duftenden Rosenblüten für Harmonie.
In der Folklore gelten die Tage vom 20.–25. Juni als besondere Zeit.
Ich selbst nutze den Tag der Sommersonnenwende und die elf Tage danach als meine zwölf Sonnentage – als Gegenstück zu den zwölf Rauhnächten.
Eine wunderbare Sonnenwende wünsche ich euch allen.
Lasst euch von der Sonne und den Gottheiten der Sonne und des Lichts segnen.
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