***Neues aus der Hexenküche***

Hier geht es nicht nur um schwarze Katzen, Kröten. spitze Hüte und Tänze im Mondschein…mein Blog über Hexerei, heidnische Spiritualität und ein Leben voller Magie

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Der Hexenhut

Veröffentlicht von hekatetempel am Mai 23, 2013
Veröffentlicht in: Uncategorized. Schlagwort: Hexen, Hexen Hüte, Hexen Symbole, Hexen Werkzeuge, Hexenhut, Hexenkunst, magische Kopfbedeckungen, rituelle Hüte, rituelle Kleidung, spitze Hüte, Ursprung des Hexenhuts. 2 Kommentare

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 Jedes Kind weiß heutzutage, dass Hexen schwarze spitze Hüte tragen. Der Hexenhut ist heute stark mit dem Hexen-Archetyp verwoben. Zu Halloween, Fasching oder bei den Kostümierungen zur Walpurgisnacht, kommt keine Hexe ohne den spitzen Hut als Attribut aus.

Doch woher kommt dieses Bild?

Ist dieses Bild nur der Phantasie entsprungen, oder wurzelt es im Mittelalter? Viele heutige Hexen distanzieren sich von dem Bild der archetypischen Hexe, mit ihrem spitzen Hut, Besen, schwarzen Katzen, brodelnden Kesseln und den warzigen Kröten.Die meisten heutigen Hexen verwenden den Hexenhut nicht in ihren Ritualen oder bei ihrer Magie.Haben im lauf der Zeit wirkliche Hexen den schwarzen spitzen Hut getragen?

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Geschichte:

Tatsache ist, niemand weiß so wirklich, warum der schwarze spitze Hut zu einem Symbol für Hexerei geworden ist (oder die farbenfrohere Variante- in blau oder rot, dekoriert mit Sternen, für den Magier).

Ebenso wie auch andere Symbole, die in unserer Phantasie erscheinen, wenn wir an Hexen denken, beispielsweise der Besen, der Kessel oder wie schwarze Katzen und die Kröten, so erscheint auch der Hexenhut auf alten Holzstichen. Im Mittelalter und der Renaissance wurden Hexen auf einigen Holzstichen und Bildnissen mit dem Hexenhut dargestellt. Populär war diese Darstellungsweise vor allem in England und Schottland. Aber nicht alle Hexen wurden mit spitzen Hüten dargestellt, ebenso wie auch nicht alle Hexen auf allen Holzsstichen mit Besen, Kesseln oder schwarzen Katzen dargestellt wurden. Der Hut ist nur zu einem von vielen Symbolen für Hexen und Hexerei geworden, im Laufe der Zeit.

Einige vermuten, dass der Hexenhut in einer Modeerscheinung wurzelt, Adlige und Noble haben im Mittelalter konische Hüte getragen (wie den Hennin). Und irgendwann soll diese Tracht aus der Mode gekommen sein und so sollen nur noch ländliche Menschen diese Hüte noch getragen haben, als sie nicht mehr „Up To Date“ waren.

Doch warum diese Hüte dann mit Hexen in Verbindung gebracht wurden, erklärt diese Theorie nicht. Und ich persönlich hab noch keinen Holzsstich oder ein Bild gesehen, dass einfach ländliche Menschen im Mittelalter oder der Renaissance mit einem spitzen Hut darstellen. Da würde mir eher das Kopftuch einfallen (und mit diesem wurden Hexen auf den Holzsstichen auch oft dargestellt, ohne das es zu einem Symbol für Hexerei wurde).

Wenn man etwas tiefer in der Zeit zurück geht, findet man sehr interessante Dinge in der Bronze Zeit. In Deutschland wurden einige goldene spitze Hüte gefunden, die mit Sonnen, Monden und Sternen verziert sind und stark unseren modernen Hexenhüten ähneln. Es wird vermutet, dass diese Hüte von Schamanen, Priestern oder Zauberern dieser Zeit getragen wurden, bei ihren Riten.

In der Nähe von China wurden auch Indo-Germanische Mumien gefunden, von diesen Mumien trugen einige Frauen spitze Hütze aus Leder. Auch bei diesen Funden, wird vermutet das die Frauen Schamaninnen oder Zauberinnen waren.

Vielleicht hat die Symbolik der spitzen Hüte- als ein Attribut für Menschen die sich mit Magie beschäftigen und Kontakte zur Geisterwelt haben, eine lange Tradition, die mit der Zeit langsam versickert ist, sich aber in der Folklore erhalten konnte.

Im antiken Griechenland wurde die Göttin Hekate stark mit Hexerei verbunden. Einige Statuen von ihr zeigen sie mit einer phrygischen Kappe. Diese war ein konischer Hut, der unseren Hexenhüten ähnelt, allerdings hatte dieser keine Krempe. Vielleicht hat die Verbindung von der Hexengöttin zu diesen spitzen Hüten unser modernes Bild der Hexenhüte mit geprägt?

Auch der germanische Gott Odin war stark mit Magie, Hexen und Zauberern verbunden. Und er wurde mit einem schwarzen Hut mit großer Krempe beschrieben. Und vielleicht trugen auch Zauberinnen, Zauberer und Hexen dieser Zeit solche Hüte. Doch wurden sie nicht als spitze Hüte beschrieben. Allerdings sind beide Thesen sind nur Spekulationen.

All dies sind nur Theorien, niemand weiß genau warum Hexenhüte in unserem modernen Hexen Archetyp so populär geworden sind. Was wir wissen ist das Hexen auf Holzsstichen und Bildern des Mittelalters und der Renaissance mit diesen Hüten abgebildet wurden und das Illustrationen in Märchenbüchern und Kinderbüchern diese Darstellungsweise übernahmen. In dem Kinderbuch der Zauberer von Oz, wird die böse Hexe des Westens mit Hexenhut dargestellt. Und auch in den Verfilmungen dieses Buches, wurde dieses Bild verwendet. Und hat so vielleicht unser Hexenbild des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts beeinflusst.

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Symbolik und persönliche Verwendung:

Ich hatte immer einen Fable für das Bild der Hexe, mit spitzen Hut, Kessel, Besen, schwarzer Katze und Kröten. Ich wurde von diesem archetypischen Bild schon immer sehr angezogen.

In meinen Riten habe ich erst angefangen Besen und Kesssel zu verwenden (anstatt der typischen Hexenwerkzeuge die in vielen Büchern beschrieben werden) und dann auch den Gegabelten Stab.

Diese Werkzeuge haben für mich gut funktioniert und mich mit der Kraft verbunden, die im Archetyp der Hexe verborgen liegt.

Irgendwann habe ich dann auch begonnen den Hexenhut zu verwenden.

Mit ist dabei aufgefallen, dass der Hut ein gutes Hilfsmittel bei der Energiearbeit ist. Wenn ich die ätherische Kraft der Sterne und des Mondes in mich hineinfließen ließ, fühlte es sich mit dem Hut zentrierter und fokussierter an. Dann bemerkte ich dass die Krempe ein Hilfsmittel ist, um tiefer in die Trance zu kommen, durch den Schatten den sie über das Gesicht wirft.

Nachdem ich den Hut über einige Woche benutzt hatte, bemerkte ich, dass er ein Trigger wurde. Immer wenn ich den Hut aufsetzte, war ich in dem richtigen Geisteszustand für Rituale.

Auch bei der Verbindung zu Geistwesen habe ich einen Unterschied bemerkt, wenn ich den Hut trug. Es war so als würde der Hut für sie ein Symbol sein, dass Menschen die solche Hüte tragen, mit ihnen kommunizieren wollen. Mit ist aufgefallen, dass „negative“ Geistwesen mehr auf Distanz waren, während ich den Hut trug und das wohlwollende Geistwesen mehr dazu bereit waren, mit mir in Kontakt zu treten, als wenn ich meine Riten ohne dieses Hilfsmittel durchführte.

Ich glaube das der Hexenhut ein Symbol der Andersartigkeit ist. Ein Symbol für die andersweltlichen (oder unterweltlichen) Kräfte. Und das der Hut den Träger mehr mit diesen Kräften in Verbindung bringt und gleichzeitig der anderen Seite signalisiert, dass man mir ihr in Kontakt treten will. Ähnlich wurden Masken und zeremonielle Kopfbedeckungen schon lange in schamanischen Kulturen verwendet, ebenso wie diese den Schamanen mit der Geisterwelt verbinden, so hilft der Hut den Hexen dabei, sich mit der Unterwelt/Anderswelt zu verbinden und mehr ein Teil von ihr zu werden.

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Und in der Folklore werden nicht nur Hexen und Magier mit konischen Hüten dargestellt, sondern auch Zwerge, Feen und Elfen- die alle für das Andersweltliche/Unterweltliche stehen. Und auch die Hexe oder der Magier verkörpern einen Teil der Unterwelt/Anderswelt, der sich in unserer Welt manifestiert. Germanische Hexen kleideten sich in Trollhaut* um mit der Unterwelt in Kontakt zu treten, sie kleideten sich in etwas, das ein Teil der anderen Welt ist um mehr ein Teil dieser anderen Welt zu werden- ebenso sehe ich den Hut, als ein Symbol für den Kontakt zur Andersartigkeit der Unterwelt.

Ich habe den Hexenhut als Werkzeug auch meinem Zirkel vorgestellt. Wir benutzen ihn um unseren Gruppengeist zu stärken- ähnlich wie andere Zirkel und Coven Roben oder rituelle Kleidung verwenden. Wir haben unsere Hüte so aufgeladen, dass sie uns mit Lebenskraft verbinden, wann immer wir sie tragen. Die Lebenskraft fließt während unserer Rituale durch die Hüte in uns.

Außerdem haben wir die Hüte wie ein Amulett zum Schutz aufgeladen, sie halten negative Geister und schadende Energien von uns fern, während wir sie tragen.

Und es ist auch einfach ein schöner Anblick, wenn eine Gruppe von Hexen, mit spitzen Hüten in einer Vollmondnacht auf einer Waldlichtung steht, oder wenn wir uns in einer sternklaren Nacht, bei Schwarzmond, alle mit spitzen Hüten auf einer Wegkreuzung versammeln.

Es ist an der Zeit das mehr Hexen die Hexenhüte, Besen, Kessel und Gegabelten Stäbe für sich wieder entdecken und in ihren Riten benutzen. Denn in diesen Symbolen liegt die Kraft verborgen, die sich hinter dem Archetyp der Hexe befindet.

 

* Es ist nicht bekannt was die Trollhaut wirklich war, einige vermuten das es eine Art Kostüm war, dass germanische Hexen trugen, andere vermuten dahinter eine Maskerade. Andere auch eine Salbe die bei Riten aufgetragen wurde und den Körper der Hexe grünlich färbte.

Best Blog Award

Veröffentlicht von hekatetempel am Mai 22, 2013
Veröffentlicht in: Uncategorized. Hinterlasse einen Kommentar

Von Hexe Sofia habe ich den Best Blog Award bekommen.

 

Bild

Darüber habe ich mich sehr gefreut…

Und zu einem Award gehören auch meist Regeln und Fragen:

Die Regeln:
– Poste deine Nominierung mit dem “Best Blog Award” Bild und danke mit einem Link demjenigen, der dich nominiert hat.
– Beantworte die 11 Fragen
– Tagge (bis zu) 10 weitere Blogger, die unter 100 Leser haben
– Sag den Bloggern Bescheid

1. Wann und warum hast Du Deinen Blog gegründet?

Ich wollte eine Informationsseite über Traditionelle Hexerei schaffen. Denn im deutsch sprachigen Raum gibt es bisher nur wenig Informationen zu diesem Thema und auch die meisten Bücher die übersetzt wurden, entstammen aus der durch Wicca-Beeinflussten Hexerei.

2. Hast Du ein Vorbild für Deinen Blog?

Ein Vorbild nicht unbedingt, ich versuche schon mein eigenes Ding zu machen. Aber sehr inspirierend finde ich den Blog Witch Of Forest Grove!

3. Verfolgst Du viele Blogs?

Ich schaue bei vielen Blogs immer mal wieder rein, stöbere etwas und lese die Artikel mit, die mich interessieren.

4. Seit wann interessierst Du Dich intensiv für Beauty & Make-up?

Mhh da ich ein Mann bin- gar nicht. Auch wenn ich ein schwuler Mann bin, lässt mich Beauty und Make-up kalt. Daher kann ich diese Frage und andere hier nicht beantworten…

5. Welche Produktmarke hat Dich am meisten überzeugt und warum?

Ich weite die Frage jetzt mal auf Körperpflege Produkte aus. Ich kaufe Pflegeprodukte gerne im DM von deren Eigenmarke. Da diese auf Tierversuche verzichten.

6. Hast Du einen Lieblingslippenstift oder eine Nagellackfarbe?

Nein- siehe Frage 4…

7. Welchen Kussmund-Abdruck hinterläßt Du auf Papier?

Keinen- siehe Frage 4….

8. Deine Wohnung steht in Flammen und du hast Zeit 3 Beauty-Produkte aus den Flammen zu retten. Welche würdest du mitnehmen?

Wenn meine Wohnung in Flammen stehen würde, würde ich meinen Mann und unsere Tiere Rausschaffen- alles andere ist dann ziemlich egal…

9. Worauf kannst du beim Shoppen eher verzichten: Schuhe, Kleidung, Schokolade, Make-Up?

Siehe Frage 4… Aber ich esse gerne Schoko…

10. Lippenstift oder Lipgloss?

Nichts- siehe Frage 4

11. Ich verlasse das Haus nie ohne…?

Mhh ich trage immer ein Amulett um meinen Hals. Ich gehe nicht raus ohne meine Haare gemacht zu haben (normalerweise)…

Blog-Tip: Between Two Brooms

Veröffentlicht von hekatetempel am Mai 22, 2013
Veröffentlicht in: Uncategorized. Schlagwort: Hexen Blog, Traditionelle Hexen, traditionelle Hexerei. Ein Kommentar

Ich habe heute einen netten Blog gefunden,

den ich mit euch teilen möchte:

Between Two Brooms

Ich habe natürlich noch nicht alles gelesen- aber der erste Eindruck ist sehr positiv. Und das nette Design sehr ihr ja selbst…

Aus dem Hexengarten…

Veröffentlicht von hekatetempel am Mai 20, 2013
Veröffentlicht in: Uncategorized. Schlagwort: Hexen, Hexengarten, Hexenkunst. Neues aus der Hexenküche, Hexerei, Kräutergarten. 3 Kommentare

IMG_1047Solanum Dulcamara (Bittersüßer Nachtschatten)

In den letzten Wochen haben mein Mann und ich uns etwas um den Garten gekümmert.

Viele meiner nicht winterharten Pflanzen, die über den Winter drinnen waren, haben nicht überlebt. Meine Zitronenverbenen, all meine Zitronengeranien, die Stevia Pflanzen und viele andere sind eingegangen. Meine Patchouli Pflanzen wurden in den letzten Wochen krank und erholen sich zum Glück seitdem sie draußen sind.

In meinem Kräuterbeet sind die verschiedenen Minzen schon sehr groß geworden, der Eisenhut hat es geschafft das Unkraut zu überwuchern- und nachdem ich das etwas entfernt habe, habe ich gesehen das zwischen meinen Minzen auch überall die Zitronenmelisse und die Zitronenkatzenminze wieder kommt.

Ich habe Moondwinden gezogen und habe schon die ersten kräftigen Pflanzen ausgepflanzt, die ersten Abendlevkojen kommen auch schon aus der Erde und auch die nachtblühende Tuberose kommt hervor. Meinen Jasmin habe ich stark zurück geschnitten, da die Pflanze den Wechsel von drinnen nach draußen nicht gut verkraftet hat. Ich hoffe auch das meine Bestellung von Rühlemanns bald ankommt- Nachtjasmin, Sternjasmin, arabischer Jasmin, gelbe Tollkirsche, Muskatellersablei und zwei Hollunder Sorten (einer mit schwarzen Blättern).

Ich habe die Stechapfelsamen ausgesäht die ich letztes Jahr geerntet habe- und hoffe das sie bald wachsen werden. Die Bittersüßen Nachtschatten die ich letztes Jahr gezogen habe, haben alle den Winter überlebt und so habe ich überall im Garten verteilt jetzt große Nachtschatten Pflanzen. Der Nachtschatten vor unserer Haustür sieht schon eher aus wie ein kleiner Busch- und nicht wie eine Kletterpflanze. Meine Engelstrompete bildet schon die ersten Blätter aus und die Rosengeranien haben sich zum Glück erhohlt und duften schon wieder vor sich hin.

Ich habe im Vorgarten Fingerhut, schwarze Stockrose und Lavendel gepflanzt, die Salbei und Lavendelpflanzen in den Kübeln vom letzten Jahr haben wieder Blätter und auch die ersten Sonnenblumen kommen aus der Erde. Von dem Ysop den ich gepflanzt habe, ist leider nicht ein Same aufgegangen.

Über den Winter ist unser Pavillon Dach kaputt gegangen. Und statt uns ein neues zu kaufen, lassen wir das Gerüst auf der Terrasse stehen und lassen es wie eine Laube bewachsen. Ich habe wilden Wein, Efeu und Geißblatt an die Pfeiler gepflanzt- und die ersten ranken wuchern schon an den Zierornamenten des Gestells. An den Sichtschutz unseres Pavillons habe ich einen immergrünen Geißblatt gepflantz.

Bei Ebay habe ich eine rot blühende Nachtkönigin ergattert als Ableger. Diese Pflanze bildet stark duftende Blüten, die nur nachts blühen. In der Heimat dieser Pflanze lockt sie damit Fledermäuse an, damit diese ihre Blüten besteuben. Jetzt warte ich das die Nachtkönigin ankommt.

Von einer Freundin haben wir zwei Feuerstellen und ein Dreibein geschenkt bekommen. Die große rostige Feuerstelle werde ich bepflanzen. Und in der anderen werden wir dann bald Feuer auf unserer Terrasse machen.

Ich hab nachts schon die ersten Rituale in meinem Garten gemacht, den Pflanzengeistern Opfergaben dargebracht und in Kerzenschein in eine Decke gekuschelt im Schaukelstuhl die Nacht genossen, umgeben von den duftenden Schwaden meines Räucherwerks.

Und gestern Nacht kam mir die Idee dieses Jahr Mitternachts-Teeparties mit Freundinnen im Garten zu feiern.

Offenes Ritual: Ritual ihrer heiligen Feuer- Vollmond 25.05.2013

Veröffentlicht von hekatetempel am Mai 16, 2013
Veröffentlicht in: Uncategorized. Schlagwort: Hekate Ritual, Hexen Ritual, Offene Rituale, Ritual ihrer heiligen Feuer, Ritus ihrer heiligen Feuer, Vollmond Ritual. Hinterlasse einen Kommentar

 

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Der Mond wächst und wächst und zu Vollmond dieses Monats (25.Mai) findet erneut das Ritual ihrer heiligen Feuer statt.

Ein internationales Ereignis um sich mit der Göttin Hekate zu verbinden und sie zu ehren.

In den letzten Jahren haben tausende von Menschen bei diesem Ereignis auf der ganzen Welt teilgenommen.

Mehr über die Bedeutung dieses jährlichen Rituals könnt ihr hier lesen: Rite Of Her Sacred Fires- oder auch hier.

Wie im letzten Jahr organisiere ich auch dieses Jahr wieder ein offenes Ritual zu diesem Ereignis.

Offenes Ritual:

Das Ritual findet in Aerzen/Groß Berkel (31855) statt. Nach Einbruch der Dunkelheit. Treffen für das Ritual ist um 19 Uhr.

Anmeldungen für das Ereignis bitte bis zum 24. Mai. Über folgende E-Mailadressen: hekate-tempel@gmx.de oder hekate-tempel@gmx.net

Auch für weitere Fragen stehe ich gerne bereit.

 

Programm und Organisatorisches:

 

19 Uhr beginnt das offizielle Treffen. Wir werden uns in unserem Garten zusammensetzen, über die Göttin Hekate und das Ritual sprechen. Und natürlich auch einfach eine nette Zeit haben und etwas klönen.

 

Nach Einbruch der Dunkelheit (gegen 22.00 Uhr) werden wir uns auf den Weg zur Wegkreuzung machen und dort dann das Ritual ihrer heiligen Feuer zelebrieren.

 

Nach dem Ritual (ca. 23 Uhr) werden wir uns wieder in unserem Garten nett zusammen setzen und den Abend ausklingen lassen.

 

Vor und nach dem Ritual kann jeder für sich in mein Ritualzimmer gehen und sich dort an meinem Schrein mit der Göttin verbinden.

 

Organisatorisches:

 

Jeder Teilnehmer bringt eine Laterne, ein Windlicht oder ein Grablicht aus Glas mit und eine Kerze oder ein Teelicht. Diese werden dann bei dem Ritual entzündet.

 

Jeder Teilnehmer bringt eine Opfergabe für die Göttin mit, diese sollte von Tieren gefressen werden können oder natürlich abbaubar sein (beispielsweise Früchte, Brot, Kekse, Kuchen, Blumen, Blüten). Diese werden der Göttin an ihrem Kreuzwegsschrein niedergelegt während des Rituals.

 

Jeder Teilnehmer bringt bitte etwas zu essen und zu trinken mit und etwas zum Knabbern, damit ein buntes Buffet entsteht.

 

 

Und natürlich kannst du auch das Ritual für dich alleine ausführen:

 

Ritus:

 

Geschrieben von Sorita d’Este (www.sorita.co.uk)
Übersetzung von Katrin Damasko

 

Vorbereitung:
Begieb dich an einen ruhigen Ort, an dem du diese Zeremonie ungestört durchführen kannst. Du benötigst eine Kerze (oder
auch eine andere Art von Opferfeuer, wie zum Beispiel eine Lampe oder offenes Feuer) und etwas mit dem du die Kerze
anzünden kannst. Wenn du möchtest, kannst du die Kerze oder auch andere Materialen, die du verwenden willst im
Einklang mit deiner Tradition segnen – wenn du das nicht tun möchtest, dann sollte die Kerze einfach nur gesäubert sein.
Auftakt:
Mache es dir bequem, atme tief ein und aus und finde dein inneres Gleichgewicht, eine Balance zwischen Geist,
Seele und Körper, die dich stolz und wunderschön im Auge der Welt erscheinen lässt. Atme tief und finde deine
Stimme, die Stimme mit der du Worte mit reiner und wahrer Absicht sprechen wirst. Atme tief und rufe die Freiheit
deines Herzens an, so dass du dich mit reinen Absichten und Wünschen ausdrücken kannst.
Lege beide Hände auf dein Herz (3 Herzschläge lang), den Zeige- und Mittelfinger deiner vorherrschenden Hand auf
deine Lippen (3 Herzschläge lang) und nun auf deine Stirn (3 Herzschläge lang). Nun umschließe deine Daumen mit
den Händen (in Fäusten) und erhebe beide Arme zum Himmel.
Öffne deine Hände, beide Handflächen zeigen nach oben, führe deinen rechten Arm nach unten zur Seite, mit nach
unten zeigenden Hanflächen und rufe die Göttin an.
Beschwörung:
Ich rufe Dich, Gebietern über Himmel, Erde und Wasser
Im Namen deiner Mysterien von Tag und Nacht
Im Namen des Mondlichts und des Schatten der Sonne
Ich rufe Dich, Gebieterin über Leben, Tod und Wiedergeburt
Trete aus dem Schattereich, erfülle meine Seele und erhelle meinen Geist
Drefaltige Herrin der drei Pfade
Ich ersuche Dich, Trägerin der Schlüssel und Herrin der Nachtwandernden Seelen
Verkünde Deine Weisheit von den Sternen
Verbreite Dein Sternenfeuer aus der Dunkelheit
Schöpferin des Lichts
Göttin des Schattenreichs! Lichtbringende Königin!
Flüstere nun deine Geheimnisse
Feuerbringer! Irdische! Königin des Himmels!
[Hebe beide Arme, Handflächen zeigen nach oben, zum Himmel (3 Herzschläge) und berühre dann den Boden,
Handflächen nach unten.]
[Sitze vor der Kerze und bereite dich aufs Anzünden vor]
[Atme drei Mal tief ein und erlaube deinen Sinnen zu erwachen]
Sage:
Hekate, Gefährtin und Führerin auf dem Weg zu den Mysterien
Ich enzünde dieses heilige Feuer Dir zu Ehren,
Sein Licht vereint die Sterne und die Steine, den Himmel und die Erde.
Mit diesem Feuer bekunde ich mein Begehren nach größerem Verständnis deiner Mysterien.
Askei Kataskei Erōn Oreōn Iōr Mega Samnyēr Baui (3mal)- Phobanita Semnē!
Große Hekate, die Du das Netz der Sterne spinnst und den Kreislauf des Lebens lenkst,
führe mich auf dem Weg zur Erkenntnis,
Von Scheideweg zu Scheideweg,
Die Fackelträger und Schlüsselträger deiner Mysterien, werden einander immer finden.
[Sitze und beobachte die Flamme, wie sie flackert und tanzt, konzentriere dich auf die verschiedenen Farben in der
Flamme, die Gelb- und Rottöne, die blauen und weißen Farben und das Schwarz. Wenn du möchtest kannst du
einige Zeit über der Flamme meditieren, nach Visionen oder Omen suchen. Ebenso kannst du die Flamme
erlöschen und die Kerze behalten. Lasse dein wahres Ich ihre wunderschönen Mysterien von diesem Tag an hell
erleuchten, die Flamme der Feuer Hekates brennt in deinem Herzen weiter!]
Ich verbanne nun die Schatten des Zweifels aus meinen Gedanken,
durchdrungen von der Stille und Wärme unserer Vereinigung.
Ich fühle deinen goldenen Glanz in meinem Herzen
und die Ehre der Erkenntnis auf meiner Stirn.
Ich bin ein Schüler deiner Mysterien.
[Lösche die Flamme, lege beide Hände auf dein Herz (3 Herzschläge lang), den Zeige- und Mittelfinger deiner
vorherrschenden Hand auf deine Lippen (3 Herzschläge lang) und nun auf deine Stirn (3 Herzschläge lang).]
Öffne deine Handflächen in Richtung Himmel, dann berühre die Erde.

 

Ein Garten für die Königin der Nacht

Veröffentlicht von hekatetempel am April 30, 2013
Veröffentlicht in: Uncategorized. Schlagwort: Garten Magie, Hexengarten, Mondgarten, Nachtgarten. Ein Kommentar

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Während der milden Zeit verweist mein Ritualzimmer oft ziemlich, weil es mich nach draußen zieht. Nachts wenn die Nachtkönigin ihren dunklen Schleier über die Welt legt, bringe ich den Ortsgeistern Speiseopfer, verbinde mich mit Hekate in ihren Aspekten als Göttin der Nacht, ich lasse mich von der Kraft der Sterne und des Mondes erfüllen, erfreue mich an der Schönheit und Stille der Nacht und webe meine Magie. Auch wenn ich viel in den nächtlichen Wäldern und Feldern mache, führe ich dann doch die meisten Rituale in unserem Garten durch.

Daher habe ich dieses Jahr beschlossen diesen nächtlichen Charakter in unserem Garten mehr zu betonen.

Es gibt viele Pflanzen die nachts blühen oder nachts einen herrlichen Duft entfalten.

Ich habe Geißblatt auf unsere Terrasse gepflanzt, ein Bauernjasmin (Pfeifenstrauch) steht bereits zwischen meinen Kräutern und zaubert, wenn er blüht, nachts einen Jasminduft in die Dunkelheit.

Auch kleine weiß blühende Pflanzen mit einem herrlichen Jasminduft waren schon in unserem Garten als wir das Haus kauften. Ich glaube es ist eine Levkojen Art. Auch diese verströhmen vor allem nachts ihren Duft und ich habe letztes Jahr einige von diesen Blumen zwischen meine Kräuter gepflanzt. Mein echter Jasmin wird dieses Jahr auch seinen Platz auf der Terrasse finden (und ich hoffe er blüht dieses Jahr).

Dazu habe ich Nachtjasmin bestellt (ein Nachtschattengewächs) dieser blüht nachts und ich bin auf den Duft seiner Blüten sehr gespannt. Auch arabischen Jasmin und Sternjasmin habe ich mir bestellt, dazu Samen von Mondwinden, eine weißblühende Kletterpflanze die nur nachts ihre Blüten öffnet und dann herrlich duften soll. Auch Samen von Nachtviolen und Abendblühenden Levkojen. Dazu duftet auch unser riesiger Kirschlorbeer nachts sehr stark, wenn er blüht und zieht tagsüber Bienen an und nachts Nachtfalter

Nächstes Jahr möchte ich dann noch Nachtkönigin, Nachtkerzen, Nachtphlox und Abendduftende-Tuberose anschaffen. .

Die Blüten dieser Pflanzen werde ich dann Hekate opfern und auch ihre Statue drinnen von meinem Schrein hinaus in die Nacht bringen und sie zu den Nachtblühern stellen.

Neben diesen nächtlichen Pflanzen haben natürlich auch die giftigen Schönheiten in meinem Garten einen Bezug zu Hekate- die weiß blühende Datura, Eisenhut, Fingerhut, Stechapfel, Alraunen, Bittersüßer Nachtschatten, gelber Jasmin und ich habe mir auch eine Tollkirschenart bestellt, die gelbe Früchte ausbildet (doch Hekate ist natürlich auch mit den Heilkräutern verbunden, in der Antike war sie stark mit der Kräuterkunde -Pharmakeia-verbunden und neben den Nachtschattengewächsen wuchsen auch viele Heilkräuter in ihrem heiligen Garten in Kolchis).

Online Petition für die Wiederherstellung der Steinkreise an den Externsteinen

Veröffentlicht von hekatetempel am April 29, 2013
Veröffentlicht in: Uncategorized. Schlagwort: Externsteine, Heiden an den Externsteinen, Kraftorte, Kraftplätze. 4 Kommentare

Wie ich hier beschrieben habe, wurden die Steinkreise an den Externsteinen letztes Jahr zerstört. Hier ist ein Link für eine online Petition:

Ritualplatzwiederherstellung-Externsteine

Auszug aus dem Petitionstext:

„Während Forstarbeiten an den bundesweit bekannten Externsteinen bei Horn-Bad Meinberg, wurde ein bisher stets akzeptierter Ritualplatz in Form von Steinkreisen zerstört.

Genutzt wurde dieser Platz bisher nicht nur von Anhänger des germanischen Heidentums, sondern auch von Celtoi, Wicca und anderen naturreligiösen Strömungen, die hier mit ihren Ritualen die positiven Energien rund um die Externsteine stärkten, ihren Göttern und ihren Glauben Ausdruck verleihen wollten. Auch Menschen mit einer sehr naturnahen Lebensweise fanden sich dort ein, um mit den Gläubigen aus verschiedenen Glaubensrichtungen die Natur zu ehren. Besonders die dort deutlich spürbaren positiven Energien wurden dabei immer wieder genährt.

Laut einer Stellungnahme des hier zuständigen Landesverbandes Lippe wurden die Steinkreise unabsichtlich zerstört, da den Forstarbeitern deren Bedeutung nicht bekannt gewesen sei (Landesverband bedauert Zerstörung von Steinkreisen | LZ.de – Horn-Bad Meinberg).“

Externsteine und Naturspiritualität

Veröffentlicht von hekatetempel am April 6, 2013
Veröffentlicht in: Uncategorized. Schlagwort: Exterinstein, Externsteine, Heiden an den Externsteinen, Hexen Hexternsteine, Kraftort, Kraftorte, Kraftplätze, magische Orte. 2 Kommentare

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Die Externsteine sind ein ganz besonderer Ort, einer der großen Kraftplätze in Deutschland. Viele Menschen fühlen sich von diesem Ort angezogen, besonders moderne Heiden der verschiedensten Strömungen, Hexen und andere Menschen die Magie praktizieren, Esoterik begeisterte und auch Menschen die naturspirituell oder einfach naturverbunden sind. Beim Bärenfelsen hat sich über die Jahre eine art spiritueller Pfad entwickelt. Auf diesem Pfad befanden sich verschiedene Steinkreise, überall verteilte kleine Steinhaufen, ein kleines Steinlabyrinth und viele kleine verwunschene Bäume.

Dieser Pfad wurde letztes Jahr vom Forst zerstört. Ich hatte darüber im Panpagan Forum gelesen. Als ich heute dort war, war ich wirklich traurig darüber was mit diesem Ort geschehen ist. Ich habe einige Fotos gemacht, leider habe ich keine Bilder die zeigen, wie schön dieser Pfad zuvor war, doch hier könnt ihr einen Eindruck bekommen- durch ein Video das jemand dort gemacht hat, bevor der Pfad zerstört wurde:

Video: Externsteine Abseits der Pfade

Und hier meine Bilder:

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Ich hoffe wirklich das der Ort sich wieder erholt und dann in Zukunft weiterhin als ein spiritueller und religiöser Ort genutzt werden kann (und vor allem darf).

Der Steinkreis wurde wieder aufgebaut, bis auf einen großen Stein der noch nicht wieder an seinem Platz liegt. Auch das Labyrinth ist wieder intakt.

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Doch ich habe auch etwas gesehen, das ich vorher nicht kannte. Hinter den Externsteinen auf dem dem Hügel, befinden sich Wunschbäume an denen Bänder, Federn und symbolische Gegenstände hängen.

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Ich glaube das die Externsteine in den letzten Jahren immer mehr zu einem Ort geworden sind, an dem spirituelle Menschen der verschiedensten Religionen und Pfaden einen modernen Kraftort für sich gefunden haben. Und das sich dies in der Zukunft immer mehr erweitern wird. Auch wenn einige Menschen versuchen werden das zu unterdrücken, oder zu unterbinden. Der Ort ist voller Magie, Spiritualität und Kraft und dies kann nicht unterdrückt werden.

Steinkreis

Veröffentlicht von hekatetempel am April 5, 2013
Veröffentlicht in: Uncategorized. Schlagwort: Kraftorte, Kraftplätze, magische Orte, Steinkreise. 6 Kommentare

Letztes Jahr bin ich mit einer Freundin unterwegs gewesen und nur einige Dörfer von meinem Dorf entfernt, haben wir dann eine erstaunliche Entdeckung gemacht.

Wir sind an einem riesigen Steinkreis vorbeigekommen. Und wir konnten das gar nicht wirklich glauben, dass der wirklich vor uns steht..

Dieses Jahr war ich nochmal dort und habe Fotos gemacht.

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Anrufung der Göttin Bast

Veröffentlicht von hekatetempel am März 19, 2013
Veröffentlicht in: Uncategorized. Schlagwort: Anrufung Bast, Anrufung Bastet, Bast, Bastet, Göttin Bast, Göttin Bastet. Ein Kommentar
bastet_by_reykat-d396j6bBast- Copyright des Bildes by Reykat

Bast, mächtige Tochter des Ra,  

ich entzünde diese Kerzen und dieses Räucherwerk,

dir zu ehren und in deinem Namen.

Kraftvolle Kriegerin,

schwarze Löwin,

schütze mein Heim, die Menschen die ich liebe

und mich.

Auge des Ra,

Feurige,

Verschlingerin der Feinde,

Wächterin

Sei hier mit deiner Macht.

Katzenhafte Schönheit,

Strahlende,

Herrin von Bubastis,

die durch erlesene Düfte erfreut wird,

die Freude und Ekstase liebt,

sei hier mit deiner Anmut und deiner Grazie,

erfülle mein Leben und mein Heim mit deiner Liebe,

mit deinen Segnungen und deiner Kraft.

Möge dein Licht und dein Feuer Wärme,

Wohlwollen und Schutz in diesem Heim verbreiten!

Mächtige Bast, kraftvolle, mächtige, wilde, leidenschaftliche. 

schöne un anmutige Göttin, nimm meine Opfergaben an.

Sei gesegnet, Gewähre mir deinen Schutz, deine Liebe und deinen Segen.

Die Göttin Bast- Teil 2: Persönliche Sichtweise

Veröffentlicht von hekatetempel am März 17, 2013
Veröffentlicht in: Uncategorized. Schlagwort: Bast, Bast heute, Bast verehren, Bastet, Bastet heute, Bastet verehren, Göttin Bast, Göttin Bastet, mit Bast arbeiten, mit Bastet arbeiten, sich mit Bast verbinden, sich mit Bastet verbinden. Ein Kommentar

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„Bast is a rarity, the Goddess of the moon and of the sun, she represents the duality in the women- docile and yet aggressiv, nurturing and yet feroucios…“ Zitat aus dem Film Catwoman

Als ich als Teenager anfing mich mit der Göttin Bast zu beschäftigen (damals nannte ich sie noch Bastet) habe ich mich in neuheidnischen Büchern über sie eingelesen, später dann auch im Internet. Wobei ich meine Informationen damals nicht sehr hinterfragt habe, ich habe einfach geglaubt, was andere über diese Göttin schreiben.

Und so hatte ich wie viele andere, wenn sie an Bast denken die nette, verspielte, verschmuste Katzengöttin von nebenan vor Augen. Doch wenn ich mich Bast in Ritualen angenähert habe, hat sie sich anders angefühlt- was mich damals ziemlich verunsichert hat. Ich habe sie eher wild, kämpferisch und voller Kraft wahrgenommen.

Erst später fing ich an die Informationen etwas zu filtern und nicht alles zu glauben, ohne es zu hinterfragen (und ähnlich erging es mir damals auch mit der Göttin Hekate, die auch immer ganz anders dargestellt wurde, als ich sie wahrnahm).

Wie ihr im ersten Teil dieses Artikels erfahren habt, war Bast im alten Ägypten nicht die nette Schmusekatze von nebenan. Die Autoren der Seite per-bast.org fassen ihr Wesen sehr gut zusammen: „Als das Auge von Ra und die Bestraferin der Feinde von Ma’at, ist Bast ausgestattet mit der Anmut, Stärke, Schnelligkeit und Grausamkeit der Wildkatze. Sie verströmt den Liebreiz, die Ausdauer und die Listigkeit einer domestizierten Katze und auch das Potential zur rohen, brutalen Kraft eines Löwen“.

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Ich nehme sie mit meiner inneren Wahrnehmung als eine schwarze Löwin wahr oder als eine schwarze geschmeidige Katze, die allerdings sehr groß ist. Als Panther, Leopardin und seltener auch als getupfte Wildkatze. Oft auch als eine Frau halb Katze halb Mensch- schon fast wie eine Art Wergeschöpf.

Ihre Kraft fühlt sich für mich sehr stark an, voller Leidenschaft und Macht. Sie ist unbändig, wild und frei, ordnet sich niemanden unter, wenn SIE dies nicht so will. Sie ist voller Kampfgeist, Lust und liebt die Ekstase. Doch sie ist auch sanft, anmutig und voller Grazie. Sie ist unberechenbar und man sollte sie sich lieber nicht zur Feindin machen. Sie ist sehr beschützend, kann dabei auch grausam und unerbittlich sein. Sie liebt es ebenso zu tanzen, wie zu kämpfen, zu jagen als auch behaglich zu sein. Sie fühlt sich für mich sehr sonnig und feurig an, doch ich kann auch verstehen, warum viele sie heute als eine lunare Göttin sehen. Denn sie hat auch neben ihrer solaren Seite einen Bezug zur Nacht und der Unterwelt (immerhin schützt sie Ra auf seiner nächtlichen Reise durch die Unterwelt). Sie ist eine vielseitige Göttin die einen viel lehren kann. Machtvoll zu sein und sie eigene Kraft nicht zu fürchten, für die eignen Ziele und Ideale einzustehen und auch zu kämpfen, sowohl für sich selbst- als auch für jene die man liebt. Sie lehrt einen die guten Dinge des Lebens zu genießen, freudvoll zu sein, die eigene wohlwollende Seite ebenso zu lieben, wie auch die aggressive, kämpferische und wilde Seite in jedem. Den eigenen Moralvorstellungen zu folgen, statt denen von anderen, das zu tun was man wirklich will und stolz auf sich selbst zu sein.

Viele beschreiben Bast als eine Göttin des Tanzes, des Feierns, der Sexualität, der Freude und der Musik. Ich sehe sie eher als eine ekstatische Göttin und das Tanzen, Feiern, guter Sex und Freude nur Aspekte oder Ausdrücke ihres ekstatischen Wesens sind. Ebenso wie ihre aggressive, wilde und rohe Seite. Sie liebt die Ekstase, sie liebt es ebenso zu tanzen und zu feiern, wie sie es liebt zu jagen und zu kämpfen- alles was sie tut, macht sie mit Hingabe und Leidenschaft.

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Opfergaben:

Sie scheint süße, scharfe und feurige Dinge zu mögen. Ich Opfere ihr Ingwer, Chili, roten und schwarzen Pfeffer, Muskatnüsse und Muskatblüten, Zimt. Kardamom, Lorbeer. Sie mag auch Fleisch, Früchte, rote Säfte/Wein, sie mag es wenn man für sie trommelt, rasselt und auch tanzt. Sie erfreut sich an der Leidenschaft der Menschen, die sie verehren. Sie mag auch Honig, Zucker, Sesam, Kuchen, Milch, Blumen. Rosenwasser, Orangenwasser, blumige, scharfe oder feurige Düfte. Jasmin- und Rosenblüten. Farben die ich mit ihr verbinde sich Schwarz, Rot, Gold, Purpur und Violet. An Steinen Tigeraugen, Rubine, Rosenquarz und schwarzen Turmalin.

Die Göttin Bast- Teil 1 die historische Seite

Veröffentlicht von hekatetempel am März 17, 2013
Veröffentlicht in: Uncategorized. Schlagwort: Bast, Bast Geschichte, Bast Kult, Bastet, Bastet Geschichte, Bastet Kult, Bubastis, Göottin Bast, Göttin Bastet. 4 Kommentare

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Ich möchte hier ein Paar historische Fakten und Informationen über die Göttin Bast zusammentragen. Denn in vielen neuheidnischen Büchern und Internetseiten, finden sich viele Fehlinformationen.

Historische Fakten:

Bast ist eine sehr alte Göttin, ihre Ursprünge reichen zurück bis 2890 vor Christus. Sie wurde also schon verehrt, bevor die Pyramiden in Ägypten gebaut wurden. Und trotz dieses Alters ist nur wenig über diese Göttin bekannt, im Vergleich zu anderen Göttern der Antike.

Es wird vermutet das ihr Name Verschlingerin bedeutet. Später wird er auch als Herrin der Parfumgefäße gedeutet. Da aromatische Öle, Salben und Balsame in speziellen Gefäßen aufbewahrt wurden. Und diese als ihre Hieroglyphe dargestellt wurden.

Ursprünglich wurde sie auf Tempel Wänden als Frau mit Löwenkopf oder mit dem Kopf einer wilden Wüstenkatze dargestellt. Erst ab 1000 vor Christus wurde sie als domestizierte Katze dargestellt- oder mit dem Kopf einer solchen Katze. Diese Darstellungsweise wurde dann sehr populär, doch ihre ältere Darstellungsweise mit dem Haupt einer Löwin oder einer Wildkatze blieb daneben weiterhin bestehen. Ihre Symbole waren das Auge des Ra, das Sistrum, der Korb, Katzen und selten auch das Ankh.

Bast wurde in Unterägypten verehrt- ihr Hauptkultort war die Stadt Bubastis- diese war nach der Göttin benannt.

Viele heutige Heiden halten Bast für eine nette und freundliche Katzengöttin, ursprünglich war sie aber eine wilde Kämpferin. Sie war die Beschützerin des Sonnengottes Ra- wenn dieser nachts in die Unterwelt reiste und durch den Gott Apep/Apophis bedroht wurde. Sie war auch die Beschützerin des Pharao und wurde als Auge des Ra bezeichnet. Dieser Titel deutet ihre Rolle, als eine Art Vollstreckerin des Sonnengottes an. Bast war eine solare Göttin und selbst auch eine Tochter von Ra. Eine erhaltene Passage beschreibt, wie Bast die Herzen all jener herausreißt die gegen Ma’at verstoßen und diese dem Pharaoh und ihrem Vater vor die Füße legt. Bast wurde auch auf Kriegsschildern dargestellt, was ebenfalls ihre beschützende, wilde und kriegerische Seite betont.

In späteren Zeiten wurde diese Schutzfunktion der Göttin auch auf ihre Anhänger übertragen, sie wurde wohl als eine Schützerin von Frauen, Kindern und dem Haushalt allgemein betrachtet. Besonders als sie immer mehr mit der domestifizierten Katze in Verbindung gebracht wurde. Denn auch Katzen schützen das Heim, indem sie Ungeziefer und giftige Schlangen töten und damit die Nahrung und die Gesundheit bewahren.

Katzen galten im alten Ägypten als heilige Tiere. Katzen zu verletzen oder zu Töten wurde hart bestraft und der Tod der zum Haushalt gehörenden Katzen wurde ebenso betrauert, wie der Tod eines Familienmitgliedes. Katzen scheinen für die Ägypter eine ähnliche Rolle gehabt zu haben, wie Kühe es heute für Hindus haben, Katzen waren die heiligen Tiere der Göttin Bast. Durch Basts Verbindung zu Katzen wurde sie auch immer mehr als eine Göttin der Fruchtbarkeit gesehen (da auch Katzen Fruchtbarkeit verkörperten).

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Bast wurde im Lauf der Zeit mit Hathor, Isis und Mut synkretisiert und nahm dabei vermutlich auch Züge von diesen Gottheiten an. Beispielsweise ihre Verbindung zu Tanz, Musik und den Künsten. Doch ihre wilde Seite blieb dabei weiterhin bestehen.

Auch mit Artemis wurde Bast verbunden und ging mit ihr ebenfalls einen Synkretismus ein, als Ägypten hellenisiert wurde. Durch diese Verschmelzung mit Artemis wurde Bast immer mehr mit dem Mond verbunden, doch ihre solaren Züge blieben in Ägypten weiterhin erhalten.

Bast und Sekhmet:

Viele glauben das Bast und Sekhmet zwei Namen für eine Göttin sind: Nämlich das Bast die wohlwollende Seite dieser Gottheit ist und Sekhmet die zürnende und zerstörende Seite. Doch historisch ist dies nicht richtig. Bast wurde im Norden von Ägypten verehrt. Sekhmet im Süden von Ägypten. Beide Göttinnen haben gemeinsam das sie als Auge des Ra bezeichnet wurden. Und beide sind Vollstreckerinnen dieses Gottes gewesen, Bast dazu noch seine Beschützerin. Beide Göttinnen hatten ihre kriegerischen und wilden Seiten. Und beide Göttinnen wurden als Frauen mit Löwenkopf dargestellt. Bast war nicht die sanfte Seite von Sekhmet. In Wahrheit war Sekhmet der zürnende Aspekt der Göttin Hathor- sie wurde zu Sekhmet nachdem sie auszog jene abzuschlachten die sich Ra widersetzten. Erst durch den Synkretismus von Bast mit Hathor wurde sie mehr mit Sekhmet verbunden. Während sie zuvor getrennt wurden- Bast wurde auch als Herrin des Nordens bezeichnet und Sekhmet als Herrin des Südens (da eine in Nordägypten verehrt wurde, die andere in Südägypten).

Kult:

Über ihren Kult ist nicht viel bekannt. In ihren Tempeln wurden wohl Katzen gehalten und obwohl das Töten von Katzen sonst streng bestraft wurde- wurden Bast in ihren Tempeln auch Katzen geopfert. Ihre Feste wurden von Herodot als sehr ausschweifend, anzüglich und fröhlich  beschrieben. Mit viel Alkoholkonsum, Gesang und Tanz. Da viele kleine Darstellungen der Göttin gefunden wurden, ist es wahrscheinlich, dass sie eine Rolle in den Haushaltskulten spielte. Was ja auch Sinn macht, da die Katze in den ägyptischen Haushalten eine besondere Rolle hatte.

Die Wiederkehr der Göttin Bast

Veröffentlicht von hekatetempel am März 17, 2013
Veröffentlicht in: Uncategorized. Schlagwort: ägyptische Götter, Bast, Bast Ritual, Bastet, Bastet Ritual, Heidentum, heidnische Religion, heidnische Spiritualität, heilige Katzen, Katzengöttin. 2 Kommentare

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Als ich als Teenager begann mich für die Hexenkunst zu interessieren und dann auch für das Heidentum als Religion, traten drei Göttinnen in mein Leben, zu denen ich dann eine spirituelle Verbindung aufgebaut habe. Hekate, Brighid und Bast. Über die Jahre hat sich meine Verbindung zu den drei Gottheiten so verändert, dass Hekate stark in den Vordergrund getreten ist in meinem Leben und meiner Spiritualität (und Magie). Während die Verbindung zu den anderen beiden Göttinnen immer mehr nachließ. Mit Brighid habe ich mich viele Jahre noch zu Imbolc verbunden, bis auch dies aufhörte. Zu Bast fühlte ich mich über die Jahre zwar immer noch hingezogen, aber ich habe mich nur selten an sie gewendet oder gar ein devotionales Verhältnis (  (durch Rituale, Opfergaben, Trance Kontate usw.) gepflegt. Auch als mein Mann anfing sich mit der heidnischen Spiritualität zu befassen, war es Bast zu der er eine Beziehung aufgebaut hat. Die dann aber mit der Zeit auch bei ihm wieder abgeebt ist.

Doch immer mal wieder habe ich einen ganz leichten „Ruf“ aus ihrer Richtung vernommen, dem ich aber meist aus persönlichen oder spirituellen Gründen nicht gefolgt bin.

Seit ein paar Wochen verspürte ich wieder einen Ruf von dieser Göttin, dieses mal auch stärker. Ich holte meine alte Statue wieder hervor, die über die Jahre nur immer mal wieder irgendwo in unserem Heim als Deko stand. Dieser hatte leider schon ein Ohr gefehlt und als ich sie dann in unser Wohnzimmer stellte und begann dort Kerzen für die Göttin zu entzünden, wurde die Statue von unseren Katzen runtergeworfen und auch das zweite Ohr brach ab. Für mich war es ein Zeichen, dass die Göttin eine neue Statue für die Kontakte zu ihr wollte.

Ich habe eine wunderschöne und große Statue im Internet gefunden, die gestern angekommen ist. Nach meinen Hekate Ritualen habe ich die Statue von Bast gereinigt und für ihren devotionalen Gebrauch vorbereitet.

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Ich habe im Wohnzimmer auf einem Regal einen Schrein für sie eingerichtet, habe ein Räucherwerk aus Zimt, Kardamom, Olibanum, Myrrhe, schwarzen und roten Pfeffer und ätherischen Orangenöl für sie zubereitet und eine Ölmischung aus Mandelöl, roten und schwarzen Pfefferkörnern, Chili und ätherischen Zimt- und Orangenöl gemischt. Einige tropfen dieses Öls habe ich in eine Schale mit Salzwasser getan und mit diesem Wasser den Schrein und die Gegenstände auf dem Schrein gereinigt. Ich habe die Kerzen mit ihrem Öl gesalbt und entzündet. Dann habe ich Opfergaben für die Göttin zusammengestellt: Kandierte Ingwerstücke, Rosinen und Sesamgebäck. Ich habe den Rauch für die Göttin entzündet und ihre Statue in die aufsteigenden Rauchschwaden gehalten und mich mit der Göttin verbunden, ihre neue Statue geweiht und ihr übergeben und die Göttin dazu eingeladen wieder ein Teil meines Lebens zu werden. Ihre Kraft war stark zu spüren und sie hat meine einfachen Opfergaben wohlwollend angenommen. Nach diesem Ritual saß ich mit unseren Katzen im Wohnzimmer und habe den Schrein der Göttin betrachtet und mit meiner inneren Wahrnehmung beobachtet, wie sich die Kraft der Göttin mit den anderen Kräften/Energien in meinem Heim verband (da sich sonst meine Devotionalien im Heim meist um Hekate und Lucifer „drehen“ und auch um die Halbgöttin Aradia). Während ich beobachtete wie sich die Kraft von Bast mit denen der anderen Gottheiten verband, vor allem mit der von Hekate, bekam ich die Eingebung, dass die Göttin Fleisch als Opfergabe will. Also habe ich Rinderhackfleisch aus der Küche geholt, dieses auf einem Teller angerichtet und diesen der Göttin an ihrem Schrein übergeben. Ich bat sie darum dieses Opfer anzunehmen und das Fleisch mit ihrer Liebe und ihrer Kraft zu segnen, damit meine Katzen das Opfer für die Göttin in sich aufnehmen können und damit auch den Schutz und die Segnungen der Göttin sich auf unsere Katzen übertragen. Den Teller mit dem Fleisch habe ich dann auf den Fußboden vor unseren Schrein gestellt. Normalerweise würden sich unsere Katzen auf das Fleisch stürzen wie eine wilde Horde. Doch nur eine traute sich an das Fleisch heran und begann zu fressen, meine schwarze Burma Katze. Die anderen beobachteten sie beim Fressen aus einiger Distanz. Sonst gönnen sich unsere vier „Indoorkatzen“ überhaupt kein Futter und jeder versucht das Beste für sich zu ergattern. Doch die anderen drei Katzen warteten ganz geduldig, bis sie aufhörte zu fressen. Danach stand das Fleisch für einige Zeit unberührt dort, bis auch die anderen Katzen sich über das Mahl der Göttin hermachten.

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