
In den letzten Wochen habe ich mich intensiv mit allem beschäftigt, was geschrieben, geplant und organisiert werden wollte.
Passend zum rückläufigen Merkur standen die Steuererklärung, Abrechnungen und viele Stunden am Computer auf dem Programm. Außerdem habe ich meine Webseiten gründlich überarbeitet. Sowohl diese Seite, deren neues Design und die neuen Artikel ihr sicher schon entdeckt habt, als auch meine Webseite Sacra Ritualis haben eine kleine Frischzellenkur erhalten.
Auch hier auf Hexen-Kunst habe ich ältere Beiträge aufgeräumt. Das bisherige Grimoire ist vorerst verschwunden. Stattdessen möchte ich nach und nach ausgewählte ältere Artikel überarbeiten und ihnen einen neuen Platz geben. So entsteht mit der Zeit ein neues Grimoire – eine Sammlung von Pflanzenwissen, magischen Erfahrungen und praktischer Hexenkunst, die stetig wachsen darf.
So erfüllend diese Arbeiten auch sind – sie spielen sich vor allem im Kopf ab. Umso wohltuender war es heute, wieder mit den Händen zu arbeiten.
Ich streifte durch meinen Hexengarten und sammelte duftende Kräuter: Rosengeranie, Lavendel, Immortelle, blühende Nachtkerzen, Rosenthymian, Melisse und Zitronenverbene. Aus ihnen habe ich einen sommerlichen Ölauszug hergestellt.
Im Sommer nutze ich dafür besonders gerne die Kraft der Sonne. Die frischen Kräuter kommen in ein verschließbares Glas, werden mit Öl übergossen und anschließend einige Stunden in die Morgen- oder Nachmittagssonne gestellt. Durch die Wärme lösen sich Duft- und Pflanzenstoffe besonders gut aus den Kräutern und verbinden sich mit dem Öl.
Im Winter arbeite ich meist anders. Dann dürfen die Kräuter mehrere Wochen langsam ausziehen und werden regelmäßig geschüttelt. Manchmal bereite ich auch einen schonenden Heißauszug zu. Doch die Sonnenauszüge gehören für mich einfach zum Sommer. Sie tragen für mich etwas von der Wärme, dem Licht und der Fülle dieser Jahreszeit in sich.
Aus diesem Kräuteröl möchte ich später Seife sieden. Das Herstellen von Ölen – ob als Duftöl, Aromaöl oder für magische Zwecke – und auch das Seifensieden gehören für mich zu den schönsten Formen der Hexenkunst. Diese Arbeiten entschleunigen mich, bringen mich ganz ins Hier und Jetzt und schenken meiner Seele eine tiefe Ruhe.
Vielleicht liegt das auch daran, dass mein Mond im Sternzeichen Jungfrau steht. In der Astrologie symbolisiert der Mond unsere Gefühlswelt, unsere Intuition und die Dinge, die uns innerlich nähren. Deshalb kann das Mondzeichen interessante Hinweise darauf geben, welche spirituellen oder magischen Praktiken sich für uns besonders natürlich anfühlen und welche unserer Seele besonders guttun.
Für mich sind es die stillen, handwerklichen Seiten der Hexenkunst: Kräuter sammeln, Öle herstellen, Seife sieden und mit den Rhythmen der Natur zu arbeiten. Dies nährt meine Seele.
Hast du schon einmal nachgeschaut, in welchem Sternzeichen dein Mond steht? Vielleicht verrät er dir etwas darüber, welche Form der Magie oder Spiritualität sich für dich besonders stimmig anfühlt.
Schreib gerne einen Kommentar dazu…
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